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So hat der Kreis Mettmann gewählt

Landtagswahl 2022 : So hat der Kreis Mettmann gewählt

Die Christdemokraten verteidigen ihre Direktmandate in allen vier Wahlkreisen. Auch bei den Zweitstimmen liegt die CDU vorne. Sie und die Grünen sind in unserer Region die großen Gewinner.

Wahlkreis Mettmann I (Langenfeld, Monheim, Teile von Hilden): Claudia Schlottmann (CDU) verteidigt mit 40,7 Prozent der Erststimmen den Wahlkreis und bleibt als Abgeordnete im Landtag. Ihr Herausforderer Marc Nasemann (SPD) liegt mit 24,2 Prozent nur knapp vor der Grünen-Kandidatin Siedi Sierag (19,1 Prozent). Auch bei den Zweitstimmen lag die CDU mit 39,1 Prozent vor SPD (23,1 Prozent) und Grüne (18,5 Prozent). Die FDP kann nur 6,5 Prozent holen, die AfD 4,9 Prozent.

 SPD-Kandidatin Elisabeth Müller-Witt im Gespräch mit Jan Heinisch. Der CDU-Politiker gewinnt den Wahlkreis Mettmann III klar gegen die Sozialdemokratin.
SPD-Kandidatin Elisabeth Müller-Witt im Gespräch mit Jan Heinisch. Der CDU-Politiker gewinnt den Wahlkreis Mettmann III klar gegen die Sozialdemokratin. Foto: Köhlen, Stephan (teph)

„Wir haben in NRW vor Ort gute Politik gemacht“, sagt Claudia Schlottmann über den Sieg der CDU in NRW. Glaubt man ihren Parteifreunden, so hat sie selbst ein großen Teil dazu beigetragen, hat sich um Vereine gekümmert und war da, wo sie gebraucht wurde. Zu den Kommunen hat sie den Kontakt gehalten, hilfreiche Hinweise gegeben, wenn Förderprojekte vom Land aufgelegt worden sind, die eine Stadt in ihrem Wahlkreisnutzen konnte.

 CDU-Kandidat Martin Sträßer gewinnt Mettmann IV.
CDU-Kandidat Martin Sträßer gewinnt Mettmann IV. Foto: Köhlen, Stephan (teph)

Wahlkreis Mettmann II (Hilden-Nord/-Ost, Haan, Erkrath, einige Teile von Mettmann): SPD-Kandidat Matthias Stascheit hatte mit 23,2 Prozent der Erststimmen gegen den CDU-Landtagsabgeordneten Christian Untrieser (39,2 Prozent) keine Chance. Ina Besche-Krastl (Grüne) schloss mit 19,4 Prozent auf Rang drei ab – sie zieht allerdings über die Liste in den Landtag ein. Der unabhängige Kandidat Thorsten Klimczak aus Hilden erhielt knapp 1,0 Prozent der Stimmen. Bei den Zweitstimmen ein ähnliches Bild: CDU 37,7 Prozent, SPD 23,6 Prozent, Grüne 19,3 Prozent, FDP 6,7 Prozent, AfD 5,4 Prozent.

 Wahlkreis-Gewinner Christian Untrieser im Gespräch mit Erkraths Bürgermeister Christoph Schultz (beide CDU).
Wahlkreis-Gewinner Christian Untrieser im Gespräch mit Erkraths Bürgermeister Christoph Schultz (beide CDU). Foto: Köhlen, Stephan (teph)
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„Wir freuen uns, dass die CDU wieder stärkste Kraft im Kreis Mettmann geworden ist“, sagt Christian Untrieser: „Ich habe mich bemüht, in den vergangenen fünf Jahren im Kreis sehr präsent zu sein, und freue mich, dass meine Arbeit von den Wählern so bestätigt wird.“

Wahlkreis Mettmann III/Mülheim II (Ratingen, Heiligenhaus, Teile von Mülheim): CDU-Kandidat Jan Heinisch verteidigt den Wahlkreis mit 43,1 Prozent der Erststimmen. Seine SPD-Kontrahentin Elisabeth Müller-Witt landet mit 25,5 Prozent auf Rang zwei, Ute Meier (Grüne, 16,4 Prozent) kommt auf Platz drei. Mit 39,5 Prozent ist die CDU stärkste Kraft, deutlich vor der SPD (23,5 Prozent) und den Grünen (18,2 Prozent). Die FDP erhält 7,3 Prozent, die AfD 4,7 Prozent.

Wahlsieger Jan Heinisch klang hörbar erleichtert. Denn mit diesem klaren Ergebnis hatte der CDU-Landtagsabgeordnete ganz und gar nicht gerechnet. Angesichts der Umfragen hätte man ein deutlich engeres Resultat erwarten können, betonte der CDU-Kreisvorsitzende, der in einer ersten Analyse anmerkte, dass die Christdemokraten auch Stimmen an die Grünen verloren hätten. Im Land könnte sich Heinisch eine Koalition aus CDU und Grünen vorstellen, im Kreis arbeite man mit Blick auf die von ihm mitverhandelte Jamaika-Koalition bereits sehr gut mit den Grünen zusammen, erklärte der Jurist.

Wahlkreis Mettmann IV (Teile von Mettmann, Velbert, Wülfrath): Martin Sträßer bleibt mit den meisten Erststimmen Landtagsabgeordneter im Wahlkreis Mettmann IV: 38,5 Prozent holt der CDU-Landtagsabgeordnete dort. SPD-Kandidat Cüneyt Söyler erreichte 23,2 Prozent, Grünen-Kandidatin Esther Kanschat konnte 20,3 Prozent der Stimmen auf sich vereinen. Bei den Zweitstimmen ein aus dem Kreis vertrauter Anblick: CDU auf Rang eins mit 36,3 Prozent, SPD 25,5 Prozent, Grüne 16,7 Prozent. Die FDP holt 6,8 Prozent, die AfD 6,6 Prozent.

Am Ende war keine Spur mehr von dem Kopf-am-Kopf-Rennen, das durch die Vorwahlberichterstattung geisterte. Auch CDU-Kandidat Martin Strässer hatte lange Zeit mit durchaus gemischten Gefühlen auf die Frage geantwortet, wie denn der Wahlkampf so läuft. Am Sonntagabend im Kreishaus sagte er: „In den letzten beiden Wochen hat sich die Stimmung gedreht.“