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Georgien: Aktuelle News und Reiseinfos zum Land im Kaukasus

Georgien: Aktuelle News und Reiseinfos zum Land im Kaukasus (Foto: Shutterstock/Creative Travel Projects)

Georgien

  • Amtssprache: Georgisch
  • Hauptstadt: Tiflis
  • Einwohnerzahl: 3,7 Millionen
  • Fläche: 57.215 Quadratkilometer (ohne die abtrünnigen Landesteile) 

Georgien ist ein Staat im Kaukasus. Die Hauptsadt ist Tiflis (Tbilissi). Bekannt wurde Georgien durch den Krieg mit Russland 2008 um die autonomen Republiken Abchasien und Südossetien.

Das kleine Land Georgien zwischen Russland, der Türkei, Armenien und Aserbaidschan hat viele Sehenswürdigkeiten zu bieten. Wir verraten Ihnen, warum sich die Reise nach Georgien lohnt.

Wofür ist Georgien bekannt?

Georgien ist ein eher unbekanntes Land am Rande Europas und Asiens. Es gibt jedoch einige berühmte Highlights im Land. Dazu gehören die Stadt Tiflis, die

jahrtausendealte Höhlenstadt Uplisziche und religiöse Stätten wie die Swetizchoweli-Kathedrale. Georgien hat außerdem malerische Wanderrouten zu bieten.

Diese Sehenswürdigkeiten zählen zu den Highlights des Landes:

  • Tiflis: Die georgische Hauptstadt Tiflis versprüht einen ganz besonderen Charme. Tiflis hat eine jahrtausendealte Geschichte und viele Sehenswürdigkeiten zu bieten. Zu den Must-Sees der Stadt zählen die Sioni-Kathedrale aus dem siebten Jahrhundert und die Ruine der Festung Nariqala, die hoch über der Stadt thront. Besucher sollten außerdem eines der mittelalterlichen Schwefelbäder besuchen und die Altstadt mit dem Stilmix aus herrlichen Villen im Jugendstil und alten Gebäuden der Sowjetunion auf sich wirken lassen. Genießen Sie außerdem bekannte Gerichte der georgischen Küche wie Khachapuri, Chinkali, Badridschani oder Tschurtschchela.
  • Uplisziche: Uplisziche ist eine Höhlenstadt in Georgien. Sie liegt in der Nähe der Stadt Gori am Fluss Kura in der Region Innerkartlien im georgischen Kernland. Diese Höhlenstadt wurde schon 600 Jahre vor Beginn der christlichen Zeitrechnung von Menschen bewohnt. An der Seidenstraße gelegen war Uplisziche ein Handelszentrum, das in seiner Hochzeit über 5000 Menschen beherbergte. Der Name der Stadt bedeutet übersetzt „Festung Gottes“. Zwar wurde die Stadt immer wieder angegriffen und belagert, aber erst im 13. Jahrhundert gelang es den Mongolen diese Stadt zu zerstören. Teil der Höhlenstadt ist die auf dem höchsten Punkt erbaute Fürstenkirche aus dem 10. Jahrhundert sowie zahlreiche Wohnhäuser, die in den Fels geschlagen wurden. Als Uplisziche bewohnt war, gab es hier auch ein Theater, eine Apotheke, einen Weinkeller, einen Markt und sogar ein Gefängnis. Wasserleitungen sorgten für die Wasserversorgung in der Stadt.
  • Mzcheta: Die kleine Stadt Mzcheta liegt ganz in der Nähe von Tiflis, der georgischen Hauptstadt. Sie eignet sich hervorragend für einen Tagesausflug von Tiflis aus, denn sie bietet gleich zwei wichtige UNESCO Weltkulturerbestätten: die Swetizchoweli-Kathedrale und das Dschwari-Kloster. Die Swetizchoweli-Kathedrale ist eine bedeutende Stätte der georgisch-orthodoxen Kirche. Ihre Geschichte reicht über 1000 Jahre zurück. Das Dschwari-Kloster stammt aus dem sechsten Jahrhundert und steht auf einem Berg nahe der kleinen Stadt. Die Architektur des Klosters inspirierte viele georgische Bauwerke im Land.
  • Batumi: Die Stadt Batumi zählt über 150.000 Einwohner und ist nach Tiflis die zweitgrößte Stadt des Landes. Sie liegt am Schwarzen Meer, nur wenige Kilometer von der türkischen Grenze entfernt. Für die Georgier und internationale Touristen ist Batumi ein beliebter Ferienort. Entlang des Strandes führt der berühmte Primorski Boulevard. Eine Besonderheit des Strandes: Dieser besteht nicht aus Sand, sondern aus Steinen und Kies. Mit der historischen Altstadt, modernen Gebäuden und umgeben von Bergen und Natur bietet Batumi die perfekte Mischung für einen entspannten Urlaub. Im Umland von Batumi wird georgischer Wein angebaut.
  • Kazchi-Säule: Die Kazchi-Säule ist eine natürliche Säule aus Kalkstein. Sie liegt in der Nähe des Dorfes Kazchi und ragt dort über 40 Meter in die Höhe. Auf dem Plateau der Säule steht ein kleines Kloster, das bis in das zehnte Jahrhundert zurückdatiert werden kann. Heute lebt ein einzelner Mönch auf dem Plateau, der über einen Seilzug mit Wasser und Lebensmitteln versorgt wird. Zwei Mal in der Woche steigt er zum Fuße der Säule hinab und hält dort einen Gottesdienst ab. Besucher dürfen das Plateau nicht betreten.
  • Kutaissi: Die Stadt Kutaissi in der Region Imeretien ist nach Batumi mit knapp 150.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt des Landes. Besucher können hier Sehenswürdigkeiten wie die über 1000 Jahre alte Bagrati-Kathedrale und das bekannte Kloster Gelati besichtigen. Die Klosteranlage Gelati aus dem 12. Jahrhundert ist ein UNESCO Weltkulturerbe und beherbergt zahlreiche bedeutende Kunstwerke und Fresken.
  • Wardsia: Wardsia ist eine weitere Höhlenstadt. Sie liegt in der Nähe der Stadt Achalkalaki in der Region Samzche-Dschawachetien. Der Bau der Stadt begann im 12. Jahrhundert auf Befehl des Königs Giorgi III. Die verehrte Königin Tamara, die Tochter des Königs, vervollständigte den Bau und richtete ein Kloster in den Höhlen ein. Über 3000 Wohnungen mit jeweils drei Räumen wurden in die Felswand geschlagen, die durch Treppen und Tunnel miteinander verbunden waren. Bis zu 50.000 Menschen konnten in dieser Stadt leben, die auch über fließendes Wasser aus Keramikleitungen verfügte. Ende des 13. Jahrhunderts zerstörte ein Erdbeben große Teile der Stadt. Besichtigt werden können heute noch über 750 Räume. Ein Highlight ist die Klosterkirche Mariä Himmelfahrt mit Wandgemälden des Königs Giorgi III. und der Königin Tamara.
  • Okatse Canyon: Der Okatse Canyon liegt 40 Kilometer von Stadt Kutaissi entfernt. Er bietet einen abenteuerlichen Rundgang über einen knapp 800 Meter langen hängenden Steg zu einer Aussichtsplattform, die in die Schlucht hineinragt. Jeder Winkel des Rundgangs ermöglicht neue beeindruckende Ausblicke. Ganz in der Nähe der Schlucht befindet sich auch einer der höchsten Wasserfälle Georgiens: der Kinchkha Wasserfall. Sowohl der Okatse Canyon als auch der nahegelegene Kinchkha Wasserfall können innerhalb eines Tages besucht werden.
  • Schchara: Der Schchara ist mit über 5000 Metern der höchste Berg Georgiens und der drittgrößte Berg des großen Kaukasus. Er bildet im Norden eine natürliche Grenze zu den Nachbarn Russland. Bei geführten Wanderungen lässt sich dieser gewaltige Berg bewundern. Nur sehr erfahrene Bergsteiger können den Schchara tatsächlich bezwingen.
  • Ananuri: Ananuri ist eine Festungsanlage am Ufer des Flusses Aragwi und Schinwali-Stausees. Die Geschichte der Anlage reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück. Besonders schön sind die religiösen Gebäude wie die Hauptkirche von Ananuri sowie die gut erhaltenen Türme der Festung.

Wie sicher ist Georgien?

Generell ist Georgien ein sicheres Reiseland. Nach dem Weltsicherheitsindex ist Georgien sogar sicherer als Deutschland. Nur die Regionen Abchasien und Südossetien an der Grenze zu Russland sind nicht unter Kontrolle der georgischen Regierung. Hier gibt es Spannungen, die Lage ist jedoch stabil. Laut des Auswärtigen Amtes können Straßen, die in der Nähe dieser Gebiete verlaufen, problemlos befahren werden. Die Einreise in die Gebiete ist jedoch verboten. An den Grenzen von Abchasien und Südossetien sind Truppen aus Russland stationiert.

In allen anderen Teilen des Landes gibt es jedoch keine Konflikte oder Regionen, die unter russischem Einfluss stehen. Das Auswärtige Amt empfiehlt jedoch, sich von möglich aufkommenden Protesten oder Demonstrationen fernzuhalten.

Die Kriminalitätsrate innerhalb des Landes ist gering. Auch wenn noch viele Menschen unterhalb der Armutsgrenze leben, werden internationale Besucher viel eher auf hilfsbereite Georgier treffen, als einen Diebstahl zu erleiden. Trotzdem kann es in von Touristen stark frequentierten Gegenden und in größeren Städten wie Tiflis zu Diebstählen kommen.

Bei Reisen nach Georgien gelten deswegen wie in jedem Land die üblichen Sicherheitshinweise. Vermeiden Sie allein in dunklen Gassen spazieren zu gehen und achten Sie zu jedem Zeitpunkt auf Ihre Wertsachen. Geld und Wertsachen sollten Sie eng am Körper tragen. Führen Sie tagsüber nur so viel Geld mit sich, wie Sie in etwa benötigen.

Aktuelle News und weitere Infos zu Georgien finden Sie hier.

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