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Corona-Liveblog: Müller schlägt Bund-Länder-Beratungen zum Impfen vor

Corona-Newsblog : Müller schlägt Bund-Länder-Beratungen zum Impfen vor

Nach seiner Kritik am Infektionsschutzgesetz hat Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller Beratungen zwischen Bund und Ländern zur Impfkampagne vorgeschlagen. Die Schüler in Nordrhein-Westfalen sollen ab Montag wieder im Wechselmodell in die Klassenzimmer zurückkehren dürfen. Alle Entwicklungen im Newsblog.

  • Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller hat Beratungen zwischen Bund und Ländern zum Thema Impfen vorgeschlagen. Ihm sei wichtig, jenseits der Diskussion um das Infektionsschutzgesetz sehr schnell wieder im Rahmen der Ministerpräsidenten mit dem Kanzleramt und dem Bundesgesundheitsminister zusammenzukommen.
  • Die Schüler in Nordrhein-Westfalen sollen ab Montag wieder in die Klassenzimmer zurückkehren dürfen - in einem Wechselmodell. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur in Düsseldorf am Mittwoch aus Koalitionskreisen. In dieser Woche waren die meisten Schüler direkt nach Ende der Osterferien wegen ansteigender Corona-Zahlen wieder im Distanzunterricht zu Hause. Details der Neuregelung wollte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Nachmittag (15.00 Uhr) vorstellen.
  • Die Hersteller Biontech und Pfizer wollen bis Ende Juni zusätzlich 50 Millionen Dosen Corona-Impfstoff an Deutschland und die übrigen EU-Staaten liefern. Die Unternehmen hätten zugesagt, die für das vierte Quartal vorgesehenen Dosen bereits ab Ende April zu liefern, sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Mittwoch in Brüssel. Die gesamte Liefermenge von Biontech/Pfizer für das zweite Quartal steigt demnach auf 250 Millionen Dosen. Die Lieferung werde nach Bevölkerungsanteil auf die 27 EU-Staaten verteilt, fügte sie hinzu. Dieser liegt für Deutschland bei 18,6 Prozent. Von der zusätzlichen Lieferung kann die Bundesrepublik also rechnerisch gut neun Millionen Dosen erwarten.
  • 4/14/21 6:22 PM
    Der US-Pharmakonzern Moderna geht nach eigenen Angaben nicht davon aus, die Produktion seines Corona-Impfstoffs in den kommenden Monaten deutlich beschleunigen zu können. Dies sei unwahrscheinlich, sagt Moderna-Chef Stephane Bancel während einer Schalte mit Investoren. Der Konzern erwarte aber, seine Herstellungskapazitäten im kommenden Jahr erheblich ausweiten zu können. 2021 sei Moderna weiter auf Kurs, zwischen 700 Millionen und eine Milliarde Dosen auszuliefern.
  • 4/14/21 4:55 PM
    Der Entwickler des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V hat am Mittwoch betont, dass sein Vakzin keine Blutgerinnsel verursache. "Eine umfassende Analyse der unerwünschten Ereignisse während der klinischen Studien und im Verlauf der Massenimpfungen mit dem Sputnik V-Impfstoff ergab, dass es keine Fälle von Hirnvenen- und Sinusthrombosen gab", erklärte das staatliche Gamaleja-Zentrum für Epidemiologie und Mikrobiologie, das den Impfstoff entwickelt hatte.

    Sputnik V ist wie die Impfstoffe von Astrazeneca und Johnson & Johnson ein Vektor-Impfstoff. Dennoch gebe es große Unterschiede, betonte das Zentrum. Nach Impfungen mit den Präparaten von Astrazeneca und Johnson & Johnson

  • 4/14/21 3:57 PM
    Nordrhein-Westfalen sieht keine Probleme mit der nötigen Umstellung der Zweitimpfung von Astrazeneca-Erstimpflingen auf Biontech oder Moderna. "In NRW gibt es keinen Impfstopp wie in Brandenburg", teilt ein Sprecher des Gesundheitsministerium auf Anfrage mit. Da Astrazeneca zukünftig nur noch an die Hausarztpraxen geliefert werde und das Land keine Lieferung dieses Impfstoffes mehr erwarte, liege der Fokus der Impfungen in Nordrhein-Westfalen ohnehin auf Biontech und Moderna. "Die Zweitimpfungen bei Astrazeneca können nach jetzigem Planungsstand mit einem mRNA-Impfstoff ersetzt werden." Die Termine für Biontech-Erstimpfungen, insbesondere der Personengruppen Ü70, könnten daher beibehalten werden.
  • 4/14/21 3:51 PM
    Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat Beratungen zwischen Bund und Ländern zum Thema Impfen vorgeschlagen. Ihm sei wichtig, jenseits der Diskussion um das Infektionsschutzgesetz sehr schnell wieder im Rahmen der Ministerpräsidenten mit dem Kanzleramt und dem Bundesgesundheitsminister zusammenzukommen, um die Impfsituation zu besprechen, sagte der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) am Mittwoch im Interview des Fernsehsenders Welt.

    „Wir haben über die Impfstofflieferung zu sprechen, wir haben darüber zu sprechen, wie wir mit den Geimpften umgehen, ob so wie mit den Getesteten“, sagte Müller. „Wir haben darüber zu sprechen, wie wir die Haus- und Betriebsärzte noch besser einbinden, um schneller zu werden.“ Es gebe bei dem Thema viele offene Punkte. „Und jenseits der anderen Gesetzesberatung hoffe ich sehr, dass wir das mit der Kanzlerin verabreden können und uns schnell zum Thema Impfen verständigen.“

    Müller wies grundsätzliche Kritik an den Bund-Länder-Beratungen zurück: „Ich fand ja, dass wir es im Rahmen der MPK ganz gut gemacht haben“, sagte er. „Wir sind 20 Mal zusammen gekommen im vergangenen Jahr. Und der Bundestag hat nicht ein einziges Mal gesagt, dass er zusammenkommen will, um irgendetwas ganz anders zu beschließen. Das heißt, der grundsätzliche Weg war zwischen uns ganz gut verabredet.“

  • 4/14/21 3:23 PM
    Italien stoppt vorerst die Verteilung des Vakzins von Johnson & Johnson (J&J) nach dem Auftreten seltener Thrombosefälle. Die erste Lieferung des Mittels sei in Italien am Dienstag eingetroffen, die Dosen würden aber zunächst nicht an die regionalen Impfzentren weitergeleitet, teilt die zuständige Behörde mit. Nach Meldungen über Thrombosefälle hatten die US-Behörden am Dienstag empfohlen, das Vakzin in den Vereinigten Staaten vorerst nicht weiter einzusetzen. Daraufhin erklärte J&J, die Auslieferungen in Europa "proaktiv" zu verzögern. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA war schon zuvor Berichten über Thrombosefällen nachgegangen. Sie empfahl am Mittwoch, ungenutzte Dosen zu lagern, bis sie entschieden hat, ob regulatorische Maßnahmen nötig sind.
  • 4/14/21 2:54 PM
    Die Niederlande werden den Impfstoff des US-Herstellers Johnson & Johnson vorerst nicht anwenden. Zunächst müsse mehr über mögliche Thrombosen bekannt sein, wie Gesundheitsminister Hugo de Jonge am Mittwoch in Den Haag mitteilte. Die USA hatten zuvor die Impfung mit dem Präparat ausgesetzt nach einigen Fällen von Blutgerinnseln in Hirnvenen. Der Hersteller hatte auch EU-Staaten empfohlen, bereits gelieferte Dosen nicht zu nutzen.

    Der Minister will nun das Gutachten der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) abwarten. Die EMA kündigte an, dass sie die Prüfung der Fälle beschleunige. Die Behörde will nächste Woche ein Gutachten vorlegen. Die Niederlande haben bisher 80.000 Dosen des Impfstoffes bekommen. Es ist der einzige in der EU zugelassene Corona-Impfstoff, bei dem nur eine Dosis gespritzt wird.

  • 4/14/21 2:40 PM
    Die Schweiz lockert die Beschränkungen weiter. Ab Montag dürfen Restaurants ihre Terrassen wieder öffnen. Auch Veranstaltungen mit Publikum seien dann erlaubt, etwa in Sportstadien, Kinos, Theatern und Konzertsälen. Die Besucher-Zahl dürfe draußen 100 Personen und in Innenräumen 50 Personen nicht überschreiten. An Hochschulen könne der Präsenzunterricht wieder aufgenommen werden. Wirtschaftsvertreter hatten in den vergangenen Tagen Öffnungsschritte gefordert, obwohl die Schweiz beim Impftempo den Nachbarländern wie Deutschland hinterher hinkt.
  • 4/14/21 2:21 PM
    Auch Schweden setzt Impfungen mit dem Mittel des US-Herstellers Johnson & Johnson aus. Man werde von einem Einsatz absehen, bis die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) ihre Prüfung abgeschlossen habe, teilt das Gesundheitsamt mit. Das Mittel ist in Schweden bislang nicht verimpft worden.
  • 4/14/21 2:19 PM
    Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) wünscht sich, dass Lehrerinnen und Lehrer auch der weiterführenden Schulen beim Impfen gegen das Coronavirus vorgezogen werden. Zurzeit sei noch nicht absehbar, wann etwa Gymnasialkräfte in NRW geimpft werden könnten, antwortete Gebauer am Mittwoch bei einer Pressekonferenz auf eine entsprechende Frage. Eine höhere Priorisierung gelte derzeit nur für die Lehrer an Grund- und Förderschulen, weil diese den gebotenen Corona-Abstand oft nicht einhalten könnten.

    Es gibt in diesem Zusammenhang keine Anzeichen dafür, dass die Lehrkräfte der weiterführenden Schulen hier vorgezogen werden“, sagte Gebauer. „Gleichwohl, das darf ich sagen, dass ich mir natürlich als Bildungsministerin und verantwortlich nicht nur für die Lehrkräfte, sondern auch für die Schülerinnen und Schüler hier ein Vorziehen auch der Lehrerinnen und Lehrer der weiterführenden Schulen wünsche, weil wir natürlich auch darüber den Unterrichtsbetrieb sicherer gestalten können.“
  • 4/14/21 2:12 PM
    Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hält die Bundes-Notbremse im Kampf gegen die dritte Crona-Welle für nicht außreichend. Notwendig seien laut Söder etwa flexibleres Impfkonzept, um die Geschwindigkeit durch einen Bürokratieabbau zu erhöhen.
  • 4/14/21 1:57 PM
    Frankreich hält an der Impfung mit dem Vakzin des Herstellers Johnson & Johnson fest. Es würden, wie geplant, Menschen im Alter von über 55 Jahren geimpft, sagte Regierungssprecher Gabriel Attal am Mittwoch nach einer Kabinettssitzung in Paris. Eine erste Lieferung mit rund 200.000 Impfdosen sei im Land bereits eingetroffen.
  • 4/14/21 1:34 PM
    Bremen hat als erstes Bundesland bei den Corona-Erstimpfungen die Quote von 20 Prozent erreicht und sogar leicht überschritten. Damit sei inzwischen ein Fünftel aller Bremerinnen und Bremer mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft worden, teilten die Gesundheitsbehörden am Mittwoch mit. Die Quote lag bereits am Dienstag bei 20,1 Prozent und entspricht rund 137.000 Personen, die mindestens eine Impfung erhielten. Bundesweit lag dieser Wert bei 16,9 und in Niedersachsen bei 16,2 Prozent.
  • 4/14/21 12:50 PM
    In Österreich soll bis Ende der Woche jeder dritte Impfwillige zumindest einmal gegen das Coronavirus immunisiert sein. „Wir sind auf den letzten Metern, was den Sieg über die Pandemie betrifft“, sagte Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Mittwoch in Wien. Die Impfung von Menschen über 65 Jahren werde in einigen Bundesländern bald abgeschlossen sein.
  • 4/14/21 12:38 PM
    Die EU-Länder haben die Einführung sogenannter Corona-Reisepässe formell abgesegnet, wie aus Diplomatenkreisen verlautet. Damit soll die Wiedereröffnung des Tourismus im Sommer abgesichert werden. Details werden den Informationen zufolge gemeinsam mit dem Europäischen Parlament im Mai ausgehandelt. Die Zertifikate sollen Geimpften, von Genesenen und Personen mit negativen Corona-Tests das Reisen in der EU erleichtern. Beschränkungen zur Pandemiebekämpfung bedeuten für die Tourismusindustrie seit mehr als einem Jahr außerordentlich schwere Belastungen.
  • 4/14/21 12:35 PM
    Dänemark will nach den Berichten über seltene Hirnvenenthromobosen ganz auf den Corona-Impfstoff von Astrazeneca verzichten. Die bereits im März ausgesetzten Impfungen mit dem Vakzin würden nicht wieder aufgenommen, sagte der Leiter der dänischen Gesundheitsbehörde, Søren Brostrøm
  • 4/14/21 12:30 PM
    Der Bonner Virologe Hendrik Streeck beendet am Freitag seine Datenerhebung im besonders vom Coronavirus betroffenen Ort Gangelt im Kreis Heinsberg. „Wir haben dann ein Jahr lang Daten gesammelt“, sagte der Wissenschaftler am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in Köln. Am Freitag sei nun ein Endpunkt erreicht. Das Material werde dann ausgewertet und relativ bald veröffentlicht. „Wie viele Infektionen gab es? Wie hat sich die Immunität entwickelt? Um diese Fragen geht es“, erläuterte Streeck.
  • 4/14/21 12:20 PM
    Ungeachtet eines Lieferstopps nach Europa will Polen den Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson wie geplant einsetzen. Gesundheitsminister Adam Niedzielski erklärte am Mittwoch, man folge den jüngsten Empfehlungen der Europäischen Arzneimittelbehörde, wonach derzeit nicht klar sei, ob der Impfstoff in Einzelfällen seltene Blutgerinnsel ausgelöst habe. Polen erhielt am Mittwoch eine erste Lieferung von 120.000 Dosen des Impfstoffs. Die EMA hatte den Wirkstoff von Johnson & Johnson im vergangenen Monat für die Verwendung in der EU zugelassen.
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