1. Sport
  2. Fußball
  3. Bayer 04 Leverkusen

Bayer 04 Leverkusen: Peter Bosz zufrieden mit Remis der Werkself

100. Remis als Trainer : Bosz sieht Fortschritt bei seinem Team

Dass die Werkself die Partie gegen Hertha BSC nicht verloren hat, wertet Peter Bosz als positives Signal. Es war das 100. Unentschieden in seiner Trainerkarriere.

Das 0:0 gegen Hertha BSC war ein Jubiläum für Peter Bosz. Zum 100. Mal in seiner Karriere als Trainer bei den Profis sah der 57-Jährige ein Remis eines seiner Teams. Dass in 90 Minuten kein Treffer fällt, ist bei Mannschaften von Bosz jedoch weiter eine Seltenheit. In 392 Partien mit BV De Graafschap, Heracles Almelo, Vitesse Arnheim, Maccabi Tel Aviv, Ajax Amsterdam und Borussia Dortmund endeten für den ehemaligen niederländischen Nationalspieler nur zwölf Begegnungen torlos. Mit Bayer Leverkusen war die Nullnummer gegen das Team aus Berlin aber immerhin schon das vierte Spiel seit seinem Wechsel unters Bayer-Kreuz im Januar 2019, das 0:0 ausging – bei 85 Pflichtspielen mit dem Werksklub.

Bosz zeigte sich angesichts der Umstände zufrieden mit dem Resultat. „Das Ergebnis geht in Ordnung“, sagte der Coach. „Wir hatten uns natürlich vorgenommen, zu gewinnen. Wenn man aber das Spiel gesehen hat, muss man sagen: Da war nicht mehr drin.“ In der Vergangenheit hätte Bayer ein solches Spiel vielleicht verloren, war er sich sicher. „Jetzt haben wir immerhin einen Punkt mitgenommen. Wir werden am Saisonende sehen, wie wichtig dieser vielleicht noch sein wird.“ Seinen Spielern, die bis auf zwei Fernschüsse von Kerem Demirbay sowie Leon Bailey und einem Kopfball von Lars Bender keine nennenswerten Offensivaktionen hatten, machte Bosz „absolut keine Vorwürfe. Wir haben alles versucht. Die Jungs haben gekämpft und wir hatten zudem kaum Wechselmöglichkeiten.“

Auch die Gäste aus Berlin konnten sich mit der Punkteteilung anfreunden. Hertha-Trainer und Ex-Bayer-Coach Bruno Labbadia sprach von einem „leistungsgerechten Unentschieden“. Er adelte die Werkself, die er auf Augenhöhe mit dem FC Bayern und Dortmund wähnt, als „eine der formstärksten Mannschaften der Liga“ und sagte: „Ich muss dem Gegner ein Kompliment aussprechen. Sie haben derzeit eine hohe Belastung und sind in einer sehr, sehr guten Verfassung. Auch uns sind sie immer wieder angegangen.“