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Juniorwahl in Hilden und Haan liefert überraschende Ergebnisse.

Juniorwahl überrascht auch in Hilden und Haan : Jugendliche wählten völlig anders als die Erwachsenen

Die Ergebnisse der Juniorwahl waren am Sonntagabend zeitgleich zur ersten Prognose im Internet abrufbar – und lieferten große Überraschungen.

Zeitgleich mit der ersten Prognose zum Wahlergebnis wurde das Endergebnis der Juniorwahl 2022 veröffentlicht. Die SPD erhielt 22,6 Prozent der Stimmen. Auf Platz zwei kamen die Grünen mit 18,0 Prozent. Mit 17,2 Prozent auf Rang 3 kam die  CDU, die FDP schnitt in der Schülerwahl mit 15,6 fast dreifach so gut ab wie im „richtigen Leben“. Die AfD erhielt 6,7 Prozent, alle sonstigen Parteien 20 Prozent.

Im Wahlkreis Mettmann 1 (Monheim, Langenfeld, Teile von Hilden) wählten die Jugendlichen in den Schulabstimmungen SPD-Kandidat Marc Nasemann mit 28,5 Prozent klar auf Platz 1. Der FDP-Bewerber erhielt 21,9 Prozent. Und die bisherige CDU-Abgeordnete Claudia Schlottmann landete mit 19,2 Prozent auf Rang 3. Bei den Zweitstimmen lag die SPD mit 23,6 Prozent ganz vorn, vor den Grünen mit 17,4, der FDP mit 17,3 und der CDU mit 14,1 Prozent.

Ganz anders das Bild im Wahlkreis Mettmann 2 (Teile von Hilden und Mettmann, Erkrath, Haan): CDU-Kandidat Christian Untrieser lag mit 27,1 klar in Front vor den Konkurrenten von SPD (24,0) und Grünen (22,7). Bei den Zweitstimmen führte die SPD dagegen das Feld an (21,8 Prozent). Die Grünen sammelten 20,9 Prozent, die CDU 20,3 Prozent. Die FDP erhielt 15,2 Prozent. In beiden Wahlbezirken entfielen 6,6 Prozent auf die AfD.

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Schulen aus dem ganzen Land beteiligten sich an dem Schulprojekt zur politischen Bildung. Nach der Vorbereitung im Unterricht gab es in der vorigen Woche die Abstimmungen; die Schüler  ab Klassenstufe 7 (der Schwerpunkt lag auf den Jahrgangsstufen ab 9) stellten Wahlvorstände und Wahlhelfer und erlebtenso die Abläufe bei einer Wahl aus erster Hand.

Im Wahlkreis Mettmann IV (Teile Mettmann, Wülfrath, Velbert ) wählten die Jugendlichen die Grüne Esther Kanschat mit 26,4 Prozent auf Platz 1 vor dem SPD-Kandidaten (23,5) und dem FDP-Bewerber. Bei den Zweitstimmen entfielen 21,9 Prozent auf die Grünen, die FDP folgte mit 18,8 Prozent auf Rang 2 vor der SPD (17,5) und der CDU (13,4).

Seit 1999 wird die Juniorwahl bundesweit durchgeführt; seither beteiligten sich mehr als 5,3 Millionen Jugendliche. Aktuell stand die Juniorwahl unter Schirmherrschaft von Landtagspräsident André Kuper und wurde unterstützt von der Landeszentrale für politische Bildung.

(-dts)