Rettungsdienste in Leverkusen feiern Zusammenarbeit

Rettungsdienste : Malteser und Rotes Kreuz feiern Zusammenarbeit

Seit 25 Jahren kooperieren die beiden Rettungsdienste im Verbund mit der Feuerwehr. Festakt im Spiegelsaal des Schlosses.

Schnelle und kompetente Hilfe im Notfall. Das leistet der Rettungsdienst der Stadt Leverkusen für alle Menschen im Stadtgebiet. Nun ist es genau 25 Jahre her, als der Malteser Hilfsdienst (MHD) und Deutsches Rotes Kreuz (DRK) eine Kooperation mit der Feuerwehr zum gemeinsamen Rettungsdienst aufnahmen. Im Rückblick sind alle Beteiligten froh, genau das Richtige für das Wohl und die Gesundheit der Leverkusener Bevölkerung getan zu haben. Deutlich wurde das bei der Festveranstaltung im Spiegelsaal von Schloss Morsbroich, zu der Markus Grawe, Vorsitzender des DRK-Kreisverbandes und Tim Feister, Kreisgeschäftsführer Malteser Hilfsdienst, eingeladen hatten.

Zunächst gratulierte Oberbürgermeister Uwe Richrath und bedankte sich bei den Einsatzkräften. Die Tatsache, dass der Rettungsdienst innerhalb von acht, spätestens nach zehn Minuten am Einsatzort eintreffe, zeige die Qualität der Großstadt. Für das DRK sprach Sascha Rolf Lüder, Leiter des Verbindungsbüros zu Landtag und Landesregierung. Er erinnerte an die so wichtige Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes vom 21. März 2019, wonach es bei Vergabe von Notfallrettung und Krankentransport keiner europaweiten Ausschreibung bedarf. Nach der Entscheidung sei er extrem erleichtert gewesen, denn das bedeute, dass die Vergabe nicht dem generellen Verfahren für öffentlicher Aufträge unterliege, sofern die Leistung von einer gemeinnützigen Organisation erbracht werde. Somit hätte sich die erfolgreiche Politik von Landesregierung, Feuerwehr und anerkannten Hilfsorganisationen durchsetzen können. Lüder dazu: „Ein Verzicht auf streng formalisierte Verfahren ist im Interesse aller im nordrhein-westfälischen Rettungsdienst tätigen Organisationen.“

Das Grußwort im Auftrag der Malteser sprach Martin Rösler, Diözesangeschäftsführer und stellvertretender Regionalgeschäftsführer. Er hob die Win-Win-Situation hervor, die sich durch die Kooperation ergeben habe. Gemeinsam mit den Organisationen sowie Stadt, Polizei und Fachbereichen könne man eine Erfolgsgeschichte der Zusammenarbeit schreiben. In der gesamten Zeit sei man sich immer auf Augenhöhe und kollegial begegnet. Leverkusen sei sehr gut aufgestellt, Deshalb sei ihm vor der Zukunft nicht bange.

Der Festakt im Schloss war nur ein Aufwärmprogramm für die große Jubiläumsveranstaltung, die am 6. Juli zwischen 11 und 18 Uhr auf dem Rathausvorplatz gefeiert wird. Dann werden unter anderem Rettungseinsätze simuliert, für kleine Gäste gibt es überdies eine  Teddybärenklinik und ein Bühnenprogramm auch für große Gäste.

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