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Landtagswahl NRW 2022: Erste Hochrechnung - Gewinner, Verlierer & mögliche Koalitionen​

Gewinner, Verlierer, mögliche Koalitionen : Das sind die ersten Erkenntnisse der Landtagswahl in NRW

Bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen ist die CDU am Sonntag stärkste Kraft geworden. Nach den ersten Hochrechnungen von ARD und ZDF lag die bisherige Regierungspartei deutlich vor der oppositionellen SPD.

Gewinner der Wahl

Die Grünen mit ihrer Spitzenkandidatin Mona Neubaur haben laut 18-Uhr-Prognosen mit 18 bis 18,5 Prozent ihr bestes Landtagswahlergebnis in Nordrhein-Westfalen eingefahren. Und natürlich gehört die CDU zu den Gewinnern. In der ersten Hochrechnung am Sonntagabend kam die CDU auf 35,0 Prozent. Die SPD folgt mit 27,9 Prozent, so das ZDF. Die Grünen dürften bei 18,2 Prozent landen. Die derzeit noch mitregierende FDP werden bei 5,4 Prozent gesehen, die AfD bei 5,5 Prozent.

Verlierer der Wahl

Die SPD hat laut 18-Uhr-Prognosen ihr schlechtestes Wahlergebnis für die Partei in NRW eingefahren. Für die Sozialdemokraten dürfte der Wahlausgang eine Enttäuschung sein, hatten sie doch mit ihrem Spitzenkandidaten Thomas Kutschaty auf Sieg gesetzt - knapp acht Monate nach der Bundestagswahl und sieben Wochen nach ihrem Triumph im Saarland. Und auch die FDP hat in der Wählergunst deutlich eingebüßt. Die Liberalen müssen am Sonntagabend noch um den Einzug in den Landtag zittern, stehen in der ersten Hochrechnung bei fünf Prozent. Und die AfD, vor einer Woche in Schleswig-Holstein erstmals wieder aus einem Landtag rausgeflogen, erleidet auch in NRW Verluste. Ob sie wieder in den Landtag einzieht, war nach den 18-Uhr-Prognosen noch nicht ganz sicher. Laut Prognose kam sie auf 6 Prozent.

Landtagswahl 2022 in Nordrhein-Westfalen: Die Stimmen zur Wahl und Regierungsbildung
  • Die CDU ist nach ersten Prognosen
    FDP wohl knapp drin : CDU bei NRW-Landtagswahl mit über 35 Prozent klar vorn
  • Der NRW-Landtag debattiert.
    NRW-Landtagswahl : CDU und Grüne wollen offiziell über Koalition verhandeln
  • Wahplakate in Düsseldorf.
    NRW-Landtagswahl 2022 : CDU in Düsseldorf deutlich vorn - gefolgt von den Grünen

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Welche Koalitionen sind möglich?

Künftige Koalitionen gelten als offen. Möglich sind laut 18-Uhr-Prognosen aber unter anderem: CDU und Grüne; SPD, FDP und Grüne – sollte die FDP im Landtag bleiben. Auch eine Regierung aus SPD und Grüne ist noch möglich. Thomas Kutschaty könnte versuchen, als Zweitplatzierter ein Ampel-Bündnis mit Grünen und FDP nach dem Vorbild im Bund zu schmieden – sofern die FDP wieder in den Landtag einzieht. Unter Umständen könnte es sogar knapp für Rot-Grün reichen.

Grüne und FDP hatten sich im Wahlkampf alle Bündnisoptionen offengehalten. Die Grünen machten aber deutlich, dass sie eine Zweierkoalition bevorzugen. Mit ihrem starken Ergebnis dürften sie die „Königsmacher“ werden. Ihre Spitzenkandidatin Mona Neubaur hatte zuletzt erklärt, es sei «vielleicht gar nicht so spielentscheidend», welcher Mann Ministerpräsident werde.

Welche Parteien ziehen in den Landtag ein?

Sicher sind die CDU, SPD und die Grünen im Landtag. Die FDP und die AfD müssen noch um den Einzug zittern.

Welche Parteien haben den Einzug in den Landtag verpasst?

Von den großen Parteien sind die Linken nicht im neuen Landtag vertreten. Sie haben erneut den Einzug verpasst.

Wie hoch war die Wahlbeteiligung?

Sie ist deutlich abgesackt auf 56 Prozent; 65,2 Prozent waren es 2017. Besonders die SPD konnte offenbar nicht alle ihrer Wähler mobilisieren. Die Wahlbeteiligung lag bis 16:00 Uhr in acht ausgewählten Kreisen und kreisfreien Städten im Durchschnitt bei 53,35 Prozent. Die stichprobenartige Umfrage wurde nach Angaben des Landeswahlleiters in den Kreisen Düren und Gütersloh, im Rhein-Kreis Neuss sowie in den kreisfreien Städten Düsseldorf, Duisburg, Essen, Köln und Mülheim an der Ruhr durchgeführt. Im Vergleich zur Landtagswahl 2017, bei der bis 16:00 Uhr rund 59 Prozent zur Wahl gingen oder an der Briefwahl teilnahmen, sei die Wahlbeteiligung in diesen ausgewählten Bereichen geringer, wobei der Anteil der Briefwähler mit rund 27 Prozent höher sei als 2017 mit 14,2 Prozent.

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(mit dpa)