Alternative für Deutschland (AfD)

Alternative für Deutschland (AfD) (Foto: dpa, Bernd von Jutrczenka)
Alternative für Deutschland (AfD)

Die Alternative für Deutschland (kurz AfD) ist eine euro-kritische deutsche Partei, die in ihren politischen Positionen von denen der konventionellen Parteien in Deutschland abweicht. Eines der Hauptziele der Berliner Partei ist der Austritt aus dem Euro-Währungsbündnis und die Wiedereinführung nationaler Währungen.

Die AfD zieht nach der Wahl 2017 erstmals in den NRW-Landtag ein. Ihr Wahlergebnis lag bei 7,4 Prozent.

Wahlprogramm 2017 der NRW-AfD
Wahlprogramm 2017 der AfD zur Bundestagswahl

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Die AfD gründete sich im Frühjahr 2013 aus der Bürgerinitiative Wahlalternative in Berlin. Das zentrale Gründungsmotiv dabei war die Euro-Krise, die 2009 europaweit ihre Bahnen zog.

Die Gründer der AfD sehen in der Euro-Rettungspolitik das Problem, dass landesweite Krisen sich grenzüberschreitend auf die gesamte Eurozone auswirken könnten. Aus diesem Grund fordert die Partei um Bernd Lucke und Frauke Petry die Abschaffung des Euros und die Wiedereinführung nationaler Währungen, wie beispielsweise der Deutschen Mark.

Das Euro-Währungsgebiet soll Schritt für Schritt aufgelöst und zu seinen nationalen Währungen zurückgeführt werden. Ein mögliches Vorgehen dabei ist die Einführung einer Parallelwährung. Analog zum Euro würde das Land die jeweilige nationale Währung wieder in Umlauf bringen, sodass der Euro „in einem mehrjährigen Übergangsprozess“ abgesetzt werden kann, erklärt die AfD auf ihrer Homepage.

So sollen kleine und damit stabilere Währungsverbünde geschaffen werden. Zudem will die AfD die Europäischen Verträge so verändern, dass bei Bedarf jedes Land aus dem Europabündnis ausgeschlossen werden kann, damit andere Staaten von möglichen Krisen nicht betroffen sind.

Bernd Lucke als Euro-Kritiker

Diese Ansicht stößt in der Gesellschaft auf viel Kritik, da die meisten Menschen Befürworter der durch den Euro entstandenen Solidarität unter den Ländern sind.

Als Bundessprecher und Euroabgeordneter Bernd Lucke die Alternative für Deutschland 2013 gründete, war er Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Hamburg. Er hatte sich in den Jahren zuvor einen Ruf als Ökonom erarbeitet, wandte sich jedoch nach der Finanzkrise in den USA immer mehr der Politik zu und prangerte die Rettung des Euros öffentlich als Fehler an.

Eine Meinung, die seine Hamburger Kollegen nicht teilten. Lucke erntete eine Menge Kritik aus seinem Umfeld, da er sich als Wirtschaftsprofessor ohne politische Vorerfahrung zu großen politischen Themen, wie der Euro-Rettung, kritisch äußerte. Mit der Gründung der AfD, legte die Universität Hamburg Bernd Lucke eine Beurlaubung nahe, die voraussichtlich noch bis 2019 andauert.

Neben Bernd Lucke steht Frauke Petry an der Spitze der AfD. Die ehemalige Unternehmerin gehörte zuvor der Bürgerinitiative Wahlalternative an und stand Bernd Lucke damit von Anfang an bei der Gründung der Alternative für Deutschland zur Seite. Frauke Petry ist Vorsitzende der AfD Sachsen und wurde dort 2014 bei den Landtagswahlen erstmals in den Landtag gewählt.

Nachdem Frauke Petry auf dem Parteitag in Essen Anfang Juli 2015 zur alleinigen AfD-Vorsitzenden gewählt wurde, ist Parteigründer Bernd Lucke aus der AfD ausgetreten. Lucke gründete am 19. Juli 2015 die neue Partei "Alfa".

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