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Europäische Union (EU)

Mit über 500 Millionen Menschen bilden die 28 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union heute den weltweit größten Wirtschaftsraum, in dem der Euro als Einheitswährung fungiert. Das Konzept der Europäischen Union funktioniert nicht nur als politische Idee einer, durch Wirtschaftsbeziehungen gehaltenen Friedensinsel, die Beschlüsse aus Brüssel wirken sich auch auf das alltägliche Leben der Unionsbürger aus.

Unter anderem schafft der vermehrte Handel zwischen den EU-Ländern neue Arbeitsplätze, wovon nicht nur große Konzerne, sondern zunehmend auch mittelständische Unternehmen profitieren.

Zudem bewirkten die EU-Richtlinien in den letzten Jahren für die Liberalisierung des Telekommunikationsmarktes, wodurch die Telefonkosten für die Konsumenten günstiger wurden. Die Reformen im Flugverkehr machten für viele Menschen das Fliegen deutlich günstiger und gestanden den Passagieren mehr Rechte zu.

Die Europäische Union basiert auf einem vielschichtigen institutionellen Gefüge. Allerdings bilden einige Institutionen den Kern des Systems. Während der Europäische Rat die allgemeine politische Richtung weist, teilt sich das Europäische Parlament, der Rat der Europäischen Union und die Europäischen Kommission die Rechtsprechungsgewalt.

Die EU-Kommission ist in ihrer Rolle als Exekutive der Europäischen Union essentiell, sie setzt die EU-Richtlinien um und verwaltet den Haushalt.

Unter dem Vorsitz des Präsidenten des Europäischen Rates findet in Brüssel regelmäßig das Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs der EU-Mitgliedsländer statt. Weitere Funktion im Bereich der Judikative, Kontrolle des EU-Haushaltes und der Währungspolitik übernehmen der Europäische Gerichtshof, der Europäische Rechnungshof und die Europäische Zentralbank.

Europäische Gemeinschaft startet 1950

Historisch feierte der Staatsverbund seine Geburtsstunde im Jahr 1950 mit der Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl. Bereits mit dem „Brüssel Pakt“ aus dem Jahr 1948 beginnt die Entwickelung der europäischen Gemeinschaft.

Die Gründungsmitglieder Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg und die Niederlande schafften so das Fundament für einen friedlichen Prozess der wirtschaftlichen und politischen Annäherung unter den europäischen Nachbarstaaten.

Im Jahr 1957 wird die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) mit dem Vertragsschluss in Rom offiziell gegründet. In der Wendezeit der 1960er Jahre prägt die Kulturrevolution 1968, gesellschaftliche Emanzipation, Generationenkonflikt, aber auch starkes Wirtschaftswachstum die Situation in Europa.

Einen wichtigen Beitrag dazu leistet die Aufhebung der Zollgrenzen und die Kontrolle aller Agrarerzeugnisse durch eine Instanz der Europäischen Union.

Die erste Erweiterung des Staatsbundes finden in Jahr 1973 statt: Dänemark, Irland und das Vereinigte Königreich Großbritannien treten der EU bei. Wenig später folgen Griechenland, Spanien und Portugal. Im Jahr 1986 unterzeichnen die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union in Brüssel die Einheitliche Europäische Akte, die einen sechs Jahres-Plan vorsieht, um freien Handel auch über die EU-Grenzen hinweg zu etablieren.

Neue Ära nach dem Fall der Mauer

Mit dem Fall der Berliner Mauer und dem Kollaps des kommunistischen Systems in Ost- und Mitteleuropa, beginnt für die Europäische Union eine neue Ära. Als nächstes treten die östlichen Staaten, aus dem ehemaligen Einflussreich der Sowjetunion der EU in den Jahren von 1990 bis 1999 bei.

Der Vertrag von Maastricht (1993) und der Vertrag von Amsterdam vollenden die rechtliche Basis des Staatsbundes. Die Gewährleistung „Vier Freiheiten“, den freien Verkehr von Waren, Dienstleistungen, Personen und Kapital, werden zu essentiellen Prinzipien der Gemeinschaft. 1995 treten der EU mit Finnland, Österreich und Schweden drei neue Länder bei.

Das Schengener Übereinkommen (benannt nach einem kleinen Dorf in Luxemburg) führt schließlich zu einer allmählichen Abschaffung der Passkontrollen an den innereuropäischen Grenzen.

In vielen Mitgliedsländern wird der Euro in der EU eingeführt. Einige Staaten, wie zum Beispiel Dänemark oder Großbritannien lehnen die Umstellung auf den Euro ab und bleiben bei ihrer nationalen Währung.

Die Verträge von Maastricht und Amsterdam vollenden die rechtliche Basis des Staatsbundes. Die Gewährleistung „Vier Freiheiten“, den freien Verkehr von Waren, Dienstleistungen, Personen und Kapital, werden zu essentiellen Prinzipien der Gemeinschaft.

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