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Coronavirus: Alle Infos und Entwicklungen zur Corona-Krise im Sport - Fußball, Handball, Tennis, Football

Coronavirus-Pandemie : Geldregen für Rot-Weiss Essen durch virtuelles Spiel

Das Coronavirus hat den Sport fest im Griff. Nahezu alle Veranstaltungen wurden abgesagt oder pausiert. Wir zeigen, welche Länder, Spiele und Sportler von der Infektionskrankheit betroffen sind.

Warmer Geldregen für Fußball-Regionalligist Rot-Weiss Essen trotz Corona-Pandemie: Mit dem Verkauf von virtuellen Eintrittskarten, VIP-Tickets, Bier und Bratwürsten für das nicht reale Heimspiel gegen den "FC Corona" hat der Ex-Bundesligist schon fast die 100.000-Euro-Marke geknackt.

Knapp 20 VIP-Tickets, über 3200 Karten, etwa 6500 Biere und fast 2700 Bratwürste hat der Traditionsklub von der Hafenstraße schon veräußert. Regionalligist Lok Leipzig hat mit einer ähnlichen Aktion schon knapp 90.000 Tickets verkauft - zum Preis von einem Euro pro Karte.

Die Preise bei RWE entsprechen allerdings der Realität. Ein VIP-Ticket wird für 100 Euro verkauft, die Kosten für die anderen Eintrittskarten liegen zwischen 10 und 25 Euro, das Bier kostet 4,00 und die Bratwurst 2,50 Euro.

"Es handelt sich für den Verein um eine wirtschaftlich sehr ernste Situation, in der wir als gesamte RWE-Familie aktiv und kreativ werden müssen. Wir alle wollen den Schaden für unseren Verein so weit es eben geht eindämmen", sagte RWE-Boss Marcus Uhlig. Eine ausverkaufte Hafenstraße ist das langfristige Ziel für die Rot-Weissen.

+++++30. März 2020+++++

VfL Bochum führt Kurzarbeit ein

Der VfL Bochum hat in der Corona-Krise für seine Mitarbeiter Kurzarbeit eingeführt. Wie der Fußball-Zweitligist am Montag mitteilte, sehe man sich mit Blick auf die eigene Existenzsicherung „in der Pflicht und dazu gezwungen, einen Großteil seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Kurzarbeit zu schicken“. Als sich in der vergangen Woche abzeichnete, dass sowohl der Trainings- als auch der Spielbetrieb für längere Zeit ausbleibe, sei der Arbeitsausfall bei der Agentur für Arbeit angemeldet worden.

„Die in jeder Hinsicht herausfordernde Situation und Notwendigkeit, stets die aktuelle wirtschaftliche Situation des Vereins im Blick zu behalten, machte diesen Schritt unumgänglich“,heißt es in der VfL-Mitteilung. „Derzeit fallen unter anderem die Fernsehgelder als auch Zuschauereinnahmen komplett aus. Zusammen mit den Direktoren für die Bereiche Finanzen, Marketing und Vertrieb sowie Organisation hat sich die Geschäftsführung um eine Lösung bemüht, die die finanziellen Folgen für die Kolleginnen und Kollegen abmildert, die am härtesten vom Arbeitsausfall betroffen sind.“

Laut VfL sollen weitere Maßnahmen zur Liquiditätssicherung und zur Kosteneinsparung helfen, durch die kritische Phase ohne Spielbetrieb zu kommen.

+++++30. März 2020+++++

Meister Flensburg verzichtet auf 40 Prozent der Gehälter

Auch beim deutschen Handball-Meister SG Flensburg-Handewitt haben die Spieler einem Gehaltsverzicht zugestimmt. Die gesamte Mannschaft der SG verzichtet zunächst bis zum 30. Juni 2020 auf 40 Prozent ihres Gehalts. Dies teilte Flensburg am Montag mit. Alle Mitarbeiter sowie Spieler und Trainerteam haben demnach einem Antrag auf Kurzarbeit zugestimmt.

"Wir alle sind der Meinung, dass wir der SG helfen möchten. Wir sind uns über diese absolute Ausnahmesituation bewusst, die es vorher so noch nie gegeben hat", sagte SG-Kapitän Lasse Svan. Trainer Maik Machulla meinte: "Es geht längst nicht mehr darum, wie man die Saison abschließt, sondern wann wir uns überhaupt wieder in einer Halle zum Handballspielen treffen können, das, was wir alle so sehr lieben."

SG-Geschäftsführer Dierk Schmäschke zeigte sich "sehr dankbar, dass die Mannschaft und auch die Geschäftsstelle unter den gegebenen Umständen dieses deutliche Signal gemeinsam senden und auf einen erheblichen Teil ihres Gehalts verzichten". Nun gehe es darum, "mit den neuen und veränderten Planungen für die Saison 2020/21 zu beginnen". Eine Prognose zu den Einnahmen sei derzeit kaum möglich. "Wir arbeiten an verschiedenen Szenarien mit dem Ziel, um in jedem Fall die Zukunft unserer SG sicher zu stellen", sagte Schmäschke.

+++++30. März 2020+++++

Ehemaliger Bundesliga-Profi Sakai infiziert

Der langjährige Bundesligaprofi Gotoku Sakai ist als erster Fußballer der japanischen J-League positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das gab sein Verein Vissel Kobe am Montag bekannt. Der Test bei Sakai wurde erst am Wochenende durchgeführt, nachdem der 29-Jährige in den Tagen zuvor über Fieber und Halsschmerzen geklagt hatte, später auch vom Verlust des Geruchssinns berichtete.

"Ich entschuldige mich beim Verein, den Mitarbeitern, Teamkollegen und der Öffentlichkeit für all die Probleme, die ich damit verursache", sagte Sakai: "Ich kann nur hoffen, dass ich das Virus an niemanden weitergegeben habe." Zumindest innerhalb der Mannschaft um den spanischen Altstar Andres Iniesta, die von Thorsten Fink betreut wird, zeigte zunächst kein weiterer Profi Symptome.

Der Spielbetrieb der J-League war Ende Februar bis vorerst 9. Mai ausgesetzt worden. In der kommenden Woche will die Liga über die weiteren Planungen informieren.

+++++30. März 2020+++++

Ex-Tour-Sieger Thomas gegen Frankreich-Rundfahrt ohne Fans

Ex-Gesamtsieger Geraint Thomas steht einer Tour de France ohne Zuschauer kritisch gegenüber. „Ohne die Fans wäre es nicht die Tour“, sagte der 33 Jahre alte Waliser, der die Frankreich-Rundfahrt 2018 gewonnen hatte, im Gespräch mit der britischen Zeitung „The Daily Telegraph“. Bei der Entscheidung, ob die diesjährige Tour trotz der Coronavirus-Pandemie stattfinden kann, müsse aber die Gesundheit aller Beteiligten an erster Stelle stehen.

„Ich möchte einfach wieder fahren“, sagte Thomas, „von daher würde ich es lieben, dabei zu sein. Aber nur, wenn es sicher ist.“ Er könne beide Seiten der Diskussion verstehen. Zum einen sei es „natürlich“ nur Sport, sagte Thomas. Allerdings würden an der Tour auch zahlreiche Arbeitsplätze hängen.

Die Rundfahrt ist bislang im Gegensatz zu den Olympischen Spielen und der Fußball-EM als drittes großes Sportereignis in diesem Sommer noch nicht abgesagt. Derzeit arbeiten die Verantwortlichen laut Medienberichten auch eher an einem Start mit erheblichen Einschränkungen für die Öffentlichkeit als an einer Verschiebung. Frankreichs Sportministerin Roxana Maracineanu bezeichnete die Tour, die am 27. Juni in Nizza starten soll, als Veranstaltung „von größter Bedeutung“. Enden soll das Rennen nach drei Wochen am 19. Juli traditionell in Paris.

+++++30. März 2020+++++

Schalke reduziert Fanartikel um bis zu 40 Prozent

Bei den Anhängern des Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04 schlägt die Stunde der Schnäppchenjäger. Der Revierclub hat seine Fanartikel stark reduziert. Fast jedes Teil im Online-Shop „store.schalke04.de“ ist zurzeit günstiger zu erwerben. Das aktuelle Heimtrikot der Königsblauen kostet statt 84,95 Euro nur noch 49,95 Euro, das Auswärts-Leibchen im Damenschnitt in Weiß ist um fast die Hälfte auf 44,95 Euro heruntergesetzt.

Die meisten Artikel sind um bis zu 40 Prozent reduziert. „Das hat aber nichts mit Corona zu tun. Wir reduzieren immer ab Mitte März, um Platz zu schaffen, wenn die neue Ware kommt“, versicherte ein Sprecher am Montag auf dpa-Anfrage. Was sich allerdings geändert habe, sei, dass alle Artikel ohne Kosten verschickt werden, weil alle Fanshops geschlossen sind. „Versandkosten bleiben zuhause“, heißt es dazu auf der Homepage.

+++++30. März 2020++++

Ex-Tennisprofi Kiefer lässt Schutzmasken produzieren

Der frühere Tennisprofi Nicolas Kiefer lässt sein Modelabel "kiwifash" jetzt auch Schutzmasken produzieren. "Eigentlich machen wir Freizeitkleidung, inzwischen gibt es auch eine Tenniskollektion", sagte der 42-Jährige im Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“: "Kürzlich kam der Geschäftsführer auf mich zu und sagte: Wir müssen helfen! Ich war sofort begeistert."

Nun sind zusätzlich Mund- und Nasenschutzmasken im Angebot. "Wenn man sich den Markt an Masken ansieht, ist allen klar, dass wir in einer schwierigen Lage sind. Es gibt viel zu wenige. Im Ausland sind kaum welche aufzutreiben", berichtete Kiefer, ehemals Nummer vier der Tennis-Weltrangliste: "Unsere werden in Kassel hergestellt. Sie haben also das Qualitätssiegel Made in Germany."

Bis zu 300 Stück werden pro Tag angefertigt und zu je 34,90 Euro verkauft. "Alles entsteht hier in Handarbeit. Und unsere Maske ist wiederverwendbar. Man kann sie waschen", betonte Kiefer, der bevorzugt Kommunen und Sozialstationen beliefern will: "Unsere Maske lässt sich auch personalisieren. Wichtig ist aber vor allem, dass die Menschen sich geschützter fühlen und vor allem andere schützen."

+++++30 März 2020+++++

1. FC Kaiserslautern bietet eine Einkaufshilfe an

Drittligist 1. FC Kaiserslautern beweist in der Coronakrise Herz und bietet eine Einkaufshilfe an. Von Montag bis Freitag können sich im Stadtgebiet Kaiserslautern Menschen, die sich derzeit nicht selbst versorgen können, von FCK-Mitarbeitern Einkäufe bis an die Haustüre liefern lassen.

"Was kann es Schöneres geben, als sich in der Not untereinander zu unterstützen, aufeinander zu verlassen und füreinander da zu sein", sagte FCK-Vorstandsmitglied Gero Scira: "Genau dies hat den Verein in seiner gesamten Geschichte ausgemacht, und tut es immer noch, darauf können all unsere Fans und Mitglieder stolz sein."

Auch der Wuppertaler SV unterstützt ältere und kranke Menschen. Um diese Menschen vor dem Coronavirus zu schützen, leistet der Regionalligist nun Einkaufshilfe. Immer morgens zwischen 8 und 10 Uhr nimmt das Team telefonisch (Tel.: 0157 33144 688) die Anfragen auf. Die Spieler fahren anschließend zu den Menschen in Wuppertal, nehmen die Einkaufslisten entgegen, besorgen die Waren und liefern bis zur Haustür. „Wir befinden uns einer absoluten Ausnahmesituation. Es geht darum, dass wir helfen möchten. Jeder kann einen Beitrag leisten und sich einbringen“, sagte WSV-Sportdirektor Thomas Richter unserer Redaktion.

+++++30. März 2020+++++

Stürmer-Star Kane fordert Saisonende bis 30. Juni oder Abbruch

Für Stürmer Harry Kane vom englischen Fußball-Erstligisten Tottenham Hotspur muss die Premier-League-Saison zwingend bis zum 30. Juni abgeschlossen sein. "Es muss einen Punkt geben, an dem es reicht", sagte der Kapitän der englischen Nationalmannschaft eindringlich in einem Instagram-Video: "Wenn wir bis in den Juli oder August hinein spielen und die nächste Saison dafür zurückschieben, sehe ich darin keinen allzu großen Nutzen."

Sollte diese Frist aufgrund der Coronakrise nicht zu halten sein, solle man die laufende Spielzeit seiner Ansicht nach lieber abbrechen. "Wenn die Saison nicht bis Ende Juni abgeschlossen ist, müssen wir uns die Optionen ansehen und uns auf die nächste Saison freuen", sagte der 26-Jährige.

Mögliche Langzeitfolgen einer Spielzeitverlängerung seien in jedem Fall zu vermeiden: "Je länger diese Saison fortschreitet, desto größer wäre die Auswirkung auf die nächste Saison und würde damit auch die Europameisterschaft 2021 und langfristig sogar die Weltmeisterschaft 2022 treffen", sagte Kane.

In der Premier League ruht wie in nahezu allen europäischen Ligen derzeit der Ball, bis mindestens 30. April sind alle Spiele ausgesetzt. Die Liga-Organisatoren prüfen, ob die Saison möglicherweise ohne Zuschauer doch noch zu Ende gebracht werden könnte.

+++++30. März 2020+++++

Theis' Teamkollege Smart hat Corona-Infektion überstanden

NBA-Basketballer Marcus Smart, Teamkollege von Nationalspieler Daniel Theis bei den Boston Celtics, hat seine Coronavirus-Infektion überstanden. „Seit zwei Tagen Corona-frei“, twitterte der 26-Jährige am Sonntag (Ortszeit). Er sei vom Gesundheitsamt in Massachusetts für geheilt erklärt worden. Smart bedankte sich in dem Tweet für alle Gebete und Gedanken.

+++++29. März 2020+++++

Tischtennis-Weltverband setzt Spielbetrieb bis 30. Juni aus

Im Tischtennis wird die Spielpause in der Coronakrise mindestens zwei Monate länger andauern als ursprünglich geplant. Wie der internationale Tischtennisverband ITTF am Sonntag mitteilte, werden sämtliche von ihm veranstalteten Wettbewerbe bis zum 30. Juni ausgesetzt. Ursprünglich hatte der Verband nur eine Pause bis zum 30. April vorgesehen und die Ende März ausgefallene Mannschafts-WM bereits Ende Juni nachholen wollen. Über einen möglichen neuen Termin ist noch nichts bekannt.

Mit der Verlängerung der Aussetzung des Spielbetriebs wird die März-Weltrangliste bis Ende Juni eingefroren. Zudem werden die hochrangigsten Mitarbeiter der ITTF während dieser Zeit auf Teile ihres Gehalts verzichten. Die deutsche Tischtennis-Bundesliga pausiert nach derzeitigem Stand lediglich bis 17. April.

+++++29. März 2020+++++

Ex-Tennisprofi Kiefer vertreibt jetzt Schutzmasken

Der frühere Tennisprofi Nicolas Kiefer lässt sein Modelabel "kiwifash" jetzt auch Schutzmasken produzieren. "Eigentlich machen wir Freizeitkleidung, inzwischen gibt es auch eine Tenniskollektion", sagte der 42-Jährige im Interview mit der Süddeutschen Zeitung (Montagausgabe): "Kürzlich kam der Geschäftsführer auf mich zu und sagte: Wir müssen helfen! Ich war sofort begeistert."

Nun sind zusätzlich Mund- und Nasenschutzmasken im Angebot. "Wenn man sich den Markt an Masken ansieht, ist allen klar, dass wir in einer schwierigen Lage sind. Es gibt viel zu wenige. Im Ausland sind kaum welche aufzutreiben", berichtete Kiefer, ehemals Nummer vier der Tennis-Weltrangliste: "Unsere werden in Kassel hergestellt. Sie haben also das Qualitätssiegel Made in Germany."

Bis zu 300 Stück werden pro Tag angefertigt und zu je 34,90 Euro verkauft. "Alles entsteht hier in Handarbeit. Und unsere Maske ist wiederverwendbar. Man kann sie waschen", betonte Kiefer, der bevorzugt Kommunen und Sozialstationen beliefern will: "Unsere Maske lässt sich auch personalisieren. Wichtig ist aber vor allem, dass die Menschen sich geschützter fühlen und vor allem andere schützen."

+++++29. März 2020+++++

Ralf Schumacher hält Gehaltsverzicht in der Formel 1 für denkbar

Der ehemalige Formel-1-Pilot Ralf Schumacher hält wegen der Corona-Pandemie einen Gehaltsverzicht auch in der Königsklasse des Automobilsports für denkbar. "Das ist sicherlich vorstellbar", sagte der jüngere Bruder des Rekordweltmeisters Michael Schumacher, "bis jetzt ist das noch nicht an die Öffentlichkeit gekommen, aber vielleicht tut sich da der eine oder andere noch zusammen, speziell die Fahrer".

Lewis Hamilton habe "ziemlich gute Möglichkeiten, da was zu tun. Es wird sich sicherlich zeigen, dass sie auch noch was tun", so Ralf Schumacher, der sich um die Formel 1 sorgt: "Nicht nur um die kleinen Teams, auch um die großen."