Telekom Cup 2019: Bayern München holt sich den fünften Titel

Telekom-Cup in Düsseldorf : Bayern siegt ohne Treffer aus dem Spiel

Der FC Bayern München hat den Telekom-Cup in Düsseldorf gewonnen - ohne dabei einen Treffer aus dem Spiel zu erzielne. Gegen Borussia und Fortuna gewann der Rekordmeister nach Elfmeterschießen.

Die zehnte Auflage des Telekom-Cups in Düsseldorf hatte neben dem späteren Sieger FC Bayern nur Teilnehmer, gegen die die Münchener in dieser Bundesligasaison noch nicht gewinnen konnten. Zum Duell mit Hertha BSC kam es zwar nicht, da die Berliner, die in der Liga mit ihrem 2:0-Heimsieg den Bayern die erste Saisonniederlage beigebracht hatten, im zweiten Halbfinale gegen Borussia Mönchengladbach 0:1 verloren. Dafür mussten sich die Münchener erst mit Ausrichter Fortuna messen, und wie schon beim 3:3 in der Liga konnten sie auch diesmal keinen Sieg feiern – zumindest nicht nach der regulären Spielzeit. Denn nach den 45 Minuten der Wintercup-Begegnung stand es 0:0, so dass das Elfmeterschießen über den Finaleinzug entscheiden musste. Da dort Takashi Usami als neunter Schütze der Düsseldorfer verschoss und Nationalverteidiger Niklas Süle im Anschluss traf, ging es für den Ausrichter ins Spiel um Platz drei, wo ihm ein 3:1-Sieg gegen Berlin gelang.

Im Finale erwarteten die Bayern folglich Borussia, die ihnen die erste Heimniederlage der Bundesligasaison beigebracht hatte: Das 0:3 am 6. Oktober 2018 ist weiterhin die höchste Niederlage der Münchener in dieser Spielzeit. Mit den beiden Teams, die sich da gegenübergestanden hatten, hatten die Mannschaften in Düsseldorf indes hauptsächlich die Vereinsnamen gemein: Sowohl Bayerns Trainer Niko Kovac als auch sein Gladbacher Amtskollege Dieter Hecking brachten je acht Spieler auf den Rasen, die beim 3:0-Ligasieg der Borussen nicht dabei gewesen waren. So standen aufseiten der Münchener nur Mats Hummels und Thiago wie schon im Oktober in der Startelf, zudem der damals eingewechselte Renato Sanches. Bei den Gladbachern war es nur Florian Neuhaus, der erneut von Anfang an randurfte, hinzu kamen die damals eingewechselten Ibrahima Traoré und Patrick Herrmann, der im Ligaspiel zwei Minuten vor dem Ende für den Endstand gesorgt hatte. Die weiteren Torschützen, Alassane Plea und Lars Stindl, fehlten. Stindl hatte nur das erste Spiel bestritten, Plea war gar nicht erst mitgekommen.

Mit dem, was die „zweite Garnitur“ Borussias anbot, durfte aber Hecking recht zufrieden sein, vor allem Nachwuchstorwart Moritz Nicolas machte einen guten Job. „Die Spieler, die sonst nicht so häufig zum Einsatz kommen, haben gezeigt, dass sie da sind. Daher ist der Sinn und Zweck dieses Turniers für uns voll erfüllt. Das verschafft uns ein gutes Gefühl“, sagte Borussias Trainer nach dem Wintercup.

Trotz der vielen Veränderungen auf beiden Seiten gab es einige Möglichkeiten, das Finale zu entscheiden, doch letztlich war keine davon zwingend genug. So ging es für die Münchener im zweiten Spiel zum zweiten Mal ins Elfmeterschießen, und zum zweiten Mal gewannen sie es. Mats Hummels setzte mit einem Lupfer gegen Borussias Torwart Nicolas, der den Elfmeter des zweiten Bayern-Schützen Sandro Wagner gehalten hatte, mit dem 4:2 den Schlusspunkt. Bei den Borussen hatte Denis Zakaria den Pfosten getroffen und Herrmann war an Sven Ulreich gescheitert. So holten sich die Bayern bei der zehnten Auflage des Wintercups den fünften Titel, ohne diesmal ein Tor aus dem Spiel heraus gemacht zu haben.

Mit dem Telekom-Cup ist auch die Bundesliga-Winterpause so gut wie beendet, die Bayern eröffnen die Rückrunde am kommenden Freitag (20.30 Uhr) mit ihrem Spiel bei der TSG Hoffenheim, am Samstag folgen Borussia mit der Partie bei Bayer Leverkusen und Fortuna beim FC Augsburg (beide 15.30 Uhr).