Borussia Mönchengladbach: Michael Lang achtet sehr auf seine Ernährung

Michael Langs Borussia-Tagebuch: Ich verpflege mich überwiegend vegan

Im fünften Teil seines Trainingslager-Tagebuchs schreibt Borussias Rechtsverteidiger über die seine Ernährung und verrät, in welchen Fällen er sich auch mal einen Burger oder eine Pizza gönnt.

Grüezi aus Spanien!

Was für mich als Fußballer ein unheimlich wichtiges Thema ist, ist die Ernährung. Unser Körper ist unser Kapital und deswegen haben wir die Pflicht, bestmöglich auf uns zu achten. Aber dies ist auch ein schwieriges Thema, denn es gibt so viele verschiedene Meinungen über die richtige Ernährung. Ich habe mich vor ein paar Jahren umgestellt und verpflege mich seitdem überwiegend vegan. Ich habe einfach festgestellt, dass mir diese Ernährung am besten tut. Viele haben ja nach dem Mittagessen das Gefühl der Müdigkeit, das habe ich gar nicht und ich finde, dass es so auch in meinem Alter sein muss. Auf meinem Ernährungsplan stehen kaum noch tierische Produkte, ich muss dabei aber auf keinerlei Inhaltsstoffe verzichten, weil es genügend pflanzliche Produkte gibt, die tierische ersetzen können. Auch auf Zucker versuche ich so weit wie möglich zu verzichten.

Im Hotel wie jetzt im Trainingslager ist das natürlich nicht so einfach. Die Küche verpflegt ja nicht nur mich, sondern auch meine Spielerkollegen, die Trainer, das gesamte Borussia-Team und das sind eine Menge Leute. Da ist es klar, dass man nicht alle Bedürfnisse erfüllen kann. Aber wenn man selbst kocht, und das mache ich sehr gerne, fällt das leicht. Ich bin da auch sehr kreativ und habe nicht das Gefühl, dass ich irgendwas verpasse.

Vom Grundsatz her gibt es nichts, bei dem ich sage, dass ich das nicht essen darf. Aber wenn ich mal etwas Extremes esse, was nur sehr selten der Fall ist, muss es sich lohnen. Wenn ich mal einen Burger esse, dann in einem richtig guten Restaurant, bei dem ich weiß, dass die Fleisch eine hervorragende Qualität hat. Ich kann mich gar nicht daran erinnern, wann ich das letzte Mal im Fast-Food-Restaurant gewesen bin. Ähnlich ist es bei Pizza. Die esse ich auch sehr gerne, aber nicht aus der Tiefkühltruhe oder vom Pizzataxi. Wenn ich etwas zu mir nehme, von dem ich weiß, dass es meinem Körper eigentlich nicht gut tut, muss mir das wenigstens Freude bereiten, das ist dann etwas für die Seele. Gerade am Tag nach einem Spiel gönne ich mir so was mal.

Was ich auch genieße, ist ab und zu ein Glas guter Wein. Ansonsten trinke ich nur Alkohol, wenn ich mal mit meinen Freunden abends unterwegs bin. So was passiert bei mir natürlich nur drei bis viermal im Jahr, aber ab und zu muss das auch mal sein. Meine Karriere hat mich auch davor bewahrt, dass ich gar nicht erst in die Versuchung kam, Drogen auszuprobieren oder viel zu rauchen. Natürlich habe ich auch mal an einer Zigarette gezogen, aber viel mehr auch nicht. Es ist ja oft so, dass man damit anfängt, weil man in der Schule dazugehören will und diejenigen die „Coolen“ sind, die rauchen. Ich hatte das Glück, dass ich durch den Fußball ohnehin schon dazugehörte und musste nicht noch auf andere Art und Weise versuchen, den anderen zu gefallen.

Bis bald, Euer Michael

Rechtsverteidiger Michael Lang (27, Foto: Päffgen/Archiv) schreibt während Borussias Trainingslager in Jerez de la Frontera exklusiv für unsere Redaktion.

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