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Borussia Mönchengladbach: Ginter, Hofmann und Neuhaus weiter im DFB-Team bei Löw gefragt

Nicht nur wegen besonderer Umstände : Gladbach-Profis bleiben im DFB-Team gefragt

Beim 6:0 gegen Donezk präsentierten sich in Christoph Kramer und Lars Stindl zwei frühere Nationalspieler in Galaform. Für die Länderspiele in den nächsten beiden Wochen hat der Bundestrainer es jedoch bei drei Profis aus Gladbach belassen.

Bundestrainer Joachim Löw hat für die Länderspiele gegen Tschechien, die Ukraine und Spanien erneut einen XL-Kader nominiert. Unter den 29 Spielern befinden sich wie im Oktober drei Profis von Borussia Mönchengladbach: Matthias Ginter, Florian Neuhaus und Jonas Hofmann sind dabei. Die letzten beiden hatten beim 3:3 gegen die Türkei ihr Debüt gefeiert.

Während Ginter zu einem Kreis von acht Spielern zählt, die erst ab dem Nations-League-Spiel gegen die Ukraine am 14. November zur Verfügung stehen, sind Neuhaus und Hofmann im DFB-Quartier in Leipzig direkt am Start. Sie werden daran arbeiten, sich im Kreis der Nationalmannschaft zu etablieren. „Wenn ich weiter meine Leistungen bringe und wir bei Borussia als Mannschaft weiter erfolgreich sind, kann das schon auf Dauer sein“, hatte Hofmann zuletzt im Interview mit unserer Redaktion gesagt.

Beides ist seit der vergangenen Länderspielpause der Fall gewesen. Neuhaus und Hofmann sorgten beim Champions-League-Spiel in Mailand sogar in Co-Produktion für Aufsehen: Neuhaus‘ Vollspann-Traumpass auf Hofmann, der daraufhin Inters Torwart Samir Handanovic tunnelte, ließ Fans in ganz Europa angesichts der Schönheit des Zuspiels eskalieren. Dass drei Gladbach-Profis nominiert sind, ist längst nicht mehr nur ein Produkt der besonderen Umstände. Sie haben es sich schlichtweg verdient.

Besonders am vergangenen Dienstag beim 6:0 gegen Schachtjor Donezk brillierten auch zwei weitere deutsche Spieler im Borussia-Trikot: Christoph Kramer und Lars Stindl. Mit 29 und 32 Jahren dürfte es jedoch eng werden, noch zum 12. bzw. 13. Länderspieleinsatz ihrer Karriere zu kommen. Obwohl Löw mit der erstmaligen Nominierung von Philipp Max (27/PSV Eindhoven) zeigt, dass nicht nur Jugend gefragt ist beim Versuch, die Nationalmannschaft wieder auf Kurs zu bringen. Auch Hofmann zählte mit 28 eher zu den älteren Debütanten.

Hofmanns und Neuhaus‘ Einsatzchancen für den Länderspiel-Dreierpack gegen Tschechien (11. November, 20.45 Uhr), die Ukraine (14. November, 20.45 Uhr) und Spanien (17. November, 20.45 Uhr) sehen nicht schlecht aus. Im zentralen Mittelfeld setzen Leon Goretzka, Toni Kroos und Joshua Kimmich im ersten Spiel aus. Auf den Außenbahnen sind die Bayern-Profis Leroy Sané und Serge Gnabry erst später dabei .

Dass Borussias Profis gerade auch international gefragt sind, zeigte am Donnerstag bereits für erstmalige Berufung Marcus Thurams in die französische Nationalmannschaft. Und Didier Deschamps, Trainer der „Équipe Tricolore“, musste sogar die Frage beantworten, warum er nicht zusätzlich auf Alassane Plea setze. Der hatte gegen Donezk in der Champions League dreimal getroffen. „Er ist eher ein zentraler Stürmer, von denen wir schon viele im Kader haben", erklärte Deschamps.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Borussias Debütanten im DFB-Team