Handball : Handball-EM: Dormagener Duo erreicht die Hauptrunde

Janis Boieck und Lukas Stutzke haben die Hauptrunde der Junioren-Europameisterschaft im Handball erreicht.

Janis Boieck und Lukas Stutzke haben die Hauptrunde der Junioren-Europameisterschaft im Handball erreicht. Obwohl die deutsche U20-Nationalmannschaft mit den beiden Spielern von Zweitliga-Aufsteiger TSV Bayer Dormagen in ihrem letzten Gruppenspiel nicht über ein 25:25 (Halbzeit 16:12) gegen Island hinauskam, beendete sie die Vorrundengruppe A mit 4:2 Punkten als ungeschlagener Gruppensieger. „Ich bin sehr glücklich, dass wir in der sehr ausgeglichenen Gruppe weitergekommen sind“, sagt Junioren-Bundestrainer André Haber, „es war ein hartes Spiel, in dem wir über 60 Minuten und selbst in Unterzahl eine tolle Deckung gezeigt haben. Allerdings haben wir in der letzten Viertelstunde zu wenige Tore geworfen, dies aber mit Leidenschaft in der Defensive wettgemacht.“

Die deutschen Junioren lagen dabei schon mit 25:23 in Front, leisteten sich aber im letzten Angriff ein Offensivfoul. Den Ballbesitz nutzte Birgir Birgisson zwei Sekunden vor Schluss zum Ausgleich für die teilweise überhart einsteigenden Isländer. „Das Remis ist zwar ärgerlich und unglücklich, aber das ist kein Problem, denn wir sind weitergekommen“, bilanzierte Haber. Großen Anteil daran hatte Torhüter Janis Boieck, der nach dem Abpfiff als bester Spieler der Partie ausgezeichnet wurde.

Da in der zweiten Partie des Sonntags sich Schweden mit 40:31 gegen Rumänien durchsetzte, wurden die Isländer aufgrund des mit 35:33 gewonnenen direkten Vergleichs gegenüber Schweden Gruppenzweiter. Das bedeutet, dass Deutschland mit ausgeglichenem Punktekonto (1:1) in die Hauptrundengruppe 1 startet. Gegner sind dort EM-Gastgeber Slowenien und Serbien, die sich am gestrigen Abend noch im direkten Duell um den Gruppensieg gegenüberstanden. Je nach Ausgang dieser bei Redaktionsschluss noch nicht beendeten Partie entscheidet sich, auf wen die deutschen Junioren am Dienstag und Mittwoch treffen. „Gegen beide Gegner, die bisher sehr souverän aufgetreten sind, müssen wir vor allem emotional dagegen halten,“ sagt Haber.

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