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Landtagswahl NRW 2022 - Mettmann II: Ergebnisse, Kandidaten & Parteien - alle Infos

Wahlkreis Mettmann II : Das müssen Sie zur Landtagswahl wissen

Am 15. Mai werden bei der Landtagswahl die politischen Kräfteverhältnisse in Nordrhein-Westfalen neu bestimmt. Und es wird spannend. Wie sieht es im Wahlkreis 38, Mettmann II (Erkrath, Haan, Teile von Hilden und Mettmann), aus? Die RP liefert die wichtigsten Fakten.

Zu welchem Wahlkreis gehört meine Stadt?

Der Landtagswahlkreis Mettmann II (Wahlkreis 38) umfasst die Städte Haan, Erkrath sowie Teile von Hilden (Norden, Osten) und von Mettmann (Süden). 2017 setze sich Christian Untrieser von der CDU mit 39,0 Prozent Erststimmen (Zweistimmen CDU: 33,5 Prozent) Prozent gegen Manfred Krick, SPD, mit 31,6 Prozent Erststimmen (Zweitstimmen SPD: 28,0 Prozent) durch. Krick verlor das Landtagsmandat und zog auch nicht über die Liste in den Landtag ein.

Alle Ergebnisse zur Landtagswahl in NRW 2022 im Wahlkreis Mettmann II finden Sie am Abend des 15. Mai hier.

Wann öffnen die Wahllokale?

Die Wahllokale sind am Sonntag, 15. Mai 2022, von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Wer am Wahltag verhindert ist, kann bereits im Vorfeld Briefwahl beantragen und seine Stimme entweder im Wahlamt oder per Brief abgeben.

Wie finde ich das richtige Wahllokal?

Auf der Wahlbenachrichtigung finden Bürger auch das Wahllokal, in dem sie ihre Stimme abgeben können. Die Stadt verschickt die Benachrichtigung ein paar Wochen vor der Wahl. Wer seine Benachrichtigung am Wahltag nicht findet und noch schnell schauen möchte, wo er wählen muss, findet alle Wahllokale (in der Regel Straßen zugeordnet) im Internet oder kann sich an das Wahlamt der Stadt wenden.

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Was passiert, wenn man seine Wahlbenachrichtigung verloren hat?

Wer eine Wahlbenachrichtigung erhalten hat, ist bereits in das Wählerverzeichnis eingetragen worden. Verliert man diese Wahlbenachrichtigung, kann man trotzdem wählen gehen, und zwar, indem man sich im Wahlraum mit dem Personalausweis oder Reisepass ausweist. Wer jedoch keine Wahlbenachrichtigung bekommen hat, steht möglicherweise nicht im Wählerverzeichnis und sollte sich an das Wahlamt der Heimatstadt wenden.

Wie und wo kann man Briefwahl beantragen?

Wer Briefwahl beantragen möchte, kann dies mit der Wahlbenachrichtigung machen. Die muss einfach entsprechend ausgefüllt und zurückgeschickt werden. Der Wähler erhält im Anschluss die Wahlunterlagen und kann sie entweder ebenfalls zurückschicken oder im Wahlamt (in der Regel im Rathaus) vorbeibringen. Wer keine Wahlbenachrichtigung bekommen hat, kann sich ebenfalls ans Wahlamt wenden.

Wer sind die Direktkandidaten aus dem Wahlkreis Mettmann II, die man über die Erststimme wählen kann?

Die CDU schickt den bereits vor fünf Jahren siegreichen Direktkandidaten Christian Untrieser ins Rennen. Der 1982 in Wuppertal geborene, promovierte Jurist kümmert sich im Landtag vor allem um die Wirtschafts- und Energiepolitik, Belange des Umweltschutzes und die Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung. „2022 wird es darum gehen, ob wir unsere erfolgreiche Politik in NRW fortsetzen können: für einen starken Rechtsstaat, für ambitionierten Klimaschutz, für starke Kommunen, für Entbürokratisierung“, erklärt er.

Für Matthias Stascheit (SPD) ist klar, dass NRW einen Neustart brauche. „Unter der Regierung CDU und FDP ist NRW bei Bildungsausgaben und Aufklärung von Verbrechen Schlusslicht geworden. „Als Polizist“, so erklärt Stascheit, „arbeite ich beruflich an einem sicheren NRW für alle Bürgerinnen und Bürger. Dieses Herzensanliegen möchte ich im Landtag weiter verfolgen. Aus Solidarität mit jungen Menschen müssen wir im Industrieland NRW sozialverträglich und CO2-neutral werden.“

Der Vorsitzender des FDP-Kreisverbands Mettmann und Staatssekretär im NRW-Justizministerium, Dirk Wedel, tritt für die Freien Demokraten an. Geboren 1974 in Velbert wohnt der Jurist seit vielen Jahren mit Frau und zwei Töchtern in Mettmann. „Viele Gebäude des Landes NRW sind in einem schlechten Zustand. Wir müssen den Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW endlich einem echten Wettbewerb mit der Privatwirtschaft aussetzen, wenn wir substantielle Fortschritte bei der Behebung des Sanierungsstaus erzielen wollen“, sagt er.

Die Grünen haben Ina Besche-Krastl, Jahrgang 1986, aufgestellt. Ihr politischer Schwerpunkt liegt im Kampf um eine zukunftsfähige Verkehrswende, die das Klima entlasten soll. Mobil zu sein bedeutet für die Mettmannerin, Freiheit, Unabhängigkeit und Teilhabe an der Gesellschaft. „Eine Politik, die allein aufs Auto setzt, ist unsozial, denn sie schließt Menschen aus: die Kleinsten, die Ältesten, die finanziell Schwachen und behinderte Menschen“, erklärte sie. Eltern müssten teilweise ihre Kinder zur Ausbildungsstelle fahren, weil früh morgens noch kein Bus unterwegs sei.

Für die Linke kandidiert Natalie Meisen. Die 1992 geborene Referendarin (Sekundarstufe 2, Gesamtschule) hat 2012 die Linksjugend in Düsseldorf mitgegründet. „Die Ermöglichung des gleichen Zugangs für alle Menschen zu Bildung und der Kampf für Umweltschutz und Tierrechte standen und stehen bei mir politisch im Vordergrund“, sagt sie.

Für Thorsten Klimczak aus Hilden hat es bei der Bürgermeisterwahl 2020 in seiner Heimatstadt für Platz drei gereicht, ein Jahr später bei der Bundestagswahl holte er knapp 900 Stimmen. Nun tritt der unabhängige Kandidat bei der Landtagswahl an. Sein Ziel: „Ich möchte die Leute animieren, wählen zu gehen“, sagt er. Echte Chancen auf das Mandat malt er sich nicht aus. „Ich bin Realist.“

Die AfD schickt Andreas Nixdorf ins Rennen. Er wurde 2020 als Beisitzer in den Vorstand des Mettmanner Stadtverbandes der Partei gewählt.

Alle Direktkandidaten finden sie auch in unserer Bilderstrecke

Welche Parteien kann man über die Zweitstimme wählen?

Die Parteien SPD, CDU, Grüne, FDP, Piraten, Linke, NPD, Die PARTEI, Freie Wähler, BIG, FBI/FWG, ÖDP, Volksabstimmung, Tierschutzliste, AD-Demokraten NRW, AfD, Aufbruch C, BGE, DBD, DKP, Zentrum, Die Rechte, REP, Die Violetten, JED, PAN, Gesundheitsforschung, Parteilose WG „BRD“, Schöner Leben, V-Partei standen bei der Landtagswahl 2017 zur Wahl. Die endgültige Liste für 2022 steht noch nicht fest.

Wie hoch war die Wahlbeteiligung bei der letzten Landtagswahl im Wahlkreis Mettmann II?

Wahlberechtigt waren 2017 insgesamt 368.121 Menschen aus dem kompletten Kreis Mettmann. Damals hatte der heutige Wahlkreis Mettmann II noch die Nummer 37, umfasst nach einem Neuzuschnitt aber immer noch die Städte Haan, Erkrath sowie Teile von Hilden (Norden, Osten) und von Mettmann (Süden) – nur trägt er jetzt die Nummer 38. Hier waren 2017 insgesamt 91.419 Menschen wahlberechtigt. 63.090 davon gingen wählen, was eine Wahlbeteiligung von 69,01 Prozent ergibt.

Wie haben die Kandidaten aus dem Wahlkreis Mettmann II 2017 abgeschnitten?

Christian Untrieser (CDU) hat den Wahlkreis 2017 mit 39,04 Prozent der Stimmen gewonnen. Auf Rang zwei lag der SPD-Politiker Manfred Krick mit 31,60 Prozent. Dirk Wedel (FDP) landete mit 10,72 Prozent auf Rang drei, Peter Knitsch (Grüne) mit 7,07 Prozent auf Rang vier. AfD-Mann Herbert Strotebeck holte 6,03 Prozent, Linken-Kandidatin Michaele Gincel-Reinhardt 4,09 Prozent und Piraten-Politikerin Inge Niewerth 1,45 Prozent.

Wie haben die Parteien im Wahlkreis Mettmann II 2017 abgeschnitten?

So sah die Stimmenverteilung bei den Zweitstimmen im Wahlkreis aus: CDU 33,53 Prozent, SPD 28,04 Prozent, FDP 16,23 Prozent, AfD 7,75 Prozent, Grüne 6,34 Prozent, Die Linke 4,08 Prozent und die Piraten 0,85 Prozent. PAN (die Parteilosen) haben mit neun Stimmen den geringsten Stimmanteil von 0,01 Prozent im Wahlkreis geholt.

Alle Infos aus den benachbarten Wahlkreisen:

Hier geht es zur Bilderstrecke: Die Kandidaten aus Erkrath, Haan und Hilden für die Landtagswahl im Überblick

(tobi)