Rückkehr in die Schweiz Michael Lang verlässt Borussia nach drei Jahren

Mönchengladbach · Es hatte sich in den vergangenen Tagen angedeutet, nun ist der Deal durch: Michael Lang verlässt Borussia Mönchengladbach nach drei Jahren, um in die Schweiz zurückzukehren.

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Das ist Michael Lang

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Foto: Dirk Päffgen

Plötzlich ging alles ganz schnell. Ursprünglich hatte Michael Lang am vergangenen Samstag im Testspiel gegen den SC Paderborn (1:3) im Kader gestanden. Kurz vor dem Anpfiff gab der Verein dann allerdings bekannt, dass Lang nicht zum Einsatz kommen werde, um einen Vereinswechsel zu forcieren. Am Sonntag verließ Lang dann in Begleitung von Chefscout Steffen Korell das Trainingslager in Harsewinkel, wo sich Adi Hütter und sein Team bis zum kommenden Samstag auf die Saison vorbereiten.

Seit Montagnachmittag ist klar, wohin Langs Weg führt: Er wechselt zurück zum FC Basel, wo er bereits von 2015 bis 2018 aktiv war. „Ich hatte beim FCB die geilste Zeit meiner Karriere“, wird Lang in der Pressemitteilung der Schweizer zitiert. „Der FCB ist nach wie vor ein ambitionierter Verein und ich bin ein ambitionierter Spieler. Diese Konstellation passte während meiner ersten Zeit beim Club sehr gut und das gilt auch heute noch. Mir persönlich war wichtig, dass ich schnell wieder auf dem Platz Gas geben kann, in einer Mannschaft eine gewisse Rolle einnehmen und meine Erfahrung ins Team tragen kann“, sagte Lang.

In seiner Zeit bei Borussia kam Lang auf 21 Einsätze, die meisten Spiele absolvierte er unter Ex-Trainer Dieter Hecking. Nach dem 1:5 gegen den FC Bayern am 2. März 2019 gehörte der 30-Jährige, der aufgrund seiner fehlenden Spielpraxis zuletzt auch nicht zum EM-Aufgebot der Schweizer Nationalmannschaft gehörte, in der Bundesliga nie wieder zur Startelf. Auch in der Saison 2019/20, als er sich von Gladbach zum SV Werder Bremen verliehen ließ, konnte er sich in der Bundesliga nicht nachhaltig etablieren.

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Foto: Hotel Klosterpforte/Fabian Hoffmann

Unter Hütter hätte sich Lang in der Rechtsverteidiger-Hierachie vermutlich hinter Stefan Lainer, Jordan Beyer und Tony Jantschke einordnen müssen. Mit US-Talent Joe Scally steht im Borussia-Kader zudem noch ein weiterer Spieler für diese Position bereit. „Ich möchte so schnell wie möglich wieder regelmäßig spielen. Denn auch wenn du im Training alles gibst, sind es schlussendlich die Spiele, die dir den Rhythmus und die Sicherheit geben“, kommentierte Lang seinen Wechsel.

2018 hatten die Borussen für Lang eine Ablöse in Höhe von etwa 2,80 Millionen Euro gezahlt. Die Summe, die Gladbach nun erhält, dürfte deutlich darunter liegen. Aber: Borussia wird sich in der kommenden Saison Langs Gehalt sparen, sein Vertrag wäre 2022 ausgelaufen. Auch das wird Manager Max Eberl in Zeiten, in denen die finanziellen Auswirkungen der Corona-Pandemie deutlich zu spüren, gerne zur Kenntnis nehmen.