Angela Merkel: Aktuelle News und Infos zur ehemaligen Bundeskanzlerin von Deutschland

Angela Merkel: Aktuelle News und Infos zur ehemaligen Bundeskanzlerin von Deutschland

Foto: Koch

Angela Merkel

Kein Glückwunsch von Putin zu Merkels 70.
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Angela Merkel – eine ungewöhnliche politische Karriere
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Bundespräsident Steinmeier würdigt Angela Merkel
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Es gibt Menschen, die kennen die Bundesrepublik Deutschland nur unter der Kanzlerschaft von Angela Merkel. 2005 wurde sie gewählt und hat die Politik in Deutschland maßgeblich geprägt. Ihre vielleicht schwierigste Herausforderung ist die Bewältigung der durch das Coronavirus verursachten Pandemie.

Wer ist Angela Merkel?

Angela Merkel ist seit dem 22. November 2005 Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland. Merkel ist die erste Frau, die das Amt des Bundeskanzlers bekleidet. Sie gehört der Christlich Demokratischen Union Deutschlands (CDU) an. Von April 2000 bis Dezember 2018 war Merkel die Bundesvorsitzende der Partei. Davor war sie zwei Jahre lang Generalsekretärin der CDU. 2007 war Merkel zudem die Vorsitzende des Europäischen Rates. Bereits von 1991 bis 1998 war sie als Bundesministerin Teil zweier Legislaturperioden der Bundesregierung unter Bundeskanzler Helmut Kohl. Das Amt der Bundeskanzlerin bekleidet Angela Merkel noch bis zur Bundestagswahl 2021. Danach, so ist es geplant, steht sie für das Amt nicht mehr zur Verfügung. Merkel wird dann vier Legislaturperioden lang Chefin der Bundesregierung gewesen sein. Bei vielen Bürgern in Deutschland ist die Kanzlerin wegen ihrer Politik beliebt. Vor allem in der Coronavirus-Pandemie konnte sie bei vielen noch einmal punkten.

Wann wurde Angela Merkel geboren?

Angela Merkel wurde am 17. Juli 1954 in Hamburg geboren. Ihr zweiter Vorname lautet Dorothea. Ihre Mutter hieß Herlind Kasner und war Lehrerin für Latein und Englisch. Ihr Vater Horst Kasner war evangelischer Theologe. Einige Wochen nach der Geburt von Angela Dorothea Kasner zog die Familie von Hamburg in die DDR um. Horst Kasner trat eine Pfarrstelle in Quitzow, einem heutigen Stadtteil von Perleberg, an. 1957 wechselte der Vater nach Templin in der Uckermark. Dort wuchs die heutige Bundeskanzlerin auf. Ihre Mutter war in der DDR wegen des Berufs des Vaters als Lehrerin unerwünscht. Christliche Werte und Weltoffenheit prägten die Kindheit in Brandenburg. Seit Juni 2018 ist Angela Merkel Ehrenbürgerin vom Templin.

Merkel hat zwei Geschwister. 1957 wurde ihr Bruder Marcus geboren, 1964 ihre Schwester Irene. Familiäre Wurzeln hat Angela Merkel in Polen. Ihr Großvater Ludwig Kasner lebte in Posen, siedelte später aber nach Berlin über.

Was hat Angela Merkel studiert?

Bis zur achten Klasse besuchte Merkel die Goethe-Schule in Templin. Danach wechselte sie auf die Erweiterte Oberschule. Der Schulwechsel war die Folge des Schulsystems in der DDR. Dort besuchte man zunächst die Polytechnische Oberschule, die allgemeine Schulform der DDR. Von dort konnte man auf die Erweiterte Oberschule wechseln. 1973 machte Merkel an ebendieser ihr Abitur mit der Abschlussnote 1,0. Während ihrer Schulzeit war sie vor allem in den Fächern Russisch und Mathematik gut.

Noch im gleichen Jahr begann Merkel ihr Studium der Physik an der Karl-Marx-Universität in Leipzig. Für dieses Studium entschied sie sich ganz bewusst, auch deshalb, weil sich die Staatsführung der DDR wenig in die Gesetze der Naturwissenschaften einmischen konnte. 1977 heiratete sie den Studenten Ulrich Merkel. Die Ehe wurde nach fünf Jahren geschieden. Nach ihrem Studium arbeitete Angela Merkel am Zentralinstitut für Physikalische Chemie der Akademie der Wissenschaften in Berlin und machte 1986 dort ihren Doktor in Physik. Wie schon ihre Diplomarbeit, wurde auch ihre Dissertation mit der Bestnote bewertet. Während ihrer Zeit am Zentralinstitut für Physikalische Chemie der Akademie der Wissenschaften engagierte sie sich zudem in der Freien Deutschen Jugend (FDJ). In ihrer Zeit am Zentralinstitut lernte Merkel auch ihren heutigen Ehemann Joachim Sauer kennen.

Welcher Partei gehört Angela Merkel an?

Angela Merkel gehört der CDU an. Seit 1990 ist sie Abgeordnete ihrer Partei. In zwei Bundesregierungs-Legislaturperioden unter Bundeskanzler Helmut Kohl war sie Bundesministerin für die CDU. Nachdem sie CDU-Generalsekretärin war, wurde sie im Jahr 2000 Bundesvorsitzende ihrer Partei. 2002 übernahm sie von Friedrich Merz das Amt der Fraktionsvorsitzenden der CDU im Bundestag und war damit Oppositionsführerin. 2005 wurde sie für die CDU als erste Frau Bundeskanzlerin. Merkel hat ihre Partei maßgeblich geprägt und geformt. Die CDU und Angela Merkel sind für viele Bürger untrennbar miteinander verbunden.

Wie fing Angela Merkels politische Karriere an?

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat stets einen aufstrebenden Weg in der Politik verfolgt. Der Erfolg der Kanzlerin kommt nicht von ungefähr. In der Wendezeit beabsichtigte sie ursprünglich, in die SPD einzutreten. Doch dort hätte sie einem Ortsverband angehören müssen. Das gefiel ihr aber nicht. So entschloss sich Merkel 1989, in den Demokratischen Aufbruch, einer im Dezember 1989 in der DDR entstandenen Partei, einzutreten. Schon zwei Monate nach Parteigründung trat der Demokratische Aufbruch (DA) dem Wahlbündnis Allianz für Deutschland bei, um bei den Volkskammerwahlen im März 1990 antreten zu können. Dem Bündnis gehörten außerdem die Ost-CDU und die Deutsche Soziale Union (DSU) an. Kurz vor der Wahl wurde der Parteivorsitzende des DA, Wolfgang Schnur, als inoffizieller Mitarbeiter der Stasi enttarnt.

Merkel wurde in der Partei zuerst Systemadministratorin und dann Sachbearbeiterin. So gehörte sie zum Arbeitsumfeld von Parteichef Schnur. Zu jener Zeit äußerte Merkel einmal, dass sie mit der CDU nichts zu tun haben wolle. Sie wurde Pressesprecherin der Partei und gelangte schließlich in den Parteivorstand. Bei der Volkskammerwahl erreichte der DA nur 0,9 Prozent. Weil die Ost-CDU jedoch unerwartet 41 Prozent der Stimmen gewann, war das Wahlbündnis, dem auch der DA angehörte, Wahlsieger. Es entstand schließlich eine Koalition aus der Allianz, den Sozialdemokraten und den Liberalen. Ministerpräsident der DDR wurde Lothar de Maizière. Mittelpunkt der Regierung war die Wiedervereinigung. Merkel war damals bei vielen wichtigen Gesprächen mit dabei. Wichtigster Mann auf Seiten der DDR war der parlamentarische Staatssekretär Günther Krause, der zum Förderer der späteren Bundeskanzlerin wurde. Merkel wurde schließlich stellvertretende Regierungssprecherin der ersten frei gewählten Regierung der DDR. Bei Auslandsreisen des Ministerpräsidenten war die damalige stellvertretende Regierungssprecherin Merkel mit dabei. Anwesend war sie auch bei der Unterzeichnung des Zwei-plus-Vier-Vertrags, der den Weg für die Wiedervereinigung frei machte.

Die Ereignisse rund um die Wende bestimmten auch den Werdegang des DA. So fusionierte der DA zunächst mit der Ost-CDU und dann mit der westdeutschen CDU. Anfang Oktober 1990 kam in Hamburg ein Vereinigungsparteitag der CDU zusammen. Merkel reiste als Delegierte des DA dorthin und stellte sich als Mitarbeiterin von Lothar de Maizière vor. Im Rahmen dieses Parteitages traf Merkel zum ersten Mal den damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl. Durch die Fusion wurde ihre Mitgliedschaft im DA automatisch in eine Mitgliedschaft in der CDU umgewandelt.

Weil im Zuge der Wiedervereinigung ihr bisheriger Arbeitsplatz am Institut abgewickelt wurde, erhielt Merkel die Planstelle als Ministerialrätin im Bundespresse- und Informationsamt. Bei den ersten gesamtdeutschen Bundestagswahlen 1990 bewarb sie sich um einen Sitz im Deutschen Bundestag für den Wahlkreis Rügen, Stralsund, Grimmen. Bis heute ist der Nordosten Deutschlands die politische Heimat der Bundeskanzlerin und den Menschen dort fühlt sie sich besonders verbunden. 48,5 Prozent der Erststimmen reichten, um in den Bundestag einzuziehen. Kurz vor der Wahl hatte Bundeskanzler Kohl sie ins Bundeskanzleramt eingeladen. Für manche überraschend nominierte Bundeskanzler Kohl sie für einen Ministerposten. Am 18. Januar 1991 wurde sie Bundesministerin für Frauen und Jugend und gehörte damit der ersten gesamtdeutschen Bundesregierung an. Im Dezember des gleichen Jahres wurde sie stellvertretende Bundesvorsitzende ihrer Partei. Zwei Jahre später wurde sie CDU-Vorsitzende des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Im Volksmund machte sich schnell der Begriff "Kohls Mädchen" breit. Ihren politischen Aufstieg verdankte sie nämlich vor allem der Gunst des Bundeskanzlers.

Bei der nächsten Bundestagswahl im Oktober 1994 gelang es ihr erneut, ihren Wahlkreis zu gewinnen und in den Bundestag einzuziehen. Auch dieses Mal wurde sie Teil der Bundesregierung, indem sie Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit wurde.

Bei der Bundestagswahl 1998 wurde die Bundesregierung abgewählt. Für Merkel bedeutete dies den Verlust des Ministerpostens. Innerhalb ihrer Partei kam es zu Unstimmigkeiten, die darin gipfelten, dass Wolfgang Schäuble neuer Parteivorsitzender wurde. Er schlug die heutige Bundeskanzlerin für die Wahl zur Generalsekretärin vor. Ein Jahr später wurde die Spendenaffäre um den ehemaligen Bundeskanzler Kohl bekannt. Für viele überraschend, stellte sich Merkel in einem Gastbeitrag in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung gegen Alt-Bundeskanzler Kohl, kritisierte seine Haltung und forderte ihre Partei auf, sich von ihm zu distanzieren.

Was waren die Höhepunkte in Angela Merkels politischer Karriere?

Mit dem neuen Jahrtausend nahm auch die Karriere der im Juli 1954 geborenen Bundeskanzlerin richtig Fahrt auf. Im Februar 2000 erklärte Wolfgang Schäuble seinen Rücktritt als Parteivorsitzender. Zahlreiche lokale Versammlungen der Christdemokraten sprachen sich damals für eine Kandidatur von Angela Merkel aus. Auch Christian Wulff, der spätere Bundespräsident, unterstützte sie. Am 10. April 2000 kam es in Essen schließlich zum Bundesparteitag. Dort holte sie so gut wie alle Stimmen und wurde zur neuen CDU-Vorsitzenden gewählt.

Für die Bundestagswahl 2002 war sie bereit, als Kanzlerkandidat gegen den damals amtierenden Bundeskanzler Gerhard Schröder anzutreten. Zugunsten von Edmund Stoiber von der CSU verzichtete sie jedoch auf die Kandidatur. Stoiber verlor schließlich die Wahl gegen Bundeskanzler Gerhard Schröder. Für Merkel persönlich war Stoibers Niederlage in gewisser Weise ein Erfolg, denn sie wurde Vorsitzende der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag. Damit folgte sie auf Friedrich Merz. Das Verhältnis der beiden galt schon vorher nicht als das beste. Im Amt der Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion war sie somit nun Oppositionsführerin gegen die Bundesregierung von Bundeskanzler Schröder. Ihre Partei gewann in der Folge zwei Landtagswahlen und wurde damit im Bundesrat stärker.

Als 2004 Horst Köhler zum neuen Bundespräsidenten gewählt wurde, wertete man dies als weiteren Ausbau ihrer Macht. Köhler war ihr Kandidat gewesen, während Parteifreunde wie Friedrich Merz und Roland Koch lieber Wolfgang Schäuble gehabt hätten. Beachtung fanden auch Merkels Äußerungen über die deutsche Leitkultur und über die gescheiterte Integration von Muslimen in die deutsche Gesellschaft.

Nach der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen, die für die SPD in einem Desaster endete, kündigte Bundeskanzler Schröder an, vorgezogene Neuwahlen für den Bundestag anzustreben. CDU und CSU bestimmten Merkel zur gemeinsamen Kandidatin für die Bundestagswahl 2005. Die Christdemokraten wurden zwar stärkste Kraft, doch nur ganz knapp vor der SPD. Am Abend der Wahl kam es in einer Fernsehsendung zur legendären Elefantenrunde, in der Schröder den Wahlsieg für sich beanspruchte. Nachdem sich die Unionsparteien jedoch für sie als gemeinsame Fraktionsvorsitzende aussprachen, war klar, dass sie in einer Koalition Kanzlerin werden würde. Nach einer längeren Phase von Verhandlungen kam es schließlich zur großen Koalition der Unionsparteien mit der SPD. Bei dieser Wahl erhielt sie 51 Stimmen weniger als die Koalition besaß, gewann aber dennoch. Damit wurde sie nach sieben männlichen Amtsvorgängern als erste Frau Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland. Damals war die Kanzlerin 51 Jahre alt und damit die jüngste Person in diesem Amt. Außerdem war sie die Erste aus der ehemaligen DDR. Ein Vertrauter wurde im Amt des Leiters des Bundeskanzleramtes Thomas de Maizière. Er ist der Cousin von Lothar de Maizière.

Der Beginn der Regierungszeit war eher unspektakulär. Erst 2006 gab die Kanzlerin eine Liste an Themen bekannt, die angegangen werden sollten. Dazu gehörten unter anderem der Bürokratieabbau, der Arbeitsmarkt und die Familienpolitik. Aber auch die Gesundheitsreform wurde Thema im Land. In der ersten Jahreshälfte 2007 hatte Deutschland unter der Führung der Bundeskanzlerin und des Außenminister Frank-Walter Steinmeier den Vorsitz des europäischen Rates inne. Als wesentliche Bestandteile der europäischen Politik nannte die Kanzlerin damals den Umwelt- und Klimaschutz, den europäischen Verfassungsvertrag und Politik im Bezug auf transatlantische Partner und Partnerschaften im Schwarzmeerraum.

2008 kam es zur Finanzkrise. Die Regierung gab damals eine Garantie für Spareinlagen ab. Die Bundeskanzlerin trug in der Folge zwei Konjunkturpakete mit und setzte zusammen mit der SPD eine Umweltprämie durch. Bei den Bürgern im Land wurde diese als Abwrackprämie bekannt. Nach der Wahl von Barack Obama zum Präsidenten der USA stärkte die Bundeskanzlerin das deutsch-amerikanische Verhältnis. Thema gemeinsamer Politik wurde unter anderem die Erderwärmung.

Bei der Bundestagswahl 2009 erreichten die Unionsparteien zusammen mit der FDP die nötige Zahl an Stimmen, um endlich die schon für 2005 geplante schwarz-gelbe Wunschkoalition durchzusetzen. In der Folge wurde Merkel als Bundeskanzlerin bestätigt. Als Mittelpunkt der politischen Anstrengungen kündigte die Kanzlerin die Überwindung der Wirtschaftskrise an. Es wurden unter anderem das Wachstumsbeschleunigungsgesetz und die Hotelsteuer installiert. Europäisch war die Finanzkrise noch nicht überwunden. Verschiedene Maßnahmen wurden von Bundeskanzlerin Merkel mitgetragen. Innenpolitisch bedeutend war 2011 die Abschaffung der allgemeinen Wehrpflicht.

Ein Wendepunkt in der Politik von Bundeskanzlerin Angela Merkel war das Reaktorunglück in Fukushima 2011. Bis dahin hatte sie sich dafür eingesetzt, die Laufzeit von Atomkraftwerken zu verlängern. Nun vollzog die Kanzlerin eine Kehrtwende, die im Land positiv aufgenommen wurde. Als Reaktion auf Fukushima wurden acht Kraftwerke abgeschaltet und ein schrittweiser Atomaussteig bis 2022 beschlossen.

In ihrer zweiten Amtszeit entließ Bundeskanzlerin Merkel mit Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg und Umweltminister Norbert Röttgen zwei Minister ihrer Regierung. Zu Guttenberg war in eine Plagiatsaffäre verwickelt, Röttgen hatte die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen verloren. Zwar gab es für diese Entscheidungen auch Kritik, doch letztlich stärkte es ihre Macht.

Bei der Bundestagswahl 2013 scheiterte der Koalitionspartner FDP an der Fünfprozenthürde und zog nicht in den Bundestag ein. Die schwarz-gelbe Koalition war damit beendet. Es kam schließlich zu einer Großen Koalition mit der SPD. In ihrem eigenen Wahlkreis hatte die Kanzlerin 56,2 Prozent der Erststimmen gewonnen. Das war bislang das beste Ergebnis, das sie erzielte. Seit 2014 ist sie in ganz Europa die Regierungschefin, die am längsten im Amt ist. Nicht zuletzt deshalb fragten sich einige Bürger und Medien, ob sie bei der Wahl 2017 erneut kandidieren werde. Im November 2016 erklärte sie, sich erneut zur Wahl stellen zu wollen. In der Folge wurde sie im Dezember 2016 erneut zur Vorsitzenden ihrer Partei gewählt. Zum Mittelpunkt ihrer dritten Amtszeit wurde die Flüchtlingskrise, die 2015 Europa erreichte. In Teilen der Bevölkerung heftig diskutiert, schaffte es die Bundesregierung, diese Krise zu bewältigen. Kanzlerin Merkel machte den Bürgern mit ihrem beinahe schon legendären Satz "Wir schaffen das" Mut.

2017 gelang es den Unionsparteien zwar erneut. stärkste Kraft zu werden, doch es war das schlechteste Ergebnis seit 1949. Auch die Kanzlerin verlor in ihrem Wahlkreis über zwölf Prozent der Erststimmen. Der politischen Karriere hat das nicht geschadet. Die Koalitionsverhandlungen gestalteten sich schwierig. Die SPD wollte keine Große Koalition, die Verhandlungen mit FDP und Grünen zu einem Dreierbündnis scheiterten. Letztlich kam es doch zu einer erneuten Großen Koalition. Etwas überraschend kam im Oktober 2018 ihre Ankündigung, nicht noch einmal für das Amt der Bundeskanzlerin antreten zu wollen. In der Folge legte sie auch ihr Amt als Parteivorsitzende nieder. Nachfolgerin wurde Annegret Kramp-Karrenbauer.

Seit Beginn des Jahres 2020 ist die Corona-Pandemie das bestimmende Thema der Kanzlerschaft. Bundeskanzlerin Merkel drängt dabei immer wieder auf bundesweit einheitliche Maßnahmen zur Eindämmung und Bekämpfung des Virus'. Dabei stützt sie sich auf Erkenntnisse und Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts. Große Teile der Bevölkerung tragen die Corona-Maßnahmen mit und halten sie für richtig. Tatsächlich gelang es im Sommer 2020, die Corona-Fälle in den Griff zu bekommen, ehe es im Herbst des Jahres zu einem erneuten exponentiellen Anstieg kam. Auch am Ende des Jahres 2020 versucht die deutsche Politik unter Führung von Kanzlerin Merkel, die Corona-Infektionen in den Griff zu bekommen. Während der gesamten Covid-19-Pandemie ist Bundeskanzlerin Angela Merkel deutlich anzumerken, dass sie sich wegen der Pandemie Sorgen macht und die Bekämpfung der Corona-Pandemie gerne stärker vorantreiben möchte, als es die Ministerpräsidenten zulassen. In der Bevölkerung brachte ihr ihre Haltung in der Pandemie viele Sympathiepunkte im Land.

Ist Angela Merkel verheiratet?

Seit dem 30. Dezember 1998 ist Bundeskanzlerin Merkel mit Quantenchemiker Joachim Sauer verheiratet. Kennengelernt hat sie ihn schon 1984 an der Akademie der Wissenschaften in der DDR. Obwohl die Kanzlerin sehr in der Öffentlichkeit steht, sind gemeinsame Auftritte doch eher die Ausnahme. Regelmäßig sieht man das Paar jedoch gemeinsam bei Aufführungen der Opern-Festspiele in Bayreuth und in Salzburg. Beide gelten als Opernliebhaber und Fans von klassischer Musik. Hin und wieder begleitet Sauer seine Ehefrau auf Auslandsreisen. Innerhalb Deutschlands trat er 2006 zum ersten Mal in Erscheinung, als der damalige US-Präsident George W. Bush nach Deutschland kam. Bei Gipfeltreffen mehrerer Regierungschefs ist es normalerweise üblich, dass es Damenprogramme für die Ehefrauen der Regierenden gibt. Sauer initiierte 2007 zum ersten Mal ein "Partnerprogramm". Das Privatleben hält das Ehepaar so gut es geht aus der Öffentlichkeit fern. Bekannt ist aber, dass sie gemeinsam gerne ihre Urlaube verbringen. Zu Ostern geht es oft nach Ischia am Golf von Neapel, im Sommer zum Wandern in Sulden in Südtirol und im Winter zum Langlaufen ins schweizerische Engadin.

Es ist Merkels zweite Ehe. Zuvor war sie von 1977 bis 1982 mit Ulrich Merkel verheiratet.

Hat Angela Merkel Kinder?

Die Ehe mit Ulrich Merkel blieb kinderlos. Auch mit ihrem jetzigen Ehemann Joachim Sauer hat sie keine gemeinsamen Kinder. Sauer brachte allerdings zwei Söhne, Adrian und Daniel Sauer, aus erster Ehe mit in die Partnerschaft. Von Adrian Sauer ist bekannt, dass er sich als Künstler engagiert. Auch Sauers Söhne werden aus der Öffentlichkeit herausgehalten und treten so gut wie nie zusammen mit ihrem Vater und der Bundeskanzlerin auf.

Wie viel verdient Angela Merkel und wie reich ist die Bundeskanzlerin?

Das Gehalt der Kanzlerin ist im Bundesministergesetz klar geregelt. Laut diesem Gesetz verdient Bundeskanzlerin Angela Merkel monatlich 24.582,48 Euro. Hinzu kommt noch eine halbe Diät, also ein halbes Monatsgehalt eines Abgeordneten. Seit dem 1. Juli 2019 beträgt dieses über 10.000 Euro. In Merkels Fall beträgt es damit 5027,91 Euro. Außerdem stehen ihr ein Ortszuschlag von 1200,71 Euro, eine Stellenzulage von 30,68 Euro, eine Aufwandsentschädigung von 1022,58 Euro und eine Kostenpauschale für Abgeordnete von 3313,57 Euro zu. Rechnet man diese Beträge zusammen, kommt die Bundeskanzlerin monatlich auf Einnahmen von 35.177,93 Euro. Das ist deutlich weniger, als die meisten Bürger vermuten. Viele sind auch der Auffassung, dass ihr für einen so verantwortungsvollen Posten mehr Geld zustehen müsse.

Insgesamt soll sie während ihrer gesamten politischen Karriere rund 5,5 Millionen Euro verdient haben. Abzüglich der Lebenshaltungskosten schätzt man ihr Vermögen auf rund 3,5 Millionen Euro.

Wo wohnt Angela Merkel?

Man könnte eigentlich davon ausgehen, dass es streng geheim ist, wo die Kanzlerin lebt, um sie vor möglichen Anschlägen oder Ähnlichem zu schützen. Doch das stimmt nicht. Angela Merkel und Joachim Sauer leben in einer Wohnung eines unter Denkmalschutz stehenden viergeschossigen Gebäudes Am Kupfergraben 6 in Berlin. Im selben Haus befand sich einst die Rechtsanwaltskanzlei von Lothar de Maizière. Die Straße ist eine Uferstraße entlang des Kupfergrabens, einem Teil des Spreekanals. Die Straße liegt in Sichtweite des Bundestags und in der Nähe der Humboldt-Universität. Sie sind nicht die ersten prominenten Bewohner. Das Haus mit der Nummer sieben wurde unter anderem von Bundespräsident Richard von Weizsäcker genutzt.

Neben ihrem Wohnsitz in Berlin-Mitte besitzen Angela Merkel und Joachim Sauer auch noch ein Wochenendhaus in Hohenwalde, einem Ortsteil von Milmersdorf in der Uckermark. Dieses kauften sie bereits 1985.