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Nachwuchs-Handballer des TSV Bayer Dormagen stehen im DM-Halbfinale

Jugendhandball : TSV Bayer steht im im DM-Halbfinale

Nach der 40:32-Galavorstellung im Hinspiel bei der SG Flensburg-Handewitt reicht Nachwuchs-Handballern aus Dormagen im Rückspiel ein 36:36.

Pflichtgemäß hatte Trainer Peer Pütz im Vorfeld der Partie gegen die SG Flensburg-Handewitt darauf hingewiesen, dass das Viertelfinale der Deutschen Meisterschaft trotz des majestätischen 40:32-Sieges im Hinspiel noch nicht entschieden sei, aber unter Stress gerieten die A-Jugend-Handballer des TSV Bayer Dormagen auch im zweiten Duell mit den Fördestädter nicht wirklich. Das 36:36-Unentschieden (Halbzeit 14:16) reichte dicke, um ins Halbfinale einzuziehen. In der Runde der besten Vier geht es voraussichtlich am Samstag zunächst zu den Rhein-Neckar Löwen, das Rückspiel ist für den 28. Mai angesetzt.

Im freundlichen Ausweichquartier Ostermann-Arena in Leverkusen gab es für die Gastgeber am Sonntag nur eine kritische Phase: Durch Treffer von Mikael Helmersson und Leve Carstensen ging Flensburg in der 15. Minute mit 9:6 in Führung. Pütz, der wiederum den an Corona erkrankten Chefcoach David Röhrig vertrat, reagierte darauf mit einer Auszeit. Doch Hauke Frahm erhöhte auf 10:6. Und der Dormagener Alexander Schoss musste für zwei Minuten auf die Bank. Kurz darauf trat Helmersson zum Siebenmeter an, scheiterte aber am wieder großartigen Jonas Bang (zehn gehaltene Bälle) im Kasten des TSV (18.). Besser machte das auf der anderen Seite nur wenig später Maximilian Hinrichs vom Siebenmeterpunkt: Im ersten Versuch behielt SG-Torhüter Felix Backhaus noch die Oberhand, doch der Nachwurf saß zum 7:10 (19.). Als der starke Lucas Rehfus, am Abend zuvor ebenso wie Aron Seesing, Christian Wilhelm und Sören Steinhaus noch mit den Zweitliga-Profis gegen Emsdetten im Einsatz, mit seinem Treffer zum 11:11 (25.) endgültig für Entspannung sorgte, war die Kuh vom Eis. Pütz stellte hinterher fest: „Wichtig war, das wir, als es bei uns nicht rund lief, cool geblieben sind.“

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Der Rest war Schaulaufen, an dem sich in der zweiten Hälfte nicht nur der erst in der Winterpause aus Essen gekommene und lange verletzte Florian Träger, sondern auch Akteure aus dem zweiten Glied wie Finn Wolfram und Benjamin Ludorf im Tor beteiligten durften. Zwischenzeitlich lag der TSV mit bis zu vier Treffern (23:19/40., 24:20/41., 25:21/44.) vorne. Auch eine Folge des zwar misslungenen, aber ausdauernden Versuchs von Gästetrainer Michael Jacobsen, mit dem Einsatz des siebten Feldspielers doch noch für die Wende zu sorgen.     

TSV Bayer Dormagen – SG Flensburg/Handewitt 36:36 (14:16)
Dormagen: Bang, Ludorf; Rehfus (7), Träger (2), Hinrichs (7/1), Wolfram, Wilhlem (4), Köster (4), Leitz (2), Lincks (2), Seesimng (3), Steinhaus (4), Werschkull, Schoss
Flensburg: Backhaus, Marquardt; Frahm (9), Orzol, Hübke (5), von Oettingen, Schlott, L. Carstensen (5), Adam (1), Helmersson (10/4), Sperling (1), M. Carstensen (1).