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Coronavirus: Wirtschaftsweise halten schwere Rezession für unvermeidbar - Liveticker

Coronavirus-Liveblog : Wirtschaftsweise halten schwere Rezession für unvermeidbar

Das Coronavirus hinterlässt drastische Folgen: Die deutsche Wirtschaft werde 2020 deutlich schrumpfen, heißt es in einem vorgelegten Sondergutachten des Sachverständigenrates. Alle Infos im Liveblog.

  • Die „Wirtschaftsweisen“ halten eine schwere Rezession in Deutschland durch die massiven Folgen der Coronavirus-Krise für unvermeidbar. Die deutsche Wirtschaft werde 2020 deutlich schrumpfen, heißt es in einem vorgelegten Sondergutachten des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung.

    Der Sachverständigenrat als Beratergremium der Bundesregierung legt drei denkbare Szenarien zugrunde. „In allen drei Szenarien beendet die Ausbreitung des Corona-Virus die sich abzeichnende konjunkturelle Erholung abrupt, sodass eine Rezession im ersten Halbjahr 2020 in Deutschland nicht zu vermeiden sein wird.“

    Als derzeit wahrscheinlichste Entwicklung sehen die Ökonomen eine Normalisierung der wirtschaftlichen Lage über den Sommer, so dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) unter dem Strich in diesem Jahr um 2,8 Prozent schrumpft. Zum Vergleich: 2009 war die größte europäische Volkswirtschaft infolge der globalen Finanzkrise um 5,7 Prozent eingebrochen.

  • 3/30/20 9:20 AM
    Spanien gehört zu den Ländern, die am stärksten von der Pandemie betroffen sind. Wir haben Bilder vom beliebten Urlaubsland im Corona-"Winterschlaf" zusammengestellt.
  • 3/30/20 9:17 AM
    Die Banken in Deutschland erhöhen das Limit für kontaktlose Zahlungen an der Ladenkasse, die nicht mit PIN-Eingabe am Terminal bestätigt werden müssen. Statt bisher ab 25 Euro müssen Kunden bei Nutzung der EC-Karte künftig erst ab 50 Euro die Geheimzahl eintippen, wie die Deutsche Kreditwirtschaft mitteilt. Bis es soweit ist, kann es aber noch dauern. Der genaue Umsetzungsplan werde von allen Beteiligten erarbeitet, denn die Stabilität der Systeme habe weiterhin oberste Priorität. Auch künftig müssten Nutzer wegen gesetzlicher Vorgaben spätestens nach fünf Transaktionen oder nach einer Gesamtsumme von 150 Euro wieder die PIN eingeben.
  • 3/30/20 9:13 AM
    Die Stimmung in der Wirtschaft der Euro-Zone ist im März wegen der Coronavirus-Pandemie in einem Rekordtempo eingebrochen. Das Barometer für das Geschäftsklima sackte um 8,9 Punkte auf 94,5 Zähler ab, wie die EU-Kommission am Montag bekanntgab. Das ist der bislang stärkste gemessene monatliche Rückgang seit Beginn der Umfrage 1985. Die Mehrheit der Antworten in der Umfrage wurde in vielen Ländern noch vor dem Erlass scharfer Ausgangsbeschränkungen erhoben.

    Die Stimmung brach sowohl unter den Verbrauchern ein als auch in allen Sektoren der Wirtschaft. Zudem stürzte das Verbrauchervertrauen so stark ab wie noch nie, da die Konsumenten die wirtschaftliche Lage wegen der Pandemie deutlich schlechter beurteilten.

  • 3/30/20 9:02 AM
    Die deutsche Ernährungsindustrie schließt Preissteigerungen bei Lebensmitteln wegen der Corona-Krise nicht aus. "Es gibt derzeit viele Faktoren in der Lieferkette, die den Preis beeinflussen. Neben den fehlenden Erntehelfern gibt es auch in der Ernährungsindustrie und im Handel Personal-Engpässe", sagte Stefanie Sabet, Geschäftsführerin der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE), den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Es ist nicht absehbar, wo wir mit den Preisen landen werden."

    Die Unternehmen hätten Kostensteigerungen. "Sie werden versuchen, diese an das nächste Glied in der Kette, also den Handel, weiterzugeben", sagte Sabet. Der Handel wiederum setze die Lieferanten aufgrund der hohen Nachfrage massiv unter Druck. Zwar würden in der Regel Verträge für das gesamte Jahr geschlossen, sodass Preisstabilität gewährt sei. "Doch das Verhältnis ist nicht einfacher geworden."

    Sollten die strengen Restriktionen anhalten, insbesondere die geschlossenen Grenzen in einigen EU-Ländern oder auch das deutsche Einreiseverbot für Erntehelfer, sei es auch nicht auszuschließen, dass dann einzelne Produkte in bestimmten Regionen nicht mehr vorrätig sein werden, warnte Sabet.
  • 3/30/20 8:59 AM
    Die Wirtschaftsbetriebe der Kommunen arbeiten auch in Zeiten von Pandemie und Homeoffice. In Duisburg hat ein Mädchen den Mitarbeitern dafür mit einem Bild gedankt, wie die Wirtschaftsbetriebe Duisburg auf Facebook schreiben.
  • 3/30/20 8:53 AM
    Das CDU-Präsidium lehnt eine Debatte über eine Lockerung der Ausgehbeschränkungen zum jetzigen Zeitpunkt ab. Erst wenn die "Verdopplungszeit" der Infizierten zehn Tage erreicht habe, sei man auf dem richtigen Weg, sagt ein Teilnehmer der Sitzung des Gremiums. Es sei deshalb falsch, jetzt über die Beendigung der Maßnahmen zu diskutieren.
  • 3/30/20 8:08 AM
    Viele Beschäftigte aus den derzeit besonders wichtigen Berufsfeldern, darunter Pflegekräfte und Verkäufer, sind seit Jahren auf Sozialleistungen angewiesen, um ihre Gehalt aufzustocken.
  • 3/30/20 8:05 AM
    Deutsche Intensivmediziner fordern eine bundesweit zentrale Verteilung von Covid-19-Patienten auf die Kliniken des Landes. Sollte möglicherweise in zwei bis vier Wochen der Höhepunkt der Infektionszahlen erreicht sein, würden die Kliniken in einigen Regionen über ihre Belastungsgrenze kommen, sagte Uwe Janssens, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Die Bundesregierung muss so schnell wie möglich eine zentrale Stelle einrichten, die in einem solchen Fall die Patienten bundesweit auf weniger ausgelastete Kliniken verteilt."

    Dabei sollten nach Worten von Janssens das Robert-Koch-Institut, das Gesundheitsministerium, das Innenministerium und die Bundeswehr beteiligt werden. Damit eine solche länderübergreifende Verteilung funktioniere, müssten zudem Kliniken mit Intensivstationen staatlich verpflichtet werden, ihre Kapazitäten im bundesweiten Intensivregister der DIVI zu melden. Von den rund 1160 Kliniken hätten bislang erst etwa 700 Häuser freie und belegte Intensivbetten gemeldet.

  • 3/30/20 7:56 AM
    EZB-Vize Luis de Guindos hält gemeinsame Anleihen der EU-Länder nicht für die schärfste Waffe im Kampf gegen die wirtschaftlichen Pandemie-Folgen. "Es ist weder das einzige Verteidigungswerkzeug noch sicherlich das wirkmächtigste", sagte der Stellvertreter von EZB-Chefin Christine Lagarde am Montag dem spanischen Radiosender Cadena Cope. Unter den EU-Ländern sind sogenannte gemeinsame "Corona-Bonds" hochumstritten. Während eine Reihe von EU-Staaten, darunter Frankreich und Italien, sie fordern, sieht Bundeskanzlerin Angela Merkel stattdessen den Euro-Hilfsmechanismus ESM als das geeignete Werkzeug.
  • 3/30/20 7:47 AM
    Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat ein Notstands-Gesetz entworfen. Es soll Behörden besondere Eingriffsmöglichkeiten geben und Bürgern, Schülern und Studenten im Falle einer künftigen weiteren Epidemie unterstützen.

  • 3/30/20 7:43 AM
    Die Berliner Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) rechnet mit der Eröffnung der neu errichteten Corona-Klinik für bis zu tausend Patienten im April oder Mai. Die Vorbereitungen liefen "ganz gut", sagte Kalayci am Sonntagabend im Rundfunk Berlin-Brandenburg. Kalayci wies darauf hin, dass die Lage in der Hauptstadt derzeit "noch bewältigbar" sei.

    Das Behandlungszentrum für Corona-Patienten soll in einer Messehalle entstehen und im Fall eines Engpasses genutzt werden. Für den Betrieb werden nach Angaben von Projektkoordinator Albrecht Broemme bis zu 800 Mitarbeiter benötigt. In Berlin gab es mit Stand vom Montagmorgen 2462 bestätigte Infizierte und elf Tote.
  • 3/30/20 7:10 AM
    Virologe Jonas Schmidt-Chanasit sieht uns weiterhin am Anfang der Pandemie. Die Gegenmaßnahmen beeinflussen Wirtschaft und Gesellschaft.

  • 3/30/20 6:28 AM
    Vor der Corona-Krise hatte laut einer Forsa-Umfrage nur jede fünfte Kommune Notfallpläne in der Schublade. In kleinen Kommunen mit weniger als 5000 Einwohnern habe es nur bei zwölf Prozent solche Pläne gegeben, heißt es in der Umfrage im Auftrag der Zeitschrift "Kommunal" unter rund 2300 Bürgermeistern in Deutschland. Vor allem größere Städte hätten zudem die Erfahrung gemacht, dass die Pläne in der Praxis unbrauchbar gewesen seien. Demnach erklärten nur knapp ein Viertel der Bürgermeister mit Notfallplänen, dass diese weitgehend anwendbar gewesen seien.

    Als aktuell größte Herausforderung nannten die Bürgermeister, den Verwaltungsbetrieb aufrechtzuerhalten. 40 Prozent der Kommunen haben nach eigenen Angaben für den Publikumsverkehr gar nicht mehr geöffnet, 58 Prozent bieten einen eingeschränkten Service an. Von einer Überforderung berichteten in der Umfrage zwar nur zwei Prozent der Bürgermeister. Dennoch wünschen sich zwei Drittel klare Anweisungen und Vorlagen zur Umsetzung der Bestimmungen von Bund und Ländern. Etwa ein Drittel der Befragten gab an, dass sie von massiven Steuereinbußen ausgehen. Jeder Fünfte erwartet ein deutliches Ladensterben.
  • 3/30/20 5:45 AM
    Auch das Modelabel des früheren Tennisprofi Nicolas Kiefer stellt jetzt Schutzmasken her. Damit will "kiwifash" in der aktuellen Situation helfen.
  • 3/30/20 5:30 AM
    Der Internetdienst Twitter hat zwei Botschaften des brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro gelöscht, in denen der Staatschef den Sinn von Isolationsmaßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus in Zweifel gezogen hatte. Die Botschaften hätten gegen die bei Twitter geltenden Regen verstoßen, erklärte das US-Unternehmen am Sonntag. Es würden solche Botschaften gelöscht, die den Informationen der Gesundheitsbehörden zu der Pandemie widersprächen und das Risiko einer Weiterverbreitung des Virus erhöhen könnten.

    Bolsonaro hat wiederholt eine "Hysterie" über das Virus angeprangert und die von dem Erreger ausgelöste Lungenkrankheit Covid-19 als "kleine Grippe" bezeichnet. Bei den von Twitter gelöschten Botschaften handelt es sich um zwei Videos, die zeigen, wie Bolsonaro sich persönlich über Empfehlungen seines eigenen Gesundheitsministeriums für den Kampf gegen die Pandemie hinwegsetzt. Der Präsident ist dabei zu sehen, wie er am Sonntag durch die Hauptstadt Brasília läuft, sich mit Unterstützern trifft und sie drängt, die Wirtschaft am Laufen zu halten. Im Brasilien gab es laut den amtlichen Zahlen bis Sonntag rund 3900 Corona-Infektionsfälle und 114 Todesfälle.
  • 3/30/20 5:27 AM
    Die Integrationsbeauftragte Annette Widmann-Mauz (CDU) fordert eine Lockerung des Arbeitsverbots für Asylbewerber und Geduldete. So sollen Corona-bedingte Personalengpässe in einigen Branchen abgefedert werden. "Jetzt wird jede helfende Hand gebraucht. Deshalb ist es richtig, wenn wir jetzt Asylbewerbern und Geduldeten befristet ermöglichen, als Erntehelfer oder in der Lieferkette zu arbeiten", sagte Widmann-Mauz dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Die Beauftragte der Bundesregierung fügte hinzu, Arbeitsverbote passten nicht in die aktuelle Situation. Ohnehin sei es derzeit schwer, Rückführungen durchzuführen.
  • 3/30/20 5:11 AM
    Die Bundesregierung versucht angesichts der weiter steigenden Fall-Zahlen in Deutschland energisch, die Debatte über eine Lockerung der Abwehrmaßnahmen einzudämmen. Finanzminister Olaf Scholz (SPD) warf den Befeuerern der Diskussion Zynismus vor. "Es geschieht auch, um Leben zu rettten, und deshalb ist es aus meiner Sicht zynisch, wenn einige jetzt beginnen, darüber zu diskutieren, das gesundheitliche Fragen hintanstehen sollen und dass wirtschaftliche Fragen vorangehen", sagte er am Sonntagabend im ARD-"Bericht aus Berlin". Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) stimmt ihm auf Twitter zu.

    Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) wies darauf hin, dass einige Bundesländer ihre Maßnahmen bereits auf den 20. April, also das Ende der Osterferien, terminiert haben. Der Bund werde mit den Ministerpräsidenten am Mittwoch erneut beraten. Die Dauer der Kontaktbeschränkungen richtet sich nach seinen Worten nach der Tragfähigkeit des Gesundheitssystems. Der "essenziellste Maßstab" sei es, dass jeder stationär behandelt werden könne, für den dies nötig sei, erklärte er in der ZDF-Sendung "Berlin direkt". Dazu müsse die Verdopplung der Infektionszahlen von derzeit alle sechs Tage auf zehn oder mehr Tage verlangsamt werden.

  • 3/30/20 4:54 AM
    Intensivmediziner in Deutschland fordern die bundesweit zentrale Verteilung von Coronavirus-Patienten auf die Kliniken des Landes. Sollte in "zwei bis vier Wochen" der Höhepunkt der Infektionszahlen erreicht werden, seien die Belastungsgrenzen für Kliniken in einigen Regionen überschritten, warnte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), Uwe Janssens, in den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

    Die Bundesregierung müsse deshalb so schnell wie möglich eine zentrale Stelle einrichten, die Patienten bundesweit auf weniger ausgelastete Kliniken verteile. Dabei sollten das Robert-Koch-Institut (RKI), das Gesundheitsministerium, das Innenministerium und die Bundeswehr beteiligt werden, forderte Janssens.

    Damit eine solche länderübergreifende Verteilung funktioniere, müssten zudem Kliniken mit Intensivstationen staatlich verpflichtet werden, ihre Kapazitäten im bundesweiten Intensivregister der DIVI zu melden, sagte Janssens. Von den rund 1160 Kliniken haben nach seinen Angaben erst rund 700 ihre freien und belegten Intensivbetten gemeldet.

  • 3/30/20 4:49 AM
    Japan weitet sein Einreiseverbot auf Bürger aus den USA, China, Südkorea und dem größten Teil Europas aus, berichtet die Zeitung "Asahi". Die Regierung überlege, auch die Einreise aus einige Länder Südostasiens und Afrikas verbieten, schreibt die Zeitung unter Berufung auf mehrere Regierungsquellen.
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