FC St. Pauli - alle Infos zum Kultclub

FC St. Pauli

Es gibt Fußballvereine, die Abermillionen für die besten Spieler ausgeben und einem Konzern nicht nur gleichen, sondern auch rechtlich ähnlich organisiert sind. Und es gibt Fußballvereine, die ihren Fans „Kalte Muschi“ verkaufen, wie der FC St. Pauli aus dem gleichnamigen Hamburger Stadtteil St. Pauli.

FC St. Pauli ist Kult

Kalte Muschi ist ein alkoholisches Getränk, genauer gesagt ein Rotwein-Cola Mischgetränk. Dass sich der Club von Rotwein-Panschern mit sexistischen Titeln sponsorn lässt, macht den Verein auch wieder sympathisch. Denn die Fans mochten eine derartige Schlamperei nicht. Dass die Entscheidung einfach an ihnen vorbei getroffen wurde, hat sie auf die Palme gebracht. „Das gibt es eh nicht lange. Ein dunkelrotes Getränk, wo vorne groß Muschi draufsteht, ist doch zum Kotzen!“, urteilte vor fünf Jahren so manch ein Fan.

Doch genau das macht St. Pauli in vielerlei Hinsicht aus: Schlampereien und schlechte Abstimmungen sorgen dafür, dass eben nicht alles immer rund läuft, sondern dass der Verein vor allen Dingen beim Fußball auf eine starke und lustige Fangemeinde setzen kann. Andere Vereine haben eine andere Kultur, aber die vom FC St. Pauli ist einzigartig.

Als sich am Ende der Saison 2002/2003 eine Liquiditätslücke und der Abstieg aus der zweiten Fußball-Bundesliga abzeichnete, retteten die Fans den Verein. So wurde schnell der Verkauf von über 140.000 „Retter“-T-Shirts auf dem Hamburger Fischmarkt und der Reeperbahn angestoßen. Der Nettoerlös lag bei 900.000 Euro. Andere Aktionen hießen „Astra trinken - St. Pauli retten“ oder „Saufen für St. Pauli“.

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