Moritz Körner, NRW-Spitzenkandidat der FDP für die Europawahl, zu Besuch in Kempen

Kempen : Liberale werben im Wahlkampf für Europa und eigene Kandidaten

Wie bei allen Politikern, die für einen Sitz im Europaparlament kandidieren, ist auch bei Moritz Körner der Terminkalender in diesen Tagen prall gefüllt. Der 28 Jahre alte Langenfelder ist Spitzenkandidat der FDP in Nordrhein-Westfalen für die Europawahl am 26. Mai.

Jetzt war der Landtagsabgeordnete auf Stippvisite in Kempen, frühstückte mit Parteifreunden aus dem Kreis Viersen und der Presse. Mit seinem Besuch wollte Körner, der seit 2017 für die Liberalen im Düsseldorfer Landesparlament sitzt und nach nach Brüssel und Straßburg strebt, seine Parteifreunde im Kreis Viersen zumindest moralisch unterstützen.

Noch läuft der Wahlkampf etwas schleppend. Auch die FDP-Ortsverbände im Kreis Viersen wollen erst an diesem und dem kommenden Wochenende mit Info-Ständen mit den Bürgern in Sachen Europa und Europawahl intensiver ins Gespräch kommen. Aus dem FDP-Kreisverband kandidiert der Viersener Udo van Neer, seit Jahren Europabeauftragter seiner Partei im Kreisverband und durchaus gut vernetzt in Brüssel und Straßburg, kandidiert auf der FDP-Bundesliste. Eine Landesliste gibt es bei den Liberalen für diese Wahl nicht, die hat nur die CDU. Während Moritz Körner, der fünf Jahre auch Landesvorsitzender der Jungen Liberalen in NRW war, den sicheren Platz vier auf der FDP-Bundesliste hat und damit höchstwahrscheinlich in das neu gewählte Europaparlament einziehen wird, kann sich der Viersen Udo van Neer kaum Hoffnungen darauf machen. Er steht auf der Liste auf einem hinteren Platz. Moritz Körner hat vor allem Jungwähler im Blick, kämpft als Jungliberaler gegen die Politikverdrossenheit seiner Generation. Er sucht das Gespräch mit Gleichaltrigen, will sie davon überzeugen, dass der Europagedanke auch und gerade in Zeiten von Brexit, Klimadiskussion oder Bürokratisierung wichtig und zukunftsweisend ist.

Auch im Kreis wollen die Liberalen die wichtigen Themen mit den Bürgern diskutieren. „Wir müssen Europa erlebbar machen“, sagt der stellvertretende FDP-Kreisvorsitzende Andreas Bist. Der Europagedanke wird im deutsch-niederländischen Grenzraum längst gelebt.

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