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Urlaub Spanien, Mallorca 2020: Risikogebiet, Corona-Regeln & die Lockerungen

Erneut Corona-Risikogebiet : Reisebeschränkungen in großen Teilen Spaniens

Wegen hoher Infektionszahlen warnt das Auswärtige Amt derzeit vor nicht notwendigen, touristischen Reisen nach Spanien - mit Ausnahme der Kanarischen Inseln. Das gilt jetzt für Spanien-Besucher.

Dieser Artikel wird regelmäßig aktualisiert.

In welchem Urlaubsland müssen Touristen noch in Quarantäne? Sind Strände dort zugänglich? Welche Abstandsregeln gelten, und dürfen Restaurants besucht werden? Diese Fragen treiben viele Menschen um - vor allem für Spanien mit seinen Urlaubshochburgen wie Mallorca oder Gran Canaria interessieren sich zahlreiche Reisende.

Welche Teile von Spanien gelten als Risikogebiet?

Spanien zählte zu den Ländern, die von der zweiten Corona-Welle zuerst und besonders hart getroffen wurden. Das beliebte Urlaubsland gilt beinahe komplett als Corona-Risikogebiet. Lediglich auf den Kanarischen Inseln sind die Infektionszahlen niedriger.

Die Entscheidung der Bundesregierung heißt allerdings nicht, dass man den Weihnachtsurlaub unter Palmen ganz unbeschwert buchen kann. Die Aufhebung der Reisewarnung für Korsika hat beispielsweise zuletzt gerade mal eine Woche gehalten.

Die Einstufung als Risikogebiet bedeutet, dass für heimkehrende Urlauber eine Testpflicht auf das Coronavirus greift. Bis das Ergebnis vorliegt, müssen sie sich in häusliche Quarantäne begeben.

Eine Reisewarnung geht weiter. Sie ist zwar kein Reiseverbot, aber eine abschreckende Wirkung ist beabsichtigt. Und sie hat eine positive Seite für Verbraucher: Sie ermöglicht es Reisenden, Buchungen kostenlos zu stornieren.

Für Rückkehrer aus Corona-Risikogebieten gilt generell, dass sie sich beim Gesundheitsamt melden und Angaben zu Symptomen und einem eventuellen Corona-Test machen müssen. Zudem greift eine Testpflicht bei der Heimkehr: Wer kein negatives Test-Ergebnis von kurz vor der Abreise dabei hat, muss sich nach der Ankunft in Deutschland testen lassen. Das heißt: Entweder man lässt sich noch im Urlaubsland höchstens 48 Stunden vor der Abreise testen und legt einen Negativ-Nachweis in deutscher oder englischer Sprache vor. Tests im Ausland sind aber selbst zu zahlen. Oder man lässt sich nach Rückkehr in Deutschland testen. Ab dem 8. November ist der Test kostenpflichtig.

Darf man aus einem EU-Land oder aus Norwegen, der Schweiz, Island oder Liechtenstein als Tourist in Spanien einreisen oder aus ihm ausreisen?

Ja. Die Einreise aus allen EU- und Schengen-assoziierten Staaten ist grundsätzlich möglich, es wird aber davon abgeraten.

Bei einer Einreise kann eine Gesundheitskontrolle durch Temperaturmessung, Auswertung durch die Gesundheitsbehörde und eine visuelle Kontrolle des Reisenden erfolgen. Außerdem müssen seit dem 1. Juli Flugreisende vorab ein Gesundheitsformular ausfüllen. Es ist auf dem Spain Travel Health-Portal hinterlegt und erzeugt einen QR-Code, der bei der Einreise vorgelegt werden muss.

Ab 23. November 2020 gilt für alle Reisenden, die auf dem Luft- oder Seeweg nach Spanien einreisen und aus einem Risikoland/-gebiet kommen, die Verpflichtung, ein negatives Testergebnis eines PCR-Tests mit sich zu führen. Diese Verpflichtung gilt nicht bei Einreise auf dem Landweg. Für die Kanaren ist bereits seit 14. November 2020 für die Unterbringung grundsätzlich ein negativer PCR- oder Antigentest erforderlich.

Die Grenzübergänge Ceuta und Melilla sind geschlossen.Spanische Häfen sind für international verkehrende Kreuzfahrtschiffe bis auf weiteres gesperrt.

Gibt es in Spanien einen Lockdown?

In Spanien wurde am 29. Oktober der nationale Gesundheitsnotstand (Alarmzustand) ausgerufen. Dieser gilt bis zum 9. Mai 2021 und ermöglicht der Zentralregierung teils gravierende Einschränkungen und Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie zu beschließen. Somit ist kein durchgehender Lockdown damit verbunden, vielmehr werden die Maßnahmen an die jeweiligen Entwicklungen der einzelnen Gebiete angepasst. Generell herrscht aktuell eine nächtliche Ausgangssperre von 23 bis 6 Uhr - die Zeiten können allerdings in den Regionen je nach Lage abweichen. Wegen dieser Ausgangssperren kam es in den vergangenen Tagen zu Ausschreitungen.

Herrscht in Spanien Maskenpflicht?

Seit dem 21. Mai 2020 gilt eine allgemeine Pflicht zum Tragen einer Mund- und Nasenbedeckung an allen öffentlichen Orten innerhalb und außerhalb geschlossener Räume, an denen ein Abstand von eineinhalb Metern nicht eingehalten werden kann. Auf den Mittelmeerinseln Mallorca, Ibiza und Menorca müssen auch im Freien Masken getragen werden. Verstöße gegen die Maskenpflicht werden mit Geldstrafen von etwa 100 Euro geahndet. In Spanien reicht es nicht, nur einen Schal oder ein Tuch über Mund und Nase zu ziehen.

Haben Hotels, Restaurants, Bars und Cafés in Spanien geöffnet?

Grundsätzlich dürfen sie öffnen – allerdings mit Einschränkungen, um die Corona-Schutzmaßnahmen zu gewährleisten: In Regionen der Phase 2 können Hotels bis zu 30 Prozent ihrer Kapazität wieder öffnen, in denen der Phase 3 sind es bis zu 50 Prozent, einschließlich der Nutzung von Gemeinschaftsräumen. Für den gastronomischen Bereich gelten ähnliche Regelungen, wie für Hotels. Zudem gibt es ein spezielles Hygienekonzept. Der Außenbereich der Gastronomie darf nur mit maximal der Hälfte der Tische betrieben werden. An jedem Tisch dürfen maximal 10 Gäste sitzen. In den Regionen, die aktuell als "Risikogebiete" gelten, muss die Gastronomie den Betrieb um spätestens Mitternacht einstellen. Zusammenkünfte mit mehr als zehn Personen sind verboten.

In Phase 2 können Bars und Cafés bis zu 40, in Phase 3 bis zu 50 Prozent ihrer Kapazität öffnen.

Sind Strände in Spanien wieder offen zugänglich?

Die Strände werden mit Einschränkungen und unter Aufsicht der Stadtverwaltung wieder geöffnet, um sicherzustellen, dass ein Mindestabstand von zwei Metern unter Badegästen eingehalten wird. Liegen und Hängematten müssen nach jedem Gebrauch desinfiziert werden. Sport ist nur einzeln oder paarweise gestattet

Wie sieht es mit kulturellen Veranstaltungen aus?

Für Regionen in Phase 2 gilt: Drinnen sind kulturelle Veranstaltungen erlaubt für maximal 50 Personen (ein Drittel der Kapazität), draußen sind es 400 Sitzplätze. Für Phase-3-Regionen sind drinnen bis zu 80 Personen (ein Drittel ihrer Kapazität) erlaubt und draußen 800 Sitzplätze. Theater (mit weniger als 300 Sitzplätzen) und andere öffentliche Plätze können mit Trennmaßnahmen und bis zu 50 Prozent ihrer Kapazität in Phase 3 eröffnet werden. In den als „Risikogebiet“ eingestuftes spanischen Regionen, ist der Zugang zu Museen und anderen kulturellen Events stark personell eingeschränkt.

Haben die Geschäfte in Spanien geöffnet?

Geschäfte mit einer Ladenfläche von bis zu 400 Quadratmetern können in Phase-2-Regionen mit 40 Prozent ihrer Kapazitäten öffnen. In Phase 3 können Geschäfte mit 50 Prozent ihrer Kapazität öffnen. Restaurants dürfen ihre Außenbewirtschaftung mit maximal der Hälfte ihrer Tische und maximal zehn Personen pro Tisch sowie mit möglichst bargeldlosem Bezahlen betreiben.

In Teilen gibt es einen Lockdown

Inzwischen sind einige Städte und Gebiete komplett abgeriegelt. Diese dürfen nur noch aus triftigem Grund betreten oder verlassen werden. Außer Galizien und Extremadura zählen alle Gemeinschaften auf dem Festland dazu, mancherorts gelten die Beschränkungen nur wenige Tage, meist jedoch vorerst bis zum 9. November. Diskotheken und Nachtbars sind geschlossen. Es herrscht ein Rauchverbot auch im Freien, solange kein Abstand von zwei Metern einzuhalten ist. Ein Party-Verbot herrscht auch im Freien, vielerorts dürfen nicht mehr als sechs Personen zusammenkommen.

Wo gibt es die Information zu sämtlichen Reiseländern gebündelt?

Das Auswärtige Amt informiert laufend, und auch auf einer neuen Webseite der EU-Kommission können Touristen ihr Zielland eingeben und herausfinden, welche Corona-Bestimmungen dort zu beachten sind. Trotz der Grenzöffnungen unterscheiden diese sich von Land zu Land teilweise stark.

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(ahar/dpa/grof)