Herne - Deutschlands zweitkleinste Großstadt

Herne - Deutschlands zweitkleinste Großstadt (Foto: dpa, cas lof)
Herne

Geht es alleine um die Stadtfläche, dann ist Herne (noch vor Offenbach am Main) die zweitkleinste Großstadt Deutschlands. Um einiges kleiner wäre die frühere Bergbaustadt allerdings, wäre sie im Zuge einer Gebietsreform 1975 nicht unter anderem durch den Zusammenschluss mit der ehemaligen Großstadt Wanne-Eickel schlagartig vergrößert worden – eine Zwangsverheiratung, an die vor allem viele Wanne-Eickler bis heute nicht gerne zurückdenken.

Doch davon abgesehen: Klein fühlen muss sich Herne nicht. Eindrucksvolles Beispiel hierfür ist die Cranger Kirmes, ein Volksfest im Herner Stadtteil Crange.

Hinsichtlich der absoluten Besucherzahl gehört sie neben dem Münchener Oktoberfest, der Größten Kirmes am Rhein in Düsseldorf oder der Cannstatter Wasen in Stuttgart mit rund vier Millionen Besuchern pro Jahr zu den größten Volksfesten Deutschlands. Die Cranger Kirmes beginnt alljährlich am ersten Freitag im August.

Herne wurde geprägt vom Bergbau

An die rustikalen Bergbauzeiten Hernes erinnern heute viele nach wie vor erhaltene Bauwerke und Siedlungen. So auch die Teutoburgia-Siedlung, mit der ehemaligen Zeche Teutoburgia. Die einstige Arbeitskolonie steht heute unter Denkmalschutz und wurde aufwendig und originalgetreu restauriert.

Ebenfalls originär für die Steinkohleförderung gedacht war die Zeche Unser Fritz. Heute allerdings dient das 1928 stillgelegte Bergwerk als künstlerisches Ausstellungs- und Veranstaltungszentrum sowie als Arbeitsstätte mehrerer Kunstschaffender.

Bereits ursprünglich der Kultur verschrieben ist das Emschertal Museum der Stadt Herne. Es ist auf drei Standorte verteilt und zählt zu den größten Regionalmuseen des Ruhrgebiets. Die Sammlung des Museums setzt sich thematisch aus den Bereichen Heimatkunde, Naturgeschichte und Kunst zusammen.

LWL-Museum für Archäologie

Das LWL-Museum für Archäologie wiederum konzentriert sich ganz und gar auf die Geschichte des Menschen und empfängt seine Besucher in seinen größtenteils unterirdisch gelegenen Ausstellungsräumen. Im Jahre 2004 wurde mit dem Mondpalast von Wanne-Eickel das erste Volkstheater des Ruhrgebiets eröffnet.

In sportlicher Hinsicht haben sich vor allem die Basketball-Damen, die Bogenschützen und die Ruderer von Herne einen Namen gemacht.

Während der Bogensportverein Sherwood BSC Herne und der Ruderverein Emscher zahlreich sowohl nationale als auch internationale Erfolge feiern konnte, halten sich die Basketballerinnen des Herner TC bereits seit der Saison 2007/2008, mit einem Jahr Unterbrechung, in der ersten Damen-Bundesliga.

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