"Let's Dance" 2019: Erfolg für Ekaterina Leonowa bei Profi-Challenge

"Let's Dance - Die große Profi-Challenge" : "Ich glaube, ich bin schwanger, nur vom Gucken“

Zuschauer und Jury jubeln bei „Let’s Dance - Die große Profi-Challenge“ über den sinnlichen Tango von „russischer Königin und heißem Italiener“. Massimo Sinató dankt seiner Tanzpartnerin Ekaterina Leonowa für ein „Feuerwerk der Gefühle“.

Leidenschaft, Traurigkeit, Stolz - all diese Emotionen brachten Ekaterina Leonova und Massimo Sinató mit ihrem "Tango Argentino" gleichzeitig auf die Bühne. Sie ließen die Tanzfläche brodeln und holten sich bei "Let's Dance - Die große Profi-Challenge" die Krone. "So viele Emotionen kann man in keinem anderen Tanz zeigen", sagte Ekat.

Die 12. Staffel der RTL-Show „Let’s Dance“ war eigentlich vorbei, nachdem Ekaterina zuletzt mit Pascal Hens gewonnen hatte. Aber eine Zugabe gab es noch - und zwar allein mit den Profis. Zum ersten Mal bekamen sie die Bühne für sich und zeigten ihr sportliches und kreatives Können.

Nach ihrem sinnlichen Tango ließen sich Ekat und Massimo minutenlang feiern - erst von den Zuschauern, dann von der Jury. "Ich glaube ich bin schwanger, nur vom Gucken”, sagte Jorge González, und Motsi Mabuse fügte hinzu: "Sowas von on point, die russische Königin und der heiße Italiener“.

Massimo bedankte sich nach dem Sieg charmant bei Ekat: “Mit so einer starken Partnerin, da knistert’s einfach auch. Das war ein Feuerwerk der Gefühle. Danke, dass ich mit dir tanzen durfte.” Mit dem Sieg holt sich Ekaterina ihre vierte "Let's Dance"-Krone. Sie hat nicht nur die vergangenen drei Staffeln gewonnen - eine Premiere in der Geschichte der Show weltweit. Jetzt hat sie auch mit Massimo in der “Profi-Challenge" überzeugt.

Alle Auftritte hatten die Tänzerinnen und Tänzern selbst ausgearbeitet. Massimo und Ekaterina kam die Idee zu ihrem heißen Tango in einer Eisdiele, sie übten gleich dort die ersten Schritte. Bewertet wurden die Tänze wie gewohnt von Motsi Mabuse, Jorge Gonzalez und Joachim Llambi - allerdings diesmal ohne die Jurykellen. Denn alleine das Studiopublikum entschied per Fernbedienung über den Sieger.

Ekaterina erwartet jetzt ein ganz besonderer Preis: Neben einem Pokal darf sie sich in der nächsten Staffel den prominenten Tanzpartner selbst aussuchen.

Das waren die Tänze der Profis

Mit dabei war auch Oana Nechiti. Die DSDS-Jurorin tanzte mit ihrem langjährigen Lebenspartner Erich Klann einen Freestyle aus Tango Argentino und Contemporary zu „Who You Are“, „Oblivion“ und „Let’s Dance Piano“.

Christian Polanc performte zu „Human“ von Rag 'n' Bone Man einen Freestyle aus Contemporary und Paso Doble – oberkörperfrei. Er stellte damit seine persönliche Entwicklung und den Kampf mit sich selbst dar.

Katja Kalugina tanzte mit Andrzej Dibis und Ensemble ebenfalls einen Freestyle, allerdings aus Samba, Rumba und Commercial. Musikalisch begleitet wurden sie dabei von Kaluginas Lieblingssängerin Jeanette Biedermann. In ihrem Tanz erzählte die Profitänzerin, wie sie über die Schauspielerei und das Modeln zum Tanzen gekommen ist.

Christina Luft probierte etwas Neues aus: Mit Akrobatinnen versuchte sie sich an Luftakrobatik und Freestyle-Grilpower zu „Survivor“ von Destiny’s Child.

„Music Was My First Love“ von John Miles erzählte auch von Valentin Lusins erster großer Liebe. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Renata tanzte er einen Freestyle aus Tango und Slowfox.

Drei Kindertanzpaare unterstützten Regina und Sergiu Luca in einem Freestyle aus Hip Hop, rhytmischer Sportgymnastik, Jive, Rumba und Cha Cha Cha. Das Paar tanzte seine Liebesgeschichte zu „Love Is In The Air“ von John Paul Young.

Einen Tango Argentino legten Ekaterina Leonova und Massimo Sinató zu „La Cumparsita“ aufs Parkett.

Marta Arndt tanzte mit Evgeny Vinokurov und Evgenij Voznyuk (Ehemann von Motsi Mabuse) einen Freestyle aus Paso Doble, Rumba und Contemporary. Musikalisch begleitet wurden sie dabei von einem „Unfaithful“ Medley.

Robert Beitsch performte mit Anastasia Bodnar und weiteren Tänzern einen Freestyle aus Salsa, Samba, Breakdance, Wacking, Charleston und Cha Cha Cha zu „Bang Bang“ von Will.I.Am.

Die Weltmeister im Showtanz Kathrin Menzinger und Vadim Garbuzov tanzten einen Freestyle aus Rumba und Contemporary zu einem „A Star Is Born“ Medley. Die Performance war gleichzeitig eine Weltpremiere ihres neuen Showtanzes.

Mit dabei war auch Oliver Pocher. Der Comedian erzählte von seinen Tanz-Anfängen in einer Dorf-Disko, Späße erlaubte er sich auch über Promi-Kollegen und die Jury.

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Wie der Zwei-Meter-Mann das Parkett eroberte - das ist der Finalsieger von „Let's Dance“

Wer zu Beginn der zwölften „Let's Dance“-Staffel den 2,03 Meter großen Pascal Hens auf dem Tanzparkett herumstaksen sah, der mag das zwar für unterhaltsam gehalten haben - aber einen potenziellen Sieger sah in dem ehemaligen Handballprofi wohl kaum jemand.

Hens tanzte sich, ganz und gar nicht mehr so hüftsteif wie noch zu Staffelbeginn, recht locker durchs Finale: Ein Salsa und eine Freestyle-Choreografie in Tierkostümen zur Filmmusik des Zeichentrick-Abenteuers „Madagascar“ brachten dem Paar zwei weitere Male die volle Punktzahl ein.

„Damit hat keiner gerechnet, dass ein Handballer auch das Tanzbein einigermaßen schwingen kann“, resümierte Hens vor den entscheidenden Tänzen. Dass es so gut klappte, lag sicher auch an seiner Partnerin Leonova. Für sie war es bereits der dritte „Let's Dance“-Triumph in Folge: Vor zwei Jahren gewann die 32-Jährige die Show an der Seite von Sänger Gil Ofarim, im vergangenen Jahr gemeinsam mit Komiker Ingolf Lück.

Doch nicht nur durch Hens' überraschenden Sieg geriet das diesjährige Finale bemerkenswert emotional. Das lag vor allem an einem anderen Finalisten: Schauspieler und Kampfkunst-Meister Benjamin Piwko. Der 39-Jährige ist gehörlos. Zum ersten Mal nahm ein tauber Kandidat bei „Let's Dance“ teil - und schaffte es gleich in die Endrunde.

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So lief das große Finale von „Let's Dance“ 2019

Es blieb spannend bis zur letzten Minute. Alle drei Finalisten zeigten tolle Leistungen und tanzten sich in den letzten Monaten in die Herzen der Zuschauer. Doch nur einer konnte “Dancing Star 2019” werden - und das war Pascal Hens. Für Motsi Mabuse hatten schon zu Beginn des Finales alle drei Kandidaten gewonnen. Sie hätten einfach alle drei konstant überzeugende persönlichen Leistungen gezeigt, so die Jurorin. Zuletzt wurde Pascal Hens zum König des Parketts gekrönt. Der Handballer ist der neue „Dancing Star“.

Zuvor hatten Ella Endlich, Pascal Hens und Benjamin Piwko im Kampf um den Titel „Dancing Star 2019“ noch einmal alles gegeben. Die drei Finalisten performten jeweils drei Tänze: einen Lieblingstanz, einen Freestyle und einen Jurytanz. Das Finale nach elf aufregenden Shows bedeutete aber auch ein großes Wiedersehen: Auch die übrigen elf Teilnehmer von „Let’s Dance 2019“ durften nochmal ihren jeweiligen Lieblingstanz präsentieren.

Ella Endlich war kurz vor dem Finale mit dem Fuß umgeknickt und musste die Proben unterbrechen. Am Finale nahm sie natürlich trotzdem teil und brach damit trotz Verletzung einen Rekord der Show: Insgesamt sieben Mal hatte Ella schon vor dem Finale die Höchstpunktzahl erreicht, mit ihren drei 30ern überholte sie in der letzten Sendung der Staffel die Rekordhalterin Vanessa Mai.

Ella Endlich und Valentin rissen mit ihrer Samba die Jury mit und bekommen 30 Punkte. Für ihren Quick Step hatte Ella zuvor schon die volle Punktzahl ertanzt - trotz Verletzung. Und auch mit ihrem Freestyle können die beiden in den Augen der Jury nichts falsch machen.

Benjamin Piwko und Isabel Edvardssons Lieblingstanz ist die Rumba, die Jury gibt 28 Punkte, der Cha Cha Cha von Benjamin, der es gehörlos ins Finale geschafft hat, gibt es nur 23 Punkte, für ihren Freestyle ertanzen sie sich die volle Punktzahl.

Pascal Hens und Ekaterina Leonovas super heißer Tango war so sinnlich wie sensationell und bekam 30 Punkte, Jurorin Motsi Mabuse verursachte der sinnliche Tanz “Gänsehaut an Stellen an denen man keine Gänsehaut haben kann”. Für Pascals Lieblingstanz, den Salsa, gibt die Jury ihnen ebenfalls 30 Punkte, auch ihrem tierischen Freestyle im Dschungellook gibt jeder der Juroren 10 Punkte.

Und das waren die Tänze der Finalisten:

Schauspieler und Kampfkunst-Meister Benjamin Piwko (39) und Isabel Edvardsson (36):

  • Cha Cha Cha zu „Cake By the Ocean“ von DNCE (Jurytanz)
  • Rumba zu „Shallow“ von Lady Gaga und Bradley Cooper (Lieblingstanz)
  • Als Freestyle tanzten die beiden zu Musik von „Game Of Thrones“.

Sängerin Ella Endlich (34) und Valentin Lusin (32):

  • Quickstep zu „The Lady Is A Tramp“ von Frank Sinatra (Jurytanz)
  • Samba zu „Taki Taki“ von DJ Snake feat. Selena Gomez (Lieblingstanz)
  • Zu einem Medley von „Kill Bill“ tanzten Ella Endlich und Valentin Lusin ihren Freestyle.

Handballer Pascal Hens (39) und Ekaterina Leonova (32):

  • Tango zu „Por Una Cabeza“ von Carlos Gardel (Jurytanz)
  • Salsa zu „Valio La Pena“ von Marc Anthony (Lieblingstanz)
  • Als Freestyle tanzten die beiden zu einem Medley aus „Madagascar“.

Die Live-Show wurde am Freitag, 14. Juni, um 20.15 Uhr auf RTL ausgestrahlt. Ganze Folgen gibt es bei TV Now zum nachträglichen Abruf und parallel zur TV-Live-Ausstrahlung.

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Die Liebeserklärung eines Fans an „Let's Dance“ - von Barbara Grofe

Auf die Gefahr hin, dass es jetzt ein bisschen peinlich wird: Ich liebe „Let’s Dance“ sehr. So sehr, dass ich versuche, es wirklich jeden Freitag zu sehen. Immer ist mir das in dieser Staffel nicht gelungen, aber doch ziemlich oft. Ausgerechnet an diesem Freitag aber, wenn RTL um 20.15 Uhr das Finale zwischen Pascal Hens, Ella Endlich und Benjamin Piwko zeigt, kann ich nicht vor dem Fernseher sitzen, und ich bedaure das total. Sie glauben, „Let’s Dance“ sei genau das gleiche wie „Ich bin ein Star, holt mich hier raus“ oder „Promi Big Brother“ oder gar „Das Sommerhaus der Stars“? Totaler Quatsch. „Let’s Dance“ ist die menschenfreundliche, unterhaltsame, nicht schadenfrohe Variante davon und ein echter TV-Gewinn. Vier Gründe, warum das so ist:

Leistung und Entwicklung: Natürlich gibt es bei „Let’s Dance“ immer die Kandidaten, die, nicht böse gemeint!, einfach kein bisschen tanzen können und denen auch drei Jahre Ganztages-Training nicht helfen würden. In dieser Staffel war das Sängerin Kerstin Ott, die auf der Tanzfläche war wie ein Baumstamm, den man dort abgestellt hatte, und die dann auch wahnsinnig froh war, als sie endlich rausflog. Es gab Ulli Potofski, Cora Schumacher, Michael Wendler und diverse andere, deren Talent auf keinen Fall das Tanzen war – die Regel sind aber die Anderen. Die, die ihre tänzerische Leistung tatsächlich von Woche zu Woche steigern, manchmal sogar so weit, dass der Laie nicht mehr erkennen kann, wer hier grade der Profi ist. Nazan Eckes ist dafür ein Beispiel in der aktuellen Staffel – auch wenn sie in der letzten Sendung rausgeflogen ist. Es gab Sarah Lombardi, Barbara Becker, Giovanni Zarella, Pascal Hens, Maite Kelly oder auch Hans Sarpei. Kandidaten, die ein paar Wochen und Shows brauchten, vielleicht, um sich zu trauen oder sich nicht mehr die ganze Zeit selbst überkritisch zu beobachten, vielleicht, um sich das Grundwissen draufzuschaffen, das es braucht. Und bei denen dann der vielzitierte Knoten geplatzt ist. Promi zu sein reicht nicht bei „Let’s Dance“, Ekel überwinden oder einen Seelenstrip hinlegen auch nicht - wer hier erfolgreich sein will, muss sich verdammtnochmal anstrengen.

Emotionalität: Bei Promi-Formaten kommen mir in der Regel nicht die Tränen, und ich kriege auch keine Gänsehaut. Bei „Let’s Dance“ kann beides - ich sagte ja eingangs, dass es jetzt etwas peinlich für mich werden kann – schon mal vorkommen. Zum Beispiel, als Eric Stehfest, Schauspieler in der RTL-Soap „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ mit Partnerin Oana Nechiti einen Mix aus Contemporary und Jive auf „Dein ist mein ganzes Herz“ tanzte. Als Vanessa Mai und Christian Polanc einen Freestyle zu „The Voice Within“ tanzten und Mai den mutigsten Sprung in der „Let’s Dance“-Geschichte hinlegte. In dieser Staffel immer wieder, wenn das Publikum in Gebärdensprache für den gehörlosen Benjamin Piwko applaudiert. Tanzen kann ans Herz gehen, Madenessen aktiviert nur den Ekel- und Sensationssensor.

Echte Begeisterung: Seit der sechsten Staffel, aktuell läuft bereits die zwölfte, bilden Motsi Mabuse, Jorge González und Joachim Llambi die Jury der Tanzsendung. Ein verrücktes Trio: González, kubanischer Diplom-Radioökologe, der als Choreograf und Model arbeitet und den man wegen seines reizenden Akzents noch immer kaum versteht. Motsi Mabuse, südafrikanische Tänzerin, Tanztrainerin, Wertungsrichterin und Tanzschulen-Besitzerin, die sich so wunder-, wunderbar begeistern kann für gute Leistungen, aber auch für große Gefühle und für den schieren Willen der Kandidaten, besser zu werden. Joachim Llambi soll so etwas wie der Dieter Bohlen, der harte Hund, der Show sein. Klappt nur so halb, und das ist auch gut so. Alle drei eint, dass sie sicht- und spürbar fürs Tanzen brennen.

Perfektion sucks: Bei „Let’s Dance“ ist Platz für jeden. Für die Schönen und Perfekten wie Vanessa Mai, Ella Endlich, Gil Ofarim oder Julius Brink, aber genauso auch für die, die etwas mehr sind wie Sie und ich. Etwas weniger dünn und glitzernd, vielleicht etwas älter oder einfach etwas anders. Maite Kelly und Faisal Kawusi zum Beispiel hatten ein paar Kilos zu viel drauf und lieferten eine Weltklasseleistung ab – unvergessen ist Kawusis Auftritt zu „Schüttel deinen Speck“, Maite Kelly holte sich sogar den Sieg. Vor zwei Jahren tanzte sich Heinrich Popow, zweimaliger Paralympics-Sieger mit Beinprothese, in die Zuschauer-Herzen – er musste leider aufhören, weil sich der Stumpf entzündet hatte. In dieser Staffel hat es der gehörlose Benjamin Piwko mit seiner Tanzpartnerin Isabel Edvardsson ins Finale von „Let’s Dance“ geschafft, was ein echter Hammer ist. Piwko hört die Musik zwar nicht, spürt aber Rhythmus und Bass und achtet beim Tanzen ganz genau auf Edvardsson. Ganz objektiv müsste das Ergebnis so aussehen: Ella Endlich, Pascal Hens, Benjamin Piwko. Bei „Let’s Dance“ allerdings kann alles passieren – weil Perfektion hier nicht das Wichtigste ist.

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Diese drei Promis kämpfen im Finale um den Sieg

Von der einst noch so großen und namhaften Promi-Crew sind lediglich drei Kandidaten übrig geblieben. Sängerin Ella Endlich, Schauspieler Benjamin Piwko und Ex-Handballer Pascal Hens dürfen sich noch Hoffnungen auf den Staffelsieg von „Let's Dance“ machen.

Der Ehrgeiz der verbliebenen Kandidaten ist groß. Im Interview mit dem Sender RTL gibt sich Ella Endlich kämpferisch: "Seit Show Eins haben wir versucht, unsere Tänze so perfekt wie möglich zu machen.“ Ihr Tanzpartner Valentin ergänzt: "Wir hatten so eine super Idee für einen Freestyle. Das ist ja ein Tanz, den wir selber gestalten können. Wir sind so froh, dass wir das im Finale umsetzen können."

Die Zuschauer dürfen sich also wieder auf spektakuläre Darbietungen freuen. Das Finale von Let's Dance wird am Freitagabend um 20.15 Uhr auf RTL ausgestrahlt.

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Das passierte im Halbfinale