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Bayer 04 Leverkusen: Endspurt kann die Werkself – meistens

Abschlussbilanz macht Mut : Endspurt kann die Werkself – meistens

Im Fernduell um die Königsklasse ist Bayer Leverkusen am Samstag auf Schützenhilfe von Hertha BSC in Gladbach angewiesen. Grundvoraussetzung ist jedoch ein eigener Sieg in der BayArena gegen Mainz 05.

Die jetzt schon historische „Corona-Saison“ 2019/20 endet am Samstag gegen 17.20 Uhr. Während die Meister- und Vizemeisterfrage geklärt ist, geht es für Leverkusen im Fernduell mit Mönchengladbach um Platz vier. Bayer hat zwar zwei Punkte Rückstand auf die Elf vom Niederrhein, doch die Bilanz der vergangenen zehn letzten Spieltage gibt Anlass für Optimismus. Eine Übersicht.

2019 In der vergangenen Saison war die Ausgangslage ähnlich wie jetzt: Gladbach hatte auf Platz vier punktgleich mit Bayer gute Aussichten auf die Champions League, doch verlor sein letztes Spiel 0:2 gegen Dortmund. Bayer fertigte parallel Hertha BSC mit 5:1 ab und schob sich an dem rheinischen Rivalen vorbei in die Königsklasse. Lucas Alario glänzte zum Abschluss mit einem Dreierpack, Kai Havertz und Julian Brandt trafen ebenfalls.

2018 Alario war auch vor zwei Jahren eine prägende Figur im Saisonfinale. Gegen Hannover brachte er die von Heiko Herrlich trainierte Werkself mit zwei Toren in Front, Brandt erhöhte auf 3:0. Doch die bereits als Absteiger feststehenden Niedersachsen trafen doppelt in der Nachspielzeit. Bayer verpasste Rang vier wegen der schlechteren Differenz (+14) gegenüber punktgleichen Dortmundern (+17).

2017 Die verkorkste Spielzeit endete unter Trainer Tayfun Korkut, der Roger Schmidt im März nach einem 2:6 in Dortmund ablöste, auf Platz zwölf. Ein 2:2 gegen Köln sicherte am vorletzten Spieltag den Klassenerhalt. Danach gab es einen sportlich bedeutungslosen 6:2-Sieg bei Hertha BSC. Die Torschützen: Havertz (2), Chicharito, Stefan Kießling, Charles Aránguiz und Joel Pohjanpalo.

2016 Am 24. Spieltag kriselte Bayer auf Patz sieben und Coach Schmidt stand in der Kritik, doch es folgte eine spektakuläre Serie von acht Spielen mit sieben Siegen und einem Remis, die Leverkusen auf Platz drei katapultierte. Daran änderte auch das 1:2 gegen Gladbach am vorletzten Spieltag nichts, denn zum Abschluss gab es einen 3:2-Sieg gegen den FC Ingolstadt.

2015 Trotz des 1:2 in Frankfurt zog Schmidt in seiner ersten Saison unterm Bayer-Kreuz in die Champions League ein. Das Team stand schon vorher als Vierter fest. Für den heutigen Sportdirektor Simon Rolfes sollte es sein letztes Spiel als Profi sein. Er kam in der 87. Minute für Tin Jedvaj in die Partie – nicht unbedingt ein würdiges Abschiedsspiel für den langjährigen Kapitän.

2014 Leverkusen schlug Bremen dank Toren von Ömer Toprak und Heung-min Son mit 2:1 und schaffte es so als Vierter in die Champions-League-Qualifikation.

2013 Beim Hamburger SV ging es für die bereits als Tabellendritter feststehende Werkself vor allem darum, Kießling zur alleinigen Torjäger-Kanone zu verhelfen – mit Erfolg. In der Schlussminute traf der gebürtige Oberfranke zum 1:0-Sieg. Durch sein 25. Saisontor holte er zum ersten Mal seit Ulf Kirsten 1998 wieder den Titel des Torschützenkönigs nach Leverkusen.

2012 Drei Kießling-Tor sowie ein weiterer Treffer durch André Schürrle bescherten dem Werksklub einen versöhnlichen Saisonabschluss beim 1. FC Nürnberg. Durch das 4:1 bei den Franken verhinderte Bayer, dass der VfB Stuttgart auf der Zielgeraden noch vorbei auf den fünften Platz springen konnte.

2011 Dank eines 1:0-Erfolgs beim SC Freiburg verteidigte die Werkself den zweiten Platz und wurde mit 68 Punkten zum vorerst letzten Mal Deutscher Vizemeister. Das Tor des Tages erzielte Hanno Balitsch. Im Anschluss an die Saison wechselte Leverkusens Coach Jupp Heynckes zum Tabellendritten nach München und Freiburgs Trainer Robin Dutt unters Bayer-Kreuz.

2010 Das 1:1 in Gladbach sorgte für Frust. Durch das Remis im Borussia-Park musste sich Leverkusen mit Platz vier begnügen, der damals nur für die Europa League berechtigte. Zu allem Überfluss schnappte Wolfsburgs Edin Dzeko am 34. Spieltag auch noch Kießling die Torjägerkanone vor der Nase weg. Am Ende landete der Bosnier mit 22 Treffern knapp vor dem Leverkusener (21 Tore).