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Bayer 04 Leverkusen: Peter Bosz will keine Nachlässigkeiten sehen

Gastspiel in Nizza : Bosz und die Werkself wollen den Gruppensieg

Peter Bosz und die Profis von Bayer Leverkusen wollen am Donnerstag beim OGC Nizza den nächsten Schritt in Richtung Gruppensieg machen. Anstoß der Partie in der Europa League ist um 21 Uhr.

Eines will Peter Bosz um jeden Preis verhindern: dass seine Mannschaft die Partie am Donnerstagabend (21 Uhr) beim OGC Nizza zu locker angeht. Trotz der komfortablen Tabellensituation vor dem letzten Auswärtsspiel in der Gruppenphase der Europa League erwartet der niederländische Coach drei Punkte von seinem Team im Südosten Frankreichs. „Wir müssen dieses Spiel wirklich ernst nehmen“, sagte Bosz vor dem Abschlusstraining. Um ein gutes Resultat zu erzielen, müsse die Werkself zu 100 Prozent bei der Sache sein. „Und das wollen wir auch zeigen und dieses Spiel gewinnen.“

Mit jeweils neun Punkten führen Slavia Prag und Bayer 04 die Gruppe C der Europa League souverän an. Da nur die ersten beiden Mannschaften den Einzug in das Sechzehntelfinale schaffen, ist Nizza mit bisher erst drei Punkten bereits dazu gezwungen, einen Sieg gegen den Werksklub zu landen, um seine Minimalchance vor der letzten Partie zu wahren. Bayer 04 wäre bei einem Punktgewinn sowie einer – wegen des direkten Vergleichs – nicht zu hohen Niederlage bereits sicher in der nächsten Runde. Im Hinspiel setzte sich Leverkusen klar mit 6:2 gegen Nizza durch.

Bosz betonte, dass er gerne jedes Spiel so deutlich wie dieses gewinnen würde, merkte aber an: „Das Ergebnis lässt vermuten, dass Nizza keine Möglichkeiten gehabt hätte – doch das war nicht so.“ In der Tat hatten die Franzosen die Begegnung bis zum 3:1 durch Moussa Diaby nach rund einer Stunde ausgeglichen gestaltet. Erst in den Schlussminuten zog der Werksklub uneinholbar davon. „Und selbst wenn wir in Nizza gewinnen sollten, ist es nicht sicher, dass wir auch Erster in der Gruppe werden. Dann brauchen wir immer noch einen Sieg im letzten Spiel gegen Prag“, sagte Bosz. Jonathan Tah pflichtete ihm bei: „Unser Ziel ist der Gruppensieg.“

Erfahrungen mit Teams aus Frankreich hat Bosz als Aktiver bereits zur Genüge gesammelt. Von 1988 bis 1991 spielte er für Sporting Toulon. Derzeit verfolge er die Ligue 1 vor allem, um zu sehen, wie es seinem ehemaligen Schützling Kevin Volland bei der AS Monaco ergeht. „Der Anfang war schwierig für ihn“, sagte Bosz. Unter anderem beim 3:2-Sieg von Monaco gegen Paris, zu dem Volland zwei Tore und eine Vorlage beisteuerte, habe man aber gesehen, was im ehemaligen Bayer-Stürmer stecke. „Er hat zuletzt gute Leistungen gezeigt und ist ein guter Spieler.“

Der Kader der Werkself füllt sich derweil wieder. Edmond Tapsoba kehrt nach überstandener Corona-Infektion zurück, Karim Bellarabi hat seine muskulären Probleme auskuriert und auch Nadiem Amiri ist nach seinem Magen-Darm-Infekt wieder einsatzbereit. Talent Cem Türkmen steht zudem im Aufgebot der Werkself. Tin Jedvaj musste jedoch krankheitsbedingt passen.