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Bayer 04 Leverkusen: Patrik Schick und Lucas Alario im Sturmduell

Peter Bosz hat die Wahl : Alario und Schick im Sturmduell

Patrik Schick und Lucas Alario haben in der Europa League einmal mehr ihre Torjägerqualitäten unter Beweis gestellt. Für die Partie gegen Hertha BSC hat Werkself-Coach Peter Bosz somit erneut die Wahl zwischen zwei guten Optionen.

Der Stachel sitzt noch immer tief bei Peter Bosz. In der vergangenen Saison verlor Bayer 04 beide Partien gegen Hertha BSC (0:1,0:2) und verspielte am vorletzten Spieltag in der Hauptstadt die Qualifikation für die Champions League. Auf Nachfrage, ob die sportlich wie finanziell folgenschwere Niederlage vom 20. Juni im Olympiastadion noch eine Rolle in seinen Gedanken spiele, antwortete der niederländische Coach: „Bei mir sicher ja. Ich habe beide Spiele noch immer im Kopf.“ Am Sonntag bekommen er und sein Team nun die Chance, sich bei den Berlinern zu revanchieren. Anstoß in der BayArena ist um 15.30 Uhr.

Anders als beim letzten Aufeinandertreffen steht dieses Mal zwar nicht gleich die Königsklasse auf dem Spiel, dafür aber immerhin die fünf Spiele andauernde Siegesserie der Werkself. Nach dem ungefährdeten 4:1-Erfolg am Donnerstag in der Europa League gegen Hapoel Beer Sheva dürften die Leverkusener zweifelsfrei mit breiter Brust in das Duell gegen das bislang unter den Erwartungen spielende Team von Trainer Bruno Labbadia antreten.

Ein Grund für den aktuellen Lauf der Werkself ist das treffsichere Sturm-Duo unter dem Bayer-Kreuz, bestehend aus Patrik Schick und Lucas Alario. Gegen die Israelis feierte Schick sein Startelf-Comeback, spielte ordentliche 70 Minuten und erzielte das erste Tor des Abends. „Das Wichtigste war, dass er wieder von Anfang an gespielt hat“, sagte Bosz zum Auftritt des mit 26,5 Millionen Euro kostspieligen Sommertransfers. Man habe gesehen, dass dem Tschechen „noch ein wenig der Rhythmus gefehlt“ hat, doch das sei nach fast siebenwöchiger Ausfallzeit allzu verständlich. „Und wir wussten vorher, dass er noch nicht 90 Minuten durchspielen kann.“

Lucas Alario hat nach zehn Toren in zwölf Pflichtspielen gute Argumente für einen Startelfplatz. Foto: dpa/Rolf Vennenbernd

Das ist derzeit jedoch kein Problem für Bayer. Schließlich ist Schicks Positionskonkurrent Alario in Top-Form. Gegen Beer Sheva benötigte der 28-Jährige nur zwölf Minuten, um ebenfalls zu treffen. „Wir wissen, dass wir zwei gute Stürmer haben“, sagte Bosz. Mit sieben Toren ist der Argentinier im Bayer-Dress derzeit dritter der Torschützenliste der Bundesliga.

Ob also nun erst Schick und dann Alario, oder erst Alario und dann Schick – beide Varianten haben bereits funktioniert. Da das System von Bosz jedoch nur einen zentralen Angreifer vorsieht, ist es bis jetzt noch nicht dazu gekommen, dass beide Stürmer gemeinsam auf dem Platz standen. Kurzfristig ist damit wohl auch eher nicht zu rechnen.

„Man muss immer auf die Balance schauen“, sagte Bosz zur Option mit zwei Angreifern. „Wir könnten auch mit acht Stürmern spielen, aber das heißt nicht, dass wir dann besonders offensiv spielen würden, weil wir wohl sehr oft hinter den Ball herlaufen müssten.“ Es gehe immer um das Gleichgewicht in der Mannschaft. „Bisher haben wir beide immer getauscht, aber das lag auch daran, dass Patrik sehr lange verletzt war.“ Wer gegen den Hauptstadtklub den Vorzug erhält, bleibt somit abzuwarten.

Sicher ist hingegen, dass Sven Bender (Sprunggelenk) und Edmond Tapsoba (Corona-Infektion) auch die kommende Partie verpassen werden. Einzig bei Lars Bender, der beim 2:1 in Bielefeld zur Pause wegen Schmerzen am Oberschenkel ausgewechselt werden musste, besteht Hoffnung. Alternativ hätte Bosz die Wahl zwischen Mitchell Weiser oder Aleksandar Dragovic für die Rechtsverteidigerposition.