Fechten : Fechten: Enttäuschungen bei WM in Wuxi gehen weiter

Das enttäuschende Auftreten der deutschen Fechter bei den Weltmeisterschaften im chinesischen Wuxi scheint den verantwortlichen auf den Magen geschlagen zu sein: Sowohl der Deutsche Fechterbund als auch der TSV Bayer Dormagen haben ihre Öffentlichkeitsarbeit eingestellt.

Dabei hätte es am Dienstag immerhin zu berichten gegeben, dass die deutschen (respektive) Dormagener Säbelfechter ihr Minimalziel erreicht haben und in die Runde der letzten Acht eingezogen sind. Allerdings bekleckerten sich Max Hartung, Benedikt Wagner, Richard Hübers und der am Ende des Gefechts für Hartung eingewechselte Matyas Szabo auch dabei nicht mit Ruhm, denn gegen das fechterisch eher drittklassige Kanada lagen sie bis zur Hälfte der Gefechte mit 22:25 im Hintertreffen, ehe Benedikt Wagner mit einem 8:3 über Fares Arfa die Weichen zum 45:37-Sieg stellte. Jetzt geht es am Mittwoch gegen die Ungarn um Olympiasieger Aran Szilagyi, die sich mit 45:34 gegen Japan durchsetzten, um den Einzug ins Halbfinale. Im Erfolgsfall wartet dort der Sieger aus Russland (45:37 gegen China) gegen Italien (45:22 gegen Großbritannien) auf die deutsche Equipe. Im anderen Teil des Tableaus stehen sich Korea (45:24 gegen Hongkong) und Frankreich (45:43 gegen Rumänien) sowie Georgien, das überraschend die USA mit 45:38 ausschaltete, und der Iran (45:34 gegen die Ukraine) gegenüber.

Nahtlos in die Reihe der Enttäuschungen reihte sich Anna Limbach ein. Die Fünfte der letztjährigen WM schied in der Einzelkonkurrenz der Säbelfechterinnen nach ihrem 15:14-Auftaktsieg über die Chinesin Yingjian Ma bereits in der Runde der letzten 32 aus. Zwei Tage nach ihrem 29. Geburtstag unterlag sie der Russin Svetlana Sheveleva 8:15 und wurde 19.. Schwacher Trost für den TSV Bayer: Die neue Weltmeisterin Sofia Podzniakova, die im Finale Sofia Velikova (beide Russland) mit 15:13 bezwang, gewann 2015 das Junioren-Weltcupturnier in Dormagen.