EM

Belgiens Kevin de Bruyne (r.) im
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Wann und wo findet die Fußball-EM 2020 statt?

Die Fußball-Europameisterschaft 2020 ist die 16. Austragung des Turniers. Für das 60-jährige Bestehen hat sich die Uefa (Union of European Football Associations) als Ausrichter etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Vom 12. Juni 2020 bis zum 12. Juli 2020 wird das Turnier erstmals an insgesamt zwölf Spielorten verschiedener Länder stattfinden. Folgende Städte dürfen sich ganz besonders auf die EURO 2020 freuen, denn hier wird sie ausgetragen:

  • London, England (Wembley-Stadion)
  • Baku, Aserbaidschan (Nationalstadion)
  • München, Deutschland (Allianz Arena)
  • Rom, Italien (Olympiastadion)
  • Sankt Petersburg, Russland (Krestowski-Stadion)
  • Glasgow, Schottland (Hampden Park)
  • Budapest, Ungarn (Neues Nationalstadion)
  • Kopenhagen, Dänemark (Parken)
  • Bilbao, Spanien (San Mamés)
  • Amsterdam, Niederlande (Johan-Cruyff-Arena)
  • Dublin, Irland (Aviva Stadium)
  • Bukarest, Rumänien (Arena Natională)
  • Hier lesen Sie, in welchen Stadien welche Spiele der EM 2020 ausgetragen werden.

    Ursprünglich sollte Brüssel ebenfalls als Spielort dienen. Weil sich der Bau des geplanten Eurostadions aber immer weiter verzögerte, entschied die Uefa im Dezember 2017, die belgische Hauptstadt aus dem Programm zu streichen. Davon profitierte London, das bereits Ausrichter der drei hochkarätigsten Begegnungen der EM 2020, nämlich den beiden Halbfinals und dem Finale, sein wird: Die Verantwortlichen änderten den Spielplan so, dass nun auch die für Brüssel vorgesehenen drei Gruppenspiele der Gruppe D sowie das Achtelfinale zwischen dem Sieger der Gruppe A und dem Zweiten der Gruppe C im Wembley-Stadion stattfinden werden.

    Wie viele Mannschaften nehmen bei einer Fußball-EM teil? Zur Einführung im Jahre 1960 nahmen gerade einmal vier Mannschaften an der Fußball-Europameisterschaft teil, die über Halbfinale und Finale den Sieger ermittelten. 1980 erhöhte die Uefa die Teilnehmer an der EM-Endrunde auf acht Teams, die in zwei Gruppen aufgeteilt waren. In diesem Jahr spielten die beiden Gruppensieger den Europameister aus, ab 1984 wurden Halbfinals zwischengeschaltet.

    Von 1996 bis 2012 nahmen 16 Mannschaften teil, die sich zuvor in der EM-Qualifikation durchgesetzt hatten. Sie wurden in vier Gruppen mit jeweils vier Nationen gelost, wobei sich der Gruppensieger und -zweite für das Viertelfinale qualifizierten. Seit der Endrunde 2016 gibt es 24 Teilnehmer. Jeweils die beiden Sieger der insgesamt sechs Gruppen qualifizieren sich ebenso für das Achtelfinale wie die vier besten Gruppendritten.

    Wie läuft die EM-Qualifikation ab?

    Die Mannschaften der austragenden Länder sind nicht automatisch für die EM 2020 qualifiziert. Folglich nehmen alle Teams an der Qualifikation teil. Als Grundlage der Lostöpfe für die Auslosung der Quali-Gruppen dienten die Ergebnisse der Gruppenphase der 2018 neu eingeführten Uefa Nations League. So ergab die Auslosung folgende Gruppen:

  • Gruppe A: Bulgarien, England, Kosovo, Montenegro, Tschechien
  • Gruppe B: Litauen, Luxemburg, Portugal, Serbien, Ukraine
  • Gruppe C: Deutschland, Estland, Niederlande, Nordirland, Weißrussland
  • Gruppe D: Dänemark, Georgien, Gibraltar, Irland, Schweiz
  • Gruppe E: Aserbaidschan, Kroatien, Slowakei, Ungarn, Wales
  • Gruppe F: Faröer, Malta, Norwegen, Rumänien, Schweden, Spanien
  • Gruppe G: Israel, Lettland, Nordmazedonien, Österreich, Polen, Slowenien
  • Gruppe H: Albanien, Andorra, Frankreich, Island, Republik Moldau, Türkei
  • Gruppe I: Belgien, Kasachstan, Russland, San Marino, Schottland, Zypern
  • Gruppe J: Armenien, Bosnien und Herzegowina, Finnland, Griechenland, Italien, Liechtenstein
  • In Gruppe C der EM-Qualifikation trifft die deutsche Nationalmannschaft auf Estland, die Niederlande, Nordirland und Weißrussland. Auf dem Weg zur EM 2020 muss die DFB-Elf von Jogi Löw folgenden Spielplan absolvieren:

  • 24. März 2019: Niederlande – Deutschland (Johan-Cruyff-Arena, Amsterdam)
  • 8. Juni 2019: Weißrussland – Deutschland (Borisov Arena, Borrisow)
  • 11. Juni 2019: Deutschland – Estland (Opel Arena, Mainz)
  • 6. September 2019: Deutschland – Niederlande (Volksparkstadion, Hamburg)
  • 9. September 2019: Nordirland – Deutschland (Belfast)
  • 13. Oktober 2019: Estland – Deutschland (Tallinn)
  • 16. November 2019: Deutschland – Weißrussland (Borussia-Park, Mönchengladbach)
  • 19. November 2019: Deutschland – Nordirland (Commerzbank-Arena, Frankfurt am Main)
  • Die Sieger und Zweitplatzierten der zehn Gruppen qualifizieren sich direkt für die EM. Um die vier restlichen Tickets spielen jeweils die vier Gruppensieger einer jeden Divison (A-D) der Nations League, also insgesamt 16 Mannschaften, in den Play-offs im März 2020. Bedeutet, dass die Gruppensieger der vier A-Divisionen untereinander um ein EM-Ticket spielen, ebenso wie die vier Erstplatzierten der Divisionen B, C und D. In zwei Halbfinals und einem Finale wird dann um die EM-Teilnahme gespielt.

    Sollten die Ergebnisse der Nations League so aussehen, dass Gruppensieger ihre EM-Tickets bereits über die Qualifikation gelöst haben, gibt es Ersetzungstabellen, die regeln, wie der Spielplan der Play-offs dann auszusehen hat. Letztlich nehmen 24 Mannschaften an der paneuropäischen EM 2020 teil.

    Da die DFB-Elf in Gruppe A1 der Nations League nur den dritten Platz erreichte, tritt sie in der kommenden Saison nur noch in Divison B an. Zudem bleibt ihr nur noch der Weg über die gewöhnliche EM-Qualifikation.

    Weitere Infos zur EM-Quali 2020 finden Sie hier.

    Wie ist der Modus der Fußball-EM 2020?

    Die Auslosung der Endrunde der EM 2020 findet Anfang Dezember 2019 statt. Weil die Play-off-Spiele der Nations League erst danach absolviert werden, stehen zu diesem Zeitpunkt erst 20 EM-Teilnehmer fest. Im April könnte es nach den endgültigen Ergebnissen der Qualifikation daher eine weitere Auslosung geben. Aus den Ziehungen bilden sich dann die EM-Gruppen und der Spielplan der EM 2020.

    Bereits vor der Auslosung legte die Uefa fest, dass in der Gruppenphase pro Gruppe maximal zwei ausrichtende Teams aufeinandertreffen dürfen. Für das DFB-Team bedeutet dies, dass Ungarn im Falle einer erfolgreichen EM-Qualifikation beider Mannschaften der erste feststehende Gegner wäre, da drei Spiele der Gruppe F in Budapest stattfinden.

    Neben den sechs Gruppenersten und -zweiten qualifizieren sich die vier besten Gruppendritten für die Finalrunde. Auch bei der EM 2020 wird diese im K.o.-Modus absolviert – verliert eine Mannschaft ein Spiel ab dem Achtelfinale, scheidet sie also sofort aus.

    Auf welches Team die Gruppendritten treffen, hängt davon ab, aus welcher Gruppe die vier Teams stammen. Insgesamt gibt es 15 Möglichkeiten, die in einer Tabelle in den offiziellen Regularien die Zuordnung regelt. Der Spielplan ist also noch flexibel.

    Erste fixe Details zum Endrunden-Spielplan legte das Uefa-Exekutivkomitee dagegen am 24. Mai 2019 fest. So stehen bereits alle Termine und Orte der entsprechenden Spiele fest. Das Eröffnungsspiel in Rom (12. Juni 2020, 21 Uhr), die Viertel- und Halbfinals sowie das EM-Finale in London (12. Juli 2020, 20 Uhr) wurden inklusive Uhrzeit terminiert.

    Wer hat sich die Rechte zur TV-Übertragung der EM 2020 gesichert?

    Der Fernsehsender RTL überträgt alle EM-Qualifikationsspiele des deutschen Teams live im TV und online im Live-Stream. Unter dem Namen "European Qualifiers" werden zudem die Highlights der anderen Spiele der Qualifikation zur EM 2020 – zum Beispiel die Auftritte des deutschen Gruppengegners Niederlande oder des amtierenden Weltmeisters Frankreich – gezeigt.

    Den gesamten Spielplan der EM 2020 werden dann ARD und ZDF übertragen. Darüber einigten sich SportA, die Sportrechteagentur der öffentlich-rechtlichen Sender, und die UEFA. Der Vertrag umfasst auch das Internet und Social-Media-Plattformen. Darüber hinaus besteht für die ARD auch die Möglichkeit, die Spiele der Europameisterschaft 2020 im Radio zu übertragen.

    Wann findet die Fußball-EM in Deutschland statt?

    Sofern sich das Team von Joachim Löw für die EM 2020 qualifiziert, dürfen sich die Fans der deutschen Nationalmannschaft auf zwei Heimspiele in München freuen. Die drei Vorrundenspiele der Gruppe F in der bayrischen Landeshauptstadt finden am 16., 20. und 24. Juni 2020 statt. Nur wenn das DFB-Team Dritter in der Gruppe F wird, hat es eine Chance, auch das Viertelfinale am 3. Juli 2020 in der Allianz Arena zu bestreiten.

    Wem die insgesamt vier EM-Spiele nicht genug sind, der kommt vier Jahre später voll auf seine Kosten. Dann ist Deutschland alleiniger Ausrichter der Fußball-EM 2024. Aus den 14 Bewerbungen wählte der DFB im September 2017 unter anderem Berlin (Olympiastadion), Dortmund (Signal Iduna Park), Düsseldorf (Merkur Spiel-Arena), Gelsenkirchen (Veltins-Arena), Köln (Rheinenergiestadion) und München (Allianz-Arena) als Spielorte für das Turnier aus. Keinen Zuschlag für die EM 2024 erhielten Bremen (Weserstadion), Hannover (HDI-Arena), Mönchengladbach (Borussia-Park) und Nürnberg (Max-Morlock-Stadion). Die Qualifikation für die EM 2024 beginnt erst nach der WM 2022 in Katar.

    Alle Spielorte der EM 2024 in Deutschland sowie Infos zu den einzelnen Stadien finden Sie hier.

    Wer hat die Fußball-EM 2016 gewonnen?

    Die EM im Jahr 2016 fand in Frankreich statt. Im Finale setzte sich Portugal gegen Gastgeber Frankreich mit 1:0 nach Verlängerung durch und wurde erstmals Europameister. Der Triumph der Portugiesen war extrem umstritten, denn wäre alles so geblieben wie noch 2012, hätte die Mannschaft um Superstar Cristiano Ronaldo bereits nach der Vorrunde die Segel streichen müssen.

    Erst die Reform, die auch für die EM 2020 gilt, ermöglichte es der "Selecao", nach drei Remis gegen die Außenseiter Österreich, Island und Ungarn als Gruppendritter ins Achtelfinale einziehen. Im gesamten Turnierverlauf verließ der spätere Titelträger nur ein einziges Mal nach den regulären 90 Minuten als Sieger den Platz: im Achtelfinale gegen Wales. Zweimal brachte die Verlängerung die Entscheidung, einmal gar das Elfmeterschießen.

    Die DFB-Auswahl setzte sich nach zwei Siegen und einem Unentschieden als Erster der Gruppe C durch und besiegte die Slowakei im Achtelfinale souverän mit 3:0. Deutlich knapper wurde es im Viertelfinale gegen Italien, das Deutschland erst im Elfmeterschießen (Ergebnis: 6:5) für sich entschied. Im Halbfinale war dann nach einer 0:2-Niederlage gegen Frankreich Schluss.

    Fußball-EM – die bisherigen Gewinner der Europameisterschaft

    Mit drei EM-Titeln ist die deutsche Fußball-Nationalmannschaft gemeinsam mit Spanien EM-Rekordsieger. Das einzige Land, das in seiner Geschichte ebenfalls mehr als einen EM-Sieg verbuchen konnte, ist Frankreich mit zwei Titeln. Jeweils einmal durften Russland (als Sowjetunion), Italien, Portugal, Tschechien (als Tschechoslowakei), die Niederlande, Dänemark und Griechenland die Coupe Henri-Delaunay in die Höhe recken.

    In dieser Liste finden Sie alle bisherigen Endspiele und Gewinner der EM chronologisch aufgelistet.