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Borussia Mönchengladbach: Ginter, Bensebaini, Neuhaus, Thuram, Plea erhöhen ihren Marktwert

Nicht nur sportlich erfolgreich : Auch für Borussias Transfer-Kasse läuft es richtig gut

Nicht nur die sportlichen Erfolge sind wichtig für Gladbach. Die Leistungen in der Champions League werden sich auch auf Borussias Werte auf dem Transfermarkt bemerkbar machen.

Über die Marktwerte, die das Portal transfermarkt.de veröffentlicht, sagt Borussias Sportdirektor Max Eberl: „Das sind hypothetische Zahlen. Das ist für mich nur eine Spielerei.“ In gewisser Weise stimmt das, da der Markt die Preise bestimmt, je höher die Nachfrage desto höher der Wert. Doch realitätsfern sind die Zahlen sicher nicht. Die Angaben richten sich nach den sportlichen Leistungen, nach dem Alter und dem Ruf des Spielers sowie des Klubs, bei dem er tätig sind. Kurz: Profis, die bei einem Klub mit großem Renommee spielen, sind teurer als die, die bei einem kleineren Verein spielen. Und da macht Borussia jetzt mächtig Boden gut.

Denn Gladbachs Kader hat zwar schon eine hohe Bewertung, doch der Gesamtmarktwert von 313,43 Millionen Euro dürfte noch unter dem tatsächlichen Wert liegen. Grund dafür ist, dass viele Spieler bis zu dieser Saison noch nicht in der Champions League gespielt hatten. Dank der verdient man nicht nur viel Geld, auch der Marktwert steigt.

Entsprechend werden die Leistungen, die die Borussen in der Königsklasse zeigen, honoriert werden. Die Gladbacher werden bei transfermarkt.de wohl bald das nächste Upgrade bekommen. Die Borussen gewinnen gerade enorm an Wert.

Dafür spricht auch, dass durch die Leistungen in der Champions League die Gerüchteküche rund um die Borussen wieder mächtig brodelt. Natürlich wird über Alassane Plea und Marcus Thuram gesprochen, denn Plea war mit seinem Dreierpack nicht nur der Top-Spieler beim 6:0 gegen Schachtjor Donezk, sondern am gesamten dritten Spieltag in der Königsklasse. Und Thuram hat eine Woche zuvor mit seinem Doppelpack gegen Real Madrid (2:2) bereits für mächtig Furore gesorgt.

Die Franzosen waren schon vorher Spieler, die hoch gehandelt wurden. Transfermarkt.de taxiert ihre Marktwerte derzeit auf 30 Millionen Euro (Plea) und 32 Millionen Euro (Thuram). Teilweise dürfte das in etwa die reellen Zahlen treffen. Plea ist 27 Jahre alt, am Ende der Saison, wenn ein Transfer zum Thema werden könnte, 28. Da werden viel höhere Ablösen nur in Ausnahmefällen aufgerufen. Etwas mehr wird aber drin sein, wenn Plea konstant auf einem derart hohen Niveau spielt wie jetzt in Kiew.

Bei Thuram dagegen könnte der reale Verkaufswert deutlich höher liegen. Er ist im August erst 23 Jahre alt geworden, ist ein Shooting-Star, also noch lange nicht am Ende seiner Entwicklung, sein Vertrag läuft noch bis 2023. Das sind alles Argumente, die den Preis treiben, genau wie Tore gegen Real Madrid. Und er hat wegen seines Vaters, Weltmeister Lilian Thuram, einen ohnehin klangvollen Namen in der Fußball-Welt.

Eberl wird darauf vorbereitet sein, dass in den kommenden Monaten großes Interesse an seinen Spielern aufkommt. Das ist der Lohn guter Leistungen, der sich in möglichen Ablösesummen spiegeln würde. Wie viele Borussen gehen werden, weiß man noch nicht. Dass es heftig in Eberls Transfer-Kasse klingeln wird, ist aber äußerst wahrscheinlich.