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Borussia Mönchengladbach: Gesundheitsamt schreibt Nationalspielern keine Quarantäne vor

Reisen von Borussias Nationalspielern : Das Gesundheitsamt in Gladbach tickt anders als in Bremen

Bundesligist Werder Bremen hat seinen Nationalspielern die Teilnahme an den anstehenden Länderspielen untersagt. Bei Borussia werden in der kommenden Woche elf Nationalspieler auf Reisen gehen. Manager Max Eberl nennt die Gründe.

Spanien, Belgien, Simbabwe – in diesen Ländern werden einige von Borussias Nationalspielern in den kommenden zwei Wochen unterwegs sein. Alle drei sind laut des Robert-Koch-Instituts Corona-Risiko-Gebiete. Obwohl die Aufenthalte der Fußballer an den jeweiligen Spielorten so kurz wie möglich gehalten werden und es keinen Kontakt zu Außenstehenden gibt, sind die Sorgen groß, auch in Mönchengladbach. Was ist, wenn sich ein Spieler unterwegs mit dem Corona-Virus infiziert und dem Klub für einige Partien nicht zur Verfügung steht?

Die vergangene Länderspielpause hat gezeigt, dass das Risiko groß ist. Hoffenheims Andrej Kramarić und zwei seiner Mitspieler wurden nach ihrer Rückkehr zum Klub positiv auf das Corona-Virus getestet. Der Schweizer Manuel Akanji (Borussia Dortmund) war ebenfalls betroffen. International sorgte Cristiano Ronaldo (Juventus Turin) mit angeblich 18 positiven Corona-Tests in Folge für Aufsehen. Vor genau solchen Szenarien fürchten sich die Vereine. Zwei Bundesliga-Klubs, Arminia Bielefeld und Werder Bremen, haben ihren Profis nun untersagt, an den anstehenden Länderspielen teilzunehmen.

Der Grund: In Bremen und Bielefeld schreibt das jeweilige Gesundheitsamt vor, dass sich die Profis nach den Reisen in Risikogebiete für fünf Tage in Quarantäne begeben müssen. Borussias Manager Max Eberl sagt dazu: „Bei uns ist die Absprache mit dem Gesundheitsamt anders. Wenn wir nachweisen können, dass die Testungen erfolgt sind, dass alles bei den Verbänden eingehalten worden ist, dann müssen die Spieler nicht in Quarantäne.“ Wäre das nicht so, dürften wohl auch die Borussen ihre Reisen nicht antreten. Allerdings wäre es dann auch die Frage, was bei den Champions-League-Reisen wäre.

In Matthias Ginter, Florian Neuhaus, Jonas Hofmann (alle Deutschland), Yann Sommer, Nico Elvedi, Breel Embolo (alle Schweiz), Stefan Lainer, Valentino Lazaro (beide Österreich), Ramy Bensebaini (Algerien), Marcus Thuram (Frankreich) und Hannes Wolf (U21 Österreich) wurden elf Borussen zu ihren Nationalteams eingeladen. Sie gehen nach dem Spiel am Sonntag in Leverkusen auf Tour. Dass ein gewisses Risiko mitreist, ist in diesen Tagen der Normalzustand.