Borussia Mönchengladbach: Gemeinsamkeiten mit dem FC Liverpool

Gemeinsamkeit mit „Reds“: Borussia Mönchengladbach hält es wie Liverpool

Liverpools Trainer Jürgen Klopp hat darauf hingewiesen, dass sein Team seine grundsätzliche Einstellung behalte - trotz aller Erfolge. Das gefällt Gladbachs Manager Max Eberl.

Borussia und den FC Liverpool verbindet schon lange so einiges. Die Fan-Freundschaft zwischen beiden Lagern besteht seit Jahrzehnten. Die Wege beider Teams kreuzten sich in einigen legendären Duellen. Unter anderem 1973 im Uefa Cup und 1977 im Pokal der Landesmeister. Beide Male standen sich die Gladbacher und Liverpool im Finale gegenüber, beide Male gingen die „Reds“ als Sieger vom Platz.

Doch nicht nur die Geschichte verbindet beide Vereine, sondern auch die Gegenwart. Trainer Dieter Hecking erklärte kürzlich im Interview mit dieser Redaktion, dass die Spielweise seines Teams der des aktuellen Tabellenführers in der englischen Premier League ähnelt und eine Mischung aus derer und der von Manchester City sei.

Liverpool und Borussia treten in einer 4-3-3-Formation an und haben es damit geschafft, in ihren Ländern für Fußball-Furore zu sorgen. Während die „Reds“ als Ligaprimus mittlerweile zum Meisterfavoriten aufgestiegen sind, gilt Gladbach nach dem dritten Tabellenrang aus der Hinrunde als heißer Anwärter auf die Champions-League-Qualifikation. Die Erwartungen sind bei beiden Klubs gestiegen. Und der Umgang damit ist wieder mal der gleiche.

„Jürgen Klopp hat das zuletzt so wunderbar beschrieben und gesagt: ‚Das einzige, was sich geändert hat, sind die Fragen, die uns gestellt werden. Unser Antworten und unsere Einstellung haben sich aber nicht geändert“, sagt Sportdirektor Max Eberl.

Der aktuelle Liverpool-Coach betont gebetsmühlenartig, dass seine „Reds“ noch nichts erreicht haben und den Blick nicht weiter voraus richten als auf das nächste Spiel. Das ist auch die Marschroute bei Borussia. „Wir müssen wie in der Hinrunde den Fokus auf die kommende Partie legen und auf nichts anderes. Natürlich wollen alle Fußballer im Finale stehen, aber wir müssen erst das erste Endspiel absolvieren – und das ist das nächste Spiel“, sagt Eberl. „Dieser Fokus wird mehr zum Erfolg führen als alles andere. Aber das bedeutet nicht, dass wir keine Ambitionen haben.“

Doch über die spricht man bei Borussia nicht. Die Chance ist groß, am Ende der Saison auf einem Platz zu stehen, der den Verein nach zweijähriger Abstinenz wieder dazu berechtigt, im Europapokal anzutreten. Fünf Punkte haben die Gladbacher Vorsprung auf den fünften Platz, sogar acht auf Rang sieben.

Damit hat sich Borussia eine hervorragende Ausgangslage für die Rückrunde erarbeitet, doch die Erinnerungen aus der vergangenen Saison, als Heckings Team ebenfalls mit guten Aussichten in die zweite Saisonhälfte startet, sind noch nicht erloschen.

Da starteten die Gladbacher mit einer bitteren 1:2-Niederlage beim Derby in Köln, es folgten weitere Misserfolge und eine Verletztenmisere, was dazu führte, dass Borussia am Saisonende nur Platz neun erreichte.

Am 19. Januar wird Borussia daher alles dafür tun, um nicht wieder in einem Derby, diesmal in Leverkusen gegen Bayer 04, einen schlechten Start zu erwischen. Nicht nur, um einen direkten Konkurrenten auf Distanz zu halten, sondern auch um positiv in die weitere Rückrunden-Zukunft zu richten. Aber nicht weiter als bis zum nächsten Spiel – eine Woche später gegen den FC Augsburg.

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