Emil und die Detektive im Forum Leverkusen

Im Forum : Emil und die Detektive sorgen für Spannung

Emil und seine Detektivbande haben den Hutmann in die Ecke gedrängt. Schließlich hat der alte Mann den Kindern eine beträchtliche Summe Geld unter dem Hintern weggeklaut. Das können die Freunde nicht auf sich sitzen lassen.

Doch ganz ohne Unterstützung geht es nicht: Und da helfen Schüler der Grundschule Im Kirchfeld.

Sie kommen aus dem Zuschauerraum auf die Bühne im Forum, verfolgen den Bösewicht und helfen schließlich dabei, ihn dingfest zu machen. Das Kindermusiktheater atze aus Berlin brachte das Stück um die bekannten Bücher von Erich Kästner aus der Hauptstadt nach Leverkusen und bat um die Unterstützung der Kinder aus der Grundschule in Lützenkirchen.

Die mussten zugeben, dass das nicht so ganz ohne für sie war. „Wir waren schon sehr aufgeregt“, erzählt Maike. Sonntagnachmittag und Montagfrüh traten die Kinder ins Scheinwerferlicht. Und so  hatte sich montags bereits ein wenig Routine gebildet. Das bemerkt auch Maike: „Gestern war es viel mehr als heute.“

Um für das Stück gut vorbereitet zu sein, übten die beiden Klassen 4b und 4d eifrig. Schon seit Anfang des Schuljahres gut einmal pro Woche. Die lange Vorlaufzeit erwies sich dabei als Gold wert. Schließlich studierten die Kinder nicht nur drei Lieder sein. Nein, auch der Unterricht musste hier und da ein wenig angepasst werden.

Für Lehrerin Khem Merabet ein durchaus lohnenswerter Aufwand: „Nicht jedes Kind bekommt diese Möglichkeit. Sie lernen so, sich in Gruppen einzubringen, Verantwortung füreinander zu übernehmen und sich aufeinander zu verlassen.“

Auch Sarah, Freundin von Maike, berichtet von großem Spaß – auch während der Proben. „Manchmal waren wir nicht so konzentriert“, sagt sie schelmisch grinsend.

Den Schauspielern des Berliner Theaters, das ein eigenes Haus mit zwei Bühnen besitzt, ist es wichtig, die Kinder ins Stück miteinzubeziehen. Das sei Usus. Folke Paulsen spielt den bösen Hutmann und findet seine Rolle als Buhmann wundervoll. Kinder, sagt er, seien das ehrlichste Publikum, das man haben könne. Wenn es ihnen nicht gefiele, würden sie unruhig, verlieren die Lust und das sei auf der Bühne zu spüren.

Die Rolle als Bösewicht sei aus verschiedenen Gründen großartig. „Zum einen hat man eine gewisse Autorität und bekommt einen gewissen Respekt, auf der anderen Seite kann man den Kindern zeigen, dass manein Kinderfreund ist“, sagt er. Den Schulklassen jedenfalls gefiel die Geschichte gut. Sie riefen bei Szenen hinein, fieberten mit – und verlangten Zugaben.

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