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Corona-Pandemie: Endrunden im Davis Cup und Fed Cup auf 2021 verlegt

Corona-Pandemie : Endrunden im Davis Cup und Fed Cup auf 2021 verlegt

Das Coronavirus hat den Sport fest im Griff. Hier finden Sie alle Entwicklungen rund um infizierte Sportler, die Absage oder Verlegung von Sport-Evens oder die Frage, wann wieder Zuschauer in die Stadien dürfen.

Wegen der weiter anhaltenden Corona-Krise finden die Endrunden im Davis Cup und Fed Cup in diesem Jahr nicht statt. Beide Veranstaltungen werden in das kommende Jahr verlegt, wie der Tennis-Weltverband ITF am Freitag mitteilte. „Wir sind überzeugt davon, dass das in diesen außergewöhnlichen Zeiten die richtige Entscheidung ist, um die Gesundheit aller Beteiligten zu gewährleisten“, sagte ITF-Boss David Haggerty.

Deutschland wäre sowohl bei den Damen als auch bei den Herren qualifiziert gewesen. Die deutschen Teams sind nun automatisch auch 2021 in Budapest (Damen) und Madrid (Herren) dabei. Die weltweite Tennis-Tour pausiert derzeit noch bis Anfang August.

++++++24. Juni 2020+++++

DEB-Präsident Reindl hofft auf DEL-Saisonstart im Herbst - mit Zuschauern

DEB-Präsident Franz Reindl blickt einem Saisonstart der Deutschen Eishockey Liga (DEL) im Herbst vor Publikum optimistisch entgegen. "Wenn ich jetzt die Entwicklung im Sport sehe, wie mehr und mehr gespielt wird, wird meine Hoffnung größer, dass wir einen Termin im Herbst halten können - und zwar mit Zuschauern auf den Tribünen", sagte der Chef des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) der Stuttgarter Zeitung.

Reindl betonte, dass Spiele ohne Zuschauer keinen Sinn machen würden. Es gehe darum, die Frage zu klären, wie viele Fans in die Arenen können und "einen Prozentsatz zu finden, mit dem die Klubs leben können. Wir arbeiten in einer Task Force, in der DEB, DEL und Klubvertreter sitzen, an der Klärung dieser Details. Wir wollen ein fertiges Konzept bauen, wie der Spielbetrieb in der DEL möglich sein kann", sagte der 65-Jährige.

Der Prozentsatz könnte jedoch Probleme bereiten, da die Kapazitäten der Arenen weit auseinandergehen. "Es ist mir klar, dass es deutliche Unterschiede zwischen den Klubs gibt, aber wir planen mit diesem prozentualen Ansatz. Wir wissen, dass es bei jedem Klub eine Schmerzgrenze in den Zuschauerzahlen nach unten gibt, unter der der Spielbetrieb nicht mehr wirtschaftlich ist", so Reindl.

Mitte Juli solle das Konzept stehen und den Gesundheitsbehörden vorlegt werden, sagte Reindl: "Das Gute ist, dass wir nicht unter Zeitdruck stehen und jeden Tag von den Fußballern und Basketballern lernen."

Eine Deadline für den DEL-Saisonstart gebe es nicht, einen Beginn beispielsweise erst im Dezember hält Reindl für unrealistisch. "Dann müsste man die Saison enorm komprimieren, das würde niemandem Spaß machen, zudem wäre es ja womöglich gesundheitsgefährdend für die Profis", so Reindl: "Im Mai 2021 steht bereits die WM auf dem Plan. Der Start wurde vom Weltverband vom 7. auf den 21. Mai verschoben, um den Ligabetrieb in den Ländern zu entzerren."

++++++24. Juni 2020+++++

Tischtennis-WM auf 2021 verschoben

Aller guten Dinge sind drei: Die Tischtennis-Weltmeisterschaften in Südkorea sind wegen der Corona-Pandemie erneut verschoben worden. Wie der Weltverband ITTF am Mittwoch bekannt gab, soll die WM in Busan nicht mehr im September, sondern in den ersten Monaten des Jahres 2021 stattfinden. Einen genauen Termin gibt es bislang nicht. Dieser soll beim Treffen des Exekutivausschusses am 10. Juli festgelegt werden.

Ursprünglich war die WM zwischen dem 22. bis 29. März angesetzt, wurde Ende Februar aber zunächst in den Juni und Anfang April dann in den September verschoben. Jetzt folgte die Entscheidung die Titelkämpfe erst im nächsten Jahr auszutragen.

Auswirkungen könnte die Terminfindung auch auf die geplanten Einzelweltmeisterschaften in den USA (17. bis 26. Juni 2021) haben. In dem Statement hieß es, solange kein Termin für das Turnier in Busan festgelegt sei, könne auch die Einzel-WM nicht wie geplant stattfinden.

+++++24. Juni 2020+++++

Straßenrad-DM für 23. August am Sachsenring geplant

Die deutschen Radsport-Straßenmeisterschaften sollen doch noch im Jahr 2020 stattfinden. Wie der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) am Mittwoch mitteilte, soll die DM "unter Einhaltung aller behördlichen Auflagen" am 23. August auf dem Sachsenring ausgetragen werden. Zuschauer werden aufgrund der Coronakrise vermutlich nicht zugelassen.

Ursprünglich waren die Titelkämpfe für den 20. Juni in Stuttgart geplant gewesen. Dieser Termin war im April abgesagt worden - Stuttgart soll nun die DM 2021 ausrichten. Das dafür vorgesehene Sauerland und die Stadt Winterberg stimmten einer Verschiebung ins Jahr 2022 zu.

"Wir hoffen auf eine Signalwirkung und wollen auch andere Veranstalter ermutigen, ein Rennen durchzuführen," sagte BDR-Sportdirektor Patrick Moster: "Außerdem wollen wir uns im Vergleich zu anderen nationalen Radsport-Verbänden nicht verstecken, die ebenfalls Meisterschaften ausrichten wollen."

Grundlage des BDR sei ein streng erarbeitetes Hygiene-Konzept, um die Meisterschaften ohne größere Risiken durchführen zu können. "Wir haben stundenlang gesessen und das Konzept erarbeitet. Wir erwarten von allen Teilnehmern Disziplin und strikte Einhaltung der Vorgaben. Dann kann es funktionieren", sagte Günter Schabel.

Der 3,5 km lange Rundkurs sei topografisch recht anspruchsvoll und keinesfalls ein Rundstreckenrennen, teilte der BDR zudem mit. Die Frauen sollen circa 110 Kilometer absolvieren, die Männer etwa 150 km.

Anfang Juni war der Sachsenring bereits Austragungsort des ersten Rennens während der Coronavirus-Pandemie. Beim 72. Sachsenring-Rennen waren rund 40 nationale Fahrer in der Eliteklasse an den Start gegangen.

+++++23. Juni 2020+++++

Doch keine Ligue 1 mit 22 Clubs - Amiens und Toulouse steigen ab

Die französischen Fußball-Clubs SC Amiens und FC Toulouse müssen nach dem coronabedingten Saisonabbruch nun doch in die zweite Liga absteigen. Die Generalversammlung des französischen Ligaverbands LFP sprach sich mit einer Mehrheit von 74,49 Prozent der Stimmen dafür aus, die Ligue 1 in der kommenden Saison bei 20 Teams zu belassen. Das teilte die „Ligue de Football Professional (LFP)“ am Dienstag mit.

In Frankreich war die Saison Anfang Mai wegen der Corona-Pandemie abgebrochen und Paris Saint-Germain mit Trainer Thomas Tuchel zum Meister erklärt worden. Über den Abbruch und die damit verbundenen Konsequenzen hatte es rechtliche Auseinandersetzungen gegeben. Der Tabellenvorletzte Amiens hatte die Liga aufgefordert, die Entscheidung über die Abstiegsregelung zu überdenken und stattdessen in der kommenden Saison die Meisterschaft von 20 auf 22 Clubs zu erhöhen. Der Verein verwies darauf, dass noch 30 Punkte zu vergeben gewesen wären.

Zuletzt hatte der französische Staatsrat angewiesen, dass die Abstiegsfrage bis zum 30. Juni neu geklärt werden solle - woraufhin sich Amiens und Toulouse Hoffnungen auf den Klassenerhalt machten. Der Staatsrat berät die Regierung bei der Vorbereitung von Gesetzen und ist gleichzeitig oberstes Verwaltungsgericht.

+++++20. Juni 2020+++++

Ab Mitte Juli Sport in Frankreich mit bis zu 5000 Zuschauern

In Frankreich dürfen Sportveranstaltungen vom 11. Juli an mit maximal 5000 Zuschauern durchgeführt werden. Das teilte die Regierung am Samstag mit. Diese Lockerung gilt mit Ausnahme von Kampfsportarten für Amateure. Ob eine weitere Lockerung für die zweite August-Hälfte möglich sei, werde Mitte Juli entschieden.

Der Fußball-Ligaverband LFP hatte in einer Pressemitteilung vor wenigen Wochen als möglichen Starttermin für die neue Saison den 23. August für die Ligue 1 bekanntgegeben, für die Ligue 2 den 22. August. Wegen der Corona-Krise war die Saison 2019/20 in beiden Spielklassen Ende April abgebrochen worden.

+++++18. Juni 2020+++++

NFL-Saison wird „möglicherweise nicht stattfinden“

Der führende US-Virologe Anthony Fauci zweifelt an einer NFL-Saison in diesem Herbst. „Wenn sich die Spieler nicht im Wesentlichen in einer Blase befinden - von der Gemeinschaft isoliert und fast täglich getestet -, ist es sehr schwer zu erkennen, wie in diesem Herbst Football gespielt werden kann“, sagte Fauci nach CNN-Angaben. „Wenn es eine zweite Welle gibt, die sicherlich eine Möglichkeit ist und die durch die vorhersehbare Grippesaison erschwert würde, wird Football in diesem Jahr möglicherweise nicht stattfinden.“ Fauci ist der Direktor des Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten und ein Berater der US-Regierung.

Die National Football League will ihre Saison am 10. September mit der Partie von Super-Bowl-Champion Kansas City Chiefs gegen die Houston Texans beginnen. In den vergangenen Tagen waren mehrere Profis positiv auf das Coronavirus getestet worden. Noch dürfen die Spieler die Trainingsstätten ihrer Teams nicht nutzen und nur für medizinische Zwecke betreten. Unter den positiv getesteten Spielern sind laut US-Medienberichten auch Star-Runningback Ezekiel Elliot von den Dallas Cowboys und Kareem Jackson von den Denver Broncos.


+++++13. Juni 2020+++++

Italien erlaubt wieder Sportevents ohne Zuschauer
Für den italienischen Sport geht der Lockdown endgültig zu Ende. Die italienische Regierung beschloss, ab Freitag, alle vom Olympischen Komitee CONI und von den Sportverbänden vorgesehenen professionellen Sportevents wieder zuzulassen - allerdings ohne Zuschauer.

Amateur-Veranstaltungen, die Kontakt zwischen den Spielern vorsehen, sollen erst ab dem 25. Juni wieder erlaubt sein. Allerdings nur, wenn es die epidemiologische Lage im Land erlaubt, kündigte Premierminister Giuseppe Conte an.

Am Freitag legt auch der Fußball in Italien wieder los. Im ersten Halbfinal-Rückspiel der Coppa Italia trifft Rekordmeister Juventus Turin auf den AC Mailand.

+++++12. Juni 2020+++++

Leichtathleten-DM darf in Braunschweig steigen

Die wegen der Corona-Pandemie verschobene Leichtathletik-DM darf am 8. und 9. August in Braunschweig nachgeholt werden. Am Freitag gab die Stadt grünes Licht und genehmigte das vom Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) eingereichte Durchführungs- und Hygiene-Konzept. Dieses sieht eine Austragung ohne Zuschauer vor, zudem sind alle Laufdisziplinen auf der freien Bahn und die Staffelwettbewerbe nicht Teil der Veranstaltung.

Vor allem dieser Verzicht auf einige Disziplinen hatte dem DLV zuletzt viel Kritik aus dem Athletenkreis eingebracht. DLV-Präsident Jürgen Kessing unterstrich nun zumindest, dass der Verband bis zur Austragung der DM eine mögliche Änderung des Konzeptes fortlaufend prüfen werde.

"Nach wie vor müssen wir uns in der sogenannten Late Season an die behördlichen Anordnungen halten", sagte Kessing: "Wir verfolgen natürlich die aktuellen Lockerungen, und wenn eine Möglichkeit besteht, planen wir Wettbewerbe der Mittel- und Langstrecke ein."

Die Anwesenheit von Zuschauern im Stadion verhindert momentan ein noch bis zum 31. August gültiges Verbot von Großveranstaltungen. Eine Live-Übertragung an beiden Tagen sei von den TV-Partnern ARD und ZDF "definitiv" vorgesehen, teilte der DLV mit.

Hindernis-Europameisterin Gesa Felicitas Krause hatte den Verzicht auf die längeren Strecken in der vergangenen Woche als "nicht nachvollziehbar" bezeichnet und auf die Austragung von Bundesligaspielen im Fußball und Basketball verwiesen.

Diese Vergleiche lassen sich laut DLV-Generaldirektor Idriss Gonschinska allerdings nur bedingt ziehen. "Letztlich ergeben sich durch die unterschiedlichen Disziplinen, die besonderen Anforderungsprofile und die Vielzahl an teilnehmenden Vereinen deutlich abweichende Rahmenbedingungen", sagte er: "Eine mehrwöchige Quarantäne-Regelung ließ sich zum Beispiel nicht auf die Situation der DM übertragen. Die wesentlichen Elemente der Leichtathletik-Konzeption bilden daher unter anderem die Zonenstruktur und die Abstandsregelungen."

+++++9. Juni 2020+++++

PGA Tour der Golfprofis startet mit Schweigeminute

Die millionenschwere PGA Tour der Profigolfer hat nach drei Monaten Corona-Pause wieder den Spielbetrieb aufgenommen. Der US-Amerikaner Ryan Palmer absolvierte am Donnerstag den ersten Abschlag bei der Charles Schwab Challenge im texanischen Fort Worth. In diesem Jahr ist bis auf Superstar Tiger Woods die gesamte Weltelite bei dem mit 7,5 Millionen Dollar dotierten Turnier anwesend. Auch Deutschlands Golf-Idol Bernhard Langer ist im Colonial Country Club am Start.

Ein 37 Seiten starkes Rückkehr-Konzept regelt den Betrieb auf der lukrativen US-Tour. Die Spieler und deren Caddies werden laufend auf das Coronavirus getestet, die Hygienemaßnahmen sind stark erhöht und Zuschauer dürfen erst gar nicht auf den Golfplatz.

Als Zeichen gegen Rassismus wurde um 8.46 Uhr (Ortszeit) in Fort Worth eine Schweigeminute eingelegt, in der die Profis das Spielgeschehen auf dem Platz einstellten und des getöteten Afroamerikaners George Floyd gedachten. Der 46 Jahre alte Floyd war am 25. Mai bei einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis ums Leben gekommen. Ein weißer Polizeibeamter hatte sein Knie 8 Minuten und 46 Sekunden lang in den Nacken des am Boden liegenden Mannes gedrückt - trotz Floyds wiederholten Bitten, ihn atmen zu lassen.

+++++9. Juni 2020+++++

Alle Tests beim Basketball-Turnier in München negativ

Alle Coronatests im unmittelbaren Vorfeld des Meisterturniers der Basketball-Bundesliga waren negativ. Als letztes Team seien die Brose Bamberg „komplett negativ getestet und freigegeben“ worden, teilte der BBL-Hygienebeauftragte Florian Kainzinger am Dienstagmorgen via Twitter mit. Vor dem Einzug in das Quarantäne-Hotel, in dem alle zehn Teams mit ihrem bis zu 22 Personen großen Tross während des kompletten Turniers untergebracht sind, hatten sich alle Beteiligten einem weiteren Test unterziehen müssen.

Die Bamberger waren am Montag als letzter Club in München angekommen, wo sie an diesem Dienstagabend (20.30 Uhr/Magentasport) ihre erste Partie gegen Alba Berlin bestreiten. Während des Turniers werden alle Beteiligten erneut auf das Coronavirus getestet.

+++++8. Juni 2020++++++

Play-offs in Italien im Fall eines Saisonabbruchs

Der italienische Fußballverband FIGC hat sich gegen die Serie A durchgesetzt. Im Falle eines Saisonabbruchs aufgrund neuer Corona-Infektionen soll mit Play-offs der Meister bestimmt werden. Ein Algorithmus soll über die Abschlussplatzierungen und damit die Teilnehmer am Europapokal und die Absteiger entscheiden. Der Verband lehnte mit 18:3 Stimmen die Forderung der Liga ab, in diesem Fall weder Meister noch Absteiger zu bestimmen.