Europa League 18/19: Eintracht Frankfurt gegen Lazio Rom - RB Leipzig vor heikler Aufgabe

Gruppenphase in der Europa League : Eintracht gegen Lazio - Leipzig vor heikler Aufgabe

Die Auslosung der Europa League bringt einige interessante Spiele für die Bundesliga-Clubs. Insbesondere Frankfurt darf sich auf reizvolle Gegner freuen: Es warten Marseille und Lazio. Brisanz verspricht das RB-Duell zwischen Leipzig und Salzburg.

Hammerlose für Eintracht Frankfurt, ein pikantes Duell für RB Leipzig und eine machbare Gruppe für Bayer Leverkusen: Die Auslosung der Europa-League-Gruppenphase hat den drei Clubs der Fußball-Bundesliga mitunter höchst interessante Spiele beschert. Insbesondere Frankfurt darf sich auf Gegner von Champions-League-Format freuen. So trifft die Eintracht bei ihrem Europacup-Comeback nach fünf Jahren auf Vorjahresfinalist Olympique Marseille und den italienischen Top-Klub Lazio Rom, dazu wartet in Gruppe H noch Apollon Limassol aus Zypern.

„Wir haben eine sehr anspruchsvolle Gruppe zugelost bekommen mit großen Hürden. Da werden wir alles reinlegen müssen, um unser Ziel, die Zwischenrunde, zu erreichen“, sagte Eintracht-Manager Fredi Bobic.

Zu einem brisanten Duell kommt es in Gruppe B, wenn Leipzig auf den zweiten von Red Bull gesponserten Verein FC Salzburg trifft. Ein Uefa-Entscheid aus dem Jahr 2017 hatte ein entsprechendes Aufeinandertreffen erst möglich gemacht. Die Regeln fordern eine strikte Trennung auf allen Ebenen aller an der Champions- oder Europa League teilnehmenden Vereine, hieß es damals. Lediglich Logos und Trikots der Klubs müssen sich offensichtlich unterscheiden. „Viel spannender, viel lukrativer hätte man sich die Gruppe nicht ausdenken können“, sagte Leipzigs Cheftrainer und Sportdirektor Ralf Rangnick. „Beide Vereine wurden schon seit Jahren entflochten. „Um die Wettbewerbstauglichkeit muss sich keiner Gedanken machen, es werden zwei emotionale und brisante Spiele“, meinte er.

Dass es dazu überhaupt kam, war lange nicht klar. So hatte Salzburg die scheinbar sichere Champions-League-Qualifikation mal wieder verspielt. Und Leipzig löste gegen Sorja Luhansk erst in der Schlussminute das Ticket zur Gruppenphase. Der schottische Meister Celtic Glasgow und der norwegische Verein Rosenborg Trondheim warten als weitere attraktive Gegner.

Die vermeintlich leichteste Gruppe erwische Leverkusen mit dem bulgarischen Meister Ludogorets Rasgrad, dem FC Zürich und AEK Larnaka aus Zypern. Rasgrad dürfte den deutschen Fans womöglich noch aus dem Vorjahr in Erinnerung sein, als sich der bulgarische Serienmeister unter anderen gegen 1899 Hoffenheim durchsetzte.

Für Leverkusen ist der Klub indes Neuland, ganz im Gegensatz zum FC Zürich. Im Dezember 2007 trafen beide Vereine in der Gruppenphase bereits aufeinander. Damals siegte Bayer in Zürich 5:0. Ein Weiterkommen dürfte für Leverkusen Pflicht sein, zumal auch Larnaka keine ernsthafte Konkurrenz sein sollte.

Düdelingen empfängt den AC Mailand

Auf den krassen Außenseiter F91 Düdelingen wartet ein ganz besonderes Highlight. Der erste luxemburgische Klub, der sich für die Europa-League-Gruppenphase qualifizieren konnte, bekommt es in Gruppe F mit dem früheren Champions-League-Sieger AC Mailand zu tun. Dazu erhielt Düdelingen in Olympiakos Piräus und Betis Sevilla weitere namhafte Gegner. Der FC Arsenal mit den deutschen Profis Mesut Özil, Bernd Leno und Shkodran Mustafi trifft auf Sporting Lissabon, Karabach Agdam und Worskla Poltawa.

Die Gruppenphase beginnt am 20. September und endet am 13. Dezember. Die Ersten und Zweiten jeder Gruppe ziehen in die Zwischenrunde ein, in der dann auch die acht Gruppendritten aus der Champions League hinzukommen. Das Finale steigt am 29. Mai in Baku in Aserbaidschan. Der Sieger ist direkt für die Gruppenphase der Champions League der kommenden Spielzeit startberechtigt.

Im Vorjahr hatten die deutschen Teams in der Europa League massiv enttäuscht. Der SC Freiburg verpasste die Gruppenphase. 1899 Hoffenheim, Hertha BSC und der 1. FC Köln schieden in der Vorrunde aus. RB Leipzig und Borussia Dortmund stiegen als Gruppendritte der Champions League in der K.o.-Phase ein, kamen aber nicht über das Viertel- und Achtelfinale hinaus.

Gruppe A:
Bayer Leverkusen
Ludogorets Razgrad
FC Zürich
AEK Larnaca

Gruppe B:
RB Salzburg
Celtic Glasgow
RB Leipzig
Rosenborg Trondheim

Gruppe C:
Zenit St. Petersburg
FC Kopenhagen
Girondins Bordeaux
Slavia Prag

Gruppe D:
RSC Anderlecht
Fenerbahce Istanbul
Dinamo Zagreb
Spartak Trnava

Gruppe E:
FC Arsenal
Sporting Lissabon
FK Karabach Agdam
Worskla Poltawa

Gruppe F:
Olympiakos Piräus
AC Milan
Betis Sevilla
F91 Düdelingen

Gruppe G:
FC Villarreal
Rapid Wien
Spartak Moskau
Glasgow Rangers

Gruppe H:
Lazio Rom
Olympique Marseille
Eintracht Frankfurt
Apollon Limassol

Gruppe I:
Besiktas Istanbul
KRC Genk
Malmö FF
Sarpsborg 08 FF

Gruppe J:
FC Sevilla
FK Krasnodar
Standard Lüttich
Akhisar Belediyespor

Gruppe K:
Dynamo Kiew
FK Astana
Stade Rennes
FK Jablonec

Gruppe L:
FC Chelsea
PAOK Saloniki
BATE Borissow
Vidi FC

(dpa)