Fortuna Düsseldorf: Platz drei beim Telekom-Cup 2019 nach Wirbel um Friedhelm Funkel

Dritter Platz : Fortuna verdaut Funkel-Schock beim Telekom-Cup

Nur kurz nach dem Wirbel um Trainer Friedhelm Funkel tritt Fortuna in heimischer Arena beim Telekom-Cup an - und trat zwei Mal souverän auf. Am Ende steht der dritte Platz.

Natürlich standen die Auftritte beim Telekom Cup am Sonntag unter dem Eindruck der Eskalation um die Vertragsgespräche mit Trainer Friedhelm Funkel. Umso höher sind die starken Leistungen in den beiden Spielen gegen Bayern München (7:8 im Elfmeterschießen) und gegen Hertha BSC um Platz drei (3:1) zu bewerten. „Wir haben an das angeknüpft, was wir uns in der Vorbereitung erarbeitet haben“, sagte Funkel.

Gegen die Bayern setzte der Coach auf ein defensiveres 4-1-4-1, mit Dodi Lukebakio als einziger Spitze und Alfredo Morales zwischen den Viererketten. Morales, zum Ende der Hinrunde aussortiert, hat nach den Verletzungen von Marcel Sobottka und Jean Zimmer plötzlich wieder eine bessere Perspektive.

Beide Spieler hatten sich im Testspiel gegen den FC Emmen im Rahmen des Trainingslagers in Südspanien verletzt. Bei Sobottka haben sich immerhin die schlimmsten Befürchtungen nicht bestätigt: „Die Syndesmose ist heil geblieben“, sagte Mannschaftsarzt Ulf Blecker im Gespräch mit unserer Redaktion. Dennoch fällt der zentrale Mittelfeldmann mit einem Bänderriss im linken Sprunggelenk mindestens drei bis vier Wochen aus. Ebenso lange muss Funkel auf Jean Zimmer verzichten. Der 25-Jährige, der in der Hinrunde offensiv wie defensiv auf der rechten Außenbahn eingesetzt wurde, hat sich einen schweren Muskelfaserriss im Oberschenkel zugezogen.

Und da Rechtsverteidiger Matthias Zimmermann durch die Zimmer-Verletzung nicht im defensiven Mittelfeld aushelfen kann, sind die Aktien von Morales wieder hoch im Kurs. Gegen Bayern bemühte sich der Ex-Ingolstädter neben seinen Defensivaufgaben auch einige Angriffe einzuleiten.

Fortuna hatte in der ersten Partie weniger Ballbesitz, aber ebenso viele Torgelegenheiten wie die Bayern. Niko Gießelmann und Dodi Lukebakio trafen aus spitzem Winkel aber nur das Außennetz. Auf der anderen Seite hielt Michael Rensing seinen Kasten sauber. So ging es ins Elfmeterschießen. Kevin Stöger und David Alaba waren die einzigen der ersten 16 Schützen, die den Ball nicht im Tor unterbekamen. Erst nach Takashi Usamis Fehlschuss nutzte Niklas Süle seinen Elfmeter zur Entscheidung.

Im Spiel um Platz drei ging es dann gegen Hertha BSC. Fortunas neuer Torhüter Jaroslav Drobny patzte, so dass Pascal Köpke früh die Führung gelang. „Doch davon haben wir uns überhaupt nicht beeindrucken lassen“, sagte Funkel. „Wir haben danach weiter richtig gut Fußball gespielt.“ In der Tat. Kenan Karaman und zwei Mal Marvin Ducksch, dem die beiden Tore richtig guttun dürften, sorgten für den 3:1-Endstand. Besonders das letzte Tor war ein wunderbarer Angriff mit Direktpässen über mehrere Stationen. Ducksch musste den Ball nur noch ins Tor schieben.

„Jetzt gilt es, am Montag mal komplett abzuschalten und vom Fußball gar nichts zu sehen und zu hören“, sagte Funkel. „Dann geht es am Dienstag mit der Vorbereitung auf den Rückrundenstart in Augsburg am Samstag weiter.“

Hier geht es zur Bilderstrecke: Fortuna unterliegt Bayern im Elfmeterschießen

(erer)
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