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Borussia Mönchengladbach: Marco Rose muss gegen Werder Bremen rotieren

Viele Umstellungen in Bremen : Rose lässt Borussia wieder rotieren

In der Hinrunde lag Marco Rose mit seinen Wechseln oft richtig. Dieses Gespür braucht Borussias Coach wieder. Denn er will und muss seine Startelf beim Spiel bei Werder Bremen am Dienstagabend umstellen.

Bei Breel Embolo und Tobias Strobl, die beim 1:3 gegen Bayer Leverkusen verletzungsbedingt ausgewechselt wurden, ist es nicht nur eine Schrecksekunde gewesen: beide fallen am Dienstagabend für das Spiel der Borussen bei Werder Bremen (20.30 Uhr) aus. Bei Embolo handelt es sich „nur“ um eine schwere Prellung in der Wade, es dürfte also nicht allzu lange dauern, bis er zurückkehrt. Bei Strobl sind die Prognosen schlechter, er hat einen Muskelfaserriss. Auch darum wird Marco Rose zu dem gezwungen, was er aber ohnehin in der ersten englischen Wochen der Rest-Saison gemacht hätte: Borussias Trainer muss personell rotieren.

Dass es nach dem Leverkusen-Spiel mehrere Wechsel in der Startelf geben dürfte, hatte Rose schon vor der Partie am vergangenen Samstag und den darin geschehenen Verletzungen betont. Bei den Personal-Rochaden braucht der 43-Jährige wieder das Händchen, das er in den englischen Wochen in der Hinrunde hatte, als Borussia trotz Mehrfachbelastung und Verletzungsmisere in der Bundesliga erfolgreich war. Wir machen den Check, auf welchen Positionen es welche Wechsel geben dürfte.

Im Tor bleibt die Situation klar, dort wird Yann Sommer in Bremen versuchen, im elften Rückrundenspiel erstmals die Null zu halten. Doch davor wird es zu Änderungen kommen. Stefan Lainer ist bekannt dafür, Belastungen wie aktuell wegstecken zu können und dürfte auch in Bremen starten. Gleiches gilt für die Innenverteidiger Matthias Ginter und Nico Elvedi. Durchaus möglich ist, dass Rose auf eine Dreierkette setzt und Tony Jantschke in die Startelf rückt. Auf der linken Seite wird Oscar Wendt den Algier Ramy Bensebaini ersetzen, er fühlt sich mit drei zentralen Abwehrmännern im Rücken auch deutlich wohler.

Im Mittelfeld fällt neben Strobl nach wie vor Denis Zakaria aufgrund seiner Knie-OP aus. Florian Neuhaus könnte nach seiner starken Leistung in Frankfurt (1:3) und der schwachen Darbietung gegen Leverkusen eine Pause bekommen. Mit Christoph Kramer und Laszlo Bénes haben zwei Borussen besonders hohe Chancen auf ihr Startelf-Comeback. Kramer kam in beiden Partien nach der Corona-Pause gar nicht zum Einsatz, Bénes hatte zwei Kurzeinsätze. Beide sind also körperlich fit und bereit für die Aufgabe in Bremen.

Spannend wird es im Angriff der Borussen. Im System mit der Dreierkette bot Rose zuletzt meist ein offensives Dreieck auf. Bleibt es dabei, ist Lars Stindl der erste Kandidat, es wäre sein erstes Spiel in der Startelf seit dem 1:2 gegen Borussia Dortmund Anfang März. Bei Raffael dürfte es wohl auch im restlichen Verlauf der Saison eher um Joker-Einsätze gehen.

Davor ist sehr wahrscheinlich, dass Patrick Herrmann beginnt. Er hat schon einige Male unter Rose bewiesen, auch als zentraler Mann eines Zweierangriffs zu funktionieren. Mit ihm gibt es auch die Möglichkeit, jederzeit mit Außenstürmern zu agieren. Neben ihm ist die Frage: Alassane Plea oder Marcus Thuram? Beide sind äußerst wichtig für Borussias Offensivspiel, könnten aber auch nach den anstrengenden ersten Partien eine kleine Verschnaufpause gebrauchen und als Joker ins Spiel kommen. Thuram zeigte sich gegen Leverkusen und etwas besserer Form und spielte etwas kürzer, daher hat er wohl die größeren Startelfaussichten. Plea wäre die Variante, wenn Rose lieber mit zwei Zehnern agieren möchte.

Als Joker könnte übrigens auch Mamadou Doucouré ins Spiel kommen. Ihn hat Rose kurzfristig am Montag für den Kader nominiert. Es wäre sein erster Profi-Einsatz für Borussia.

Der Aufstellungstipp unserer Redaktion: Sommer – Jantschke, Ginter, Elvedi – Lainer, Kramer, Bénes, Wendt – Stindl – Herrmann, Thuram.