Eloba zeigt Europa in der Friedenskirche in Leverkusen

Ausstellung : Eloba zeigt Europas Reichtum

Noch bis zur Europawahl am 26. Mai sind in der Friedenskirche Werke zu sehen, die zeigen, was Europa ausmacht.

Mit der optisch reizvollen und inhaltlich tiefgründigen Ausstellung „(M)Ein Herz für Europa“, bestehend aus Werken der freischaffenden Künstlerin Ellen Loh-Bachmann (Eloba), gab die Europa-Union Leverkusen diese Woche den Auftakt zu ihrer Veranstaltungsreihe rund um die bevorstehende Europawahl am 26. Mai. Zu sehen gibt es Elobas Flaggenbilder noch bis zum Wahltag in der Friedenskirche.

Friedlich nebeneinander hängen sie an den weißen Wänden der Friedenskirche, die farbenprächtigen Flaggenbilder, in den Nationalfarben aller 28 Mitgliedsstaaten. Filigran und schwungvoll gezeichnet, verbirgt sich hinter diesen Farben „Kunstwerke, Landschaften, Flüsse oder Persönlichkeiten aus den jeweiligen Ländern“, erklärt Eloba bei der Eröffnung der Ausstellung in der Friedenskirche. Auf dem schwarz-gelb-roten Flaggenbild Belgiens etwa ist das berühmte Atomium zu sehen, hinter denselben Farben, nur anders angeordnet, lugt unter anderem Albert Einstein mit ausgestreckter Zunge hervor, im Hintergrund mächtig, eins der deutschen Wahrzeichen, das Brandenburger Tor.

In dieser Ausstellung entdeckt der Besucher, auch ohne diese Länder je bereist zu haben, das, was sie einzeln betrachtet einzigartig macht und was, alles zusammen genommen, die Europäische Union so sehr bereichert: Dänemark mit der kleinen Meerjungfrau, die Niederlande mit Windmühle, Grachten, Käse und Tulpen, hinter den italienischen Nationalfarben ragt der vitruvianische Mensch da Vincis hervor, der Schiefe Turm von Pisa und ein Fußball. In Schweden ist es ein Elch, in Finnland die eisigen Landschaften und in Kroatien – das letzte Flaggenbild ihrer Reihe – hat die Künstlerin das Dinara Gebirge und die Adria verewigt. Als verbindendes Element hat Eloba in allen Flaggenbildern ein Stück Seil gemalt, das sich, wie der sprichwörtliche rote Faden, symbolisch durch die Ausstellung und somit auch durch die Union zieht.

Alle Bilder hängen, mit ihren Eigenheiten und Farben und durch das innere Seil verbunden, friedlich nebeneinander. Nur eines hängt alleine, umgeben von rotweißem Absperrband. Es ist die Flagge Großbritanniens. Diese Inszenierung spielt deutlich auf den Brexit an. „Der Austritt Großbritanniens wäre für Europa ein großer Verlust“, bemerkt die Künstlerin. „Ich hoffe, ich kann das Baustellenband da irgendwann mal entfernen.“

Die Brexit-Diskussion habe deutlich gemacht, was passiert, wenn vorhandene Werte und Annehmlichkeiten jahrzehntelanger Bemühungen als selbstverständlich angenommen werden, urteilt Bürgermeister Bernhard Marewski, der alle Anwesenden dazu aufforderte wählen zu gehen. Zur Wahlbeteiligung motivieren und bewegen will auch die Europa-Union mit diversen Veranstaltungen, betont Vereinsvorsitzender Dr. Hans Georg Meyer: „Wir wollen, dass Europa Teil unseres Lebens bleibt. Dafür sollten wir einstehen, indem wir uns offen den Diskussionen stellen.“

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