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"Dschungelcamp" 2022: Folge 1 - Was ist passiert? Alle Infos zum IBES-Start

Rückkehr nach Corona-Pause : „Wühlen, Wissen, Würgen“ – so lief die erste Folge des Dschungelcamp

Nach einem Jahr Zwangspause hat am Freitagabend der RTL-Dschungel wieder seine Pforten geöffnet. Es gibt einige Neuerungen, aber auch viele Dinge, die weiterhin fragwürdig sind. So lief Folge 1 ab.

Als vor zwei Jahren Prince Damien im australischen Dschungel zum neuen Dschungelkönig gewählt wurde, war Corona schon da, aber nicht in dem Ausmaß. Das Leben plätscherte vor sich hin, RTL sendete „Ich bin ein Star – holt mich hier raus“ aus Murwillumbah in Australien. Wie immer.

Zwei Jahre später hat Corona nicht nur die Gesellschaft, sondern auch die Fernsehlandschaft mächtig im Würgegriff. Und so grüßen am Freitagabend zu Beginn der 15. Staffel die Moderatoren Sonja Zietlow und Daniel Hartwich nicht aus dem morgendlichen Australien, sondern heißen die Zuschauer zu später Stunde aus Südafrika willkommen. Genauer gesagt: Aus der Nähe des weltberühmten Kruger Nationalpark. Das neue Setting ist etwas gewöhungsbedürftig. Zietlow und Hartwich im Dunkeln - die wohl größte Umstellung in dieser Staffel.

Ungewohnte Umgebung, gewohnt platte Sprüche, gewohnt unbekannte Promis: Auch die Neuauflage in Südafrika startet wie jede andere Staffel. Mit einer Mutprobe für die übriggebliebenen elf Kandidatinnen und Kandidaten. Jetzt fragen Sie sich: „Nur elf?“ Ja, elf. Warum Lucas Cordalis nicht mit einziehen durfte, teilen Zietlow und Hartwich gleich zu Beginn der Sendung mit: Der Sohn von Ex-Dschungelkönig Costa Cordalis ist an Corona erkrankt und isoliert auf dem Hotelzimmer. Ja, sogar das Handy und den Fernseher haben die Macher der Sendung dem Sänger weggenommen, denn sie hoffen darauf, dass Cordalis als einer der Hochkaräter-Stars in diesem Teilnehmerfeld noch in den Dschungel nachrücken wird. Aber jetzt muss der Arme erstmal im Hotelzimmer genesen – und das ohne Handy.

Die Mutprobe in der ersten Folge

Die hat es in sich. Tara Tabitha, Filip Pavlovic, Janina Youssefian, Eric Stehfest und Harald Glööckler müssen nach einem Helikopterflug auf Bällen in 40 Metern Höhe balancieren und eine Strecke zurücklegen. Wer die Strecke bewältigt, am Ende den Stern bei einem Sprung greift und festhält, bekommt den Stern. Blöd für die ersten fünf, dass nur Tara Tabitha einen Stern ergattert. Die zweite Gruppe um Tina Ruland, Jasmin Herren, Manuel Flickinger, Peter Althof, Linda Nobat und Anouschka Renzi müssen sich von einem steilen Gipfel abseilen, an dem insgesamt sechs Sterne hängen. Jeder Star muss versuchen, einen Stern abzuknoten. Renzi und Ruland haben Glück, sie müssen nicht eingreifen, weil Dr. Bob es ihnen untersagt hat. Bodyguard Peter Althof und Linda Nobat machen also doppelte Arbeit und gehen für Renzi und Ruland ins Rennen. Das Resultat kann sich sehen lassen: Sechs Sterne.

Wie sieht es im Dschungelcamp aus? Hier gibt es Bilder

Die erste Dschungelprüfung

Völlig „überraschend“ geht es für die Stars in der ersten Prüfung zu. RTL hat es sich nicht nehmen lassen, für sie zu kochen und köstliche südafrikanische Spezialitäten aufgetischt. „Herzlich Willkommen zu eurer ersten gemeinsamen Dschungelprüfung – und die heißt ‚Wühlen, Wissen, Würgen‘“, sagt Daniel Hartwich in der Prüfung. In Zweier- und Dreiergruppen stehen die elf Stars an insgesamt vier Tischen. Vor jedem Promi ist ein Loch im Tisch. „60 Sekunden habt ihr Zeit zu erfühlen, welches Körperteil da drin ist. Dann schreibt ihr das, was ihr glaubt, auf eine Tafel. Wenn ihr richtig liegt, dann habt ihr 60 Sekunden Zeit, ein Stück von diesem Körperteil zu essen. Wenn es nicht richtig ist, habt ihr auch 60 Sekunden Zeit, zwei Stücke von diesem Körperteil zu essen“, so Sonja Zietlow. Und dann geht es los und den Satz des Abends landet wohl Peter Althof, der munter in die Kiste greift und laut ruft: „Hoden, das könnten Hoden sein“. Genauer sind es Warzenschweinhoden, die er nun gemeinsam mit Tina Ruland und Janina Youssefian verspeisen muss. Bei Althof klappt es gut, er schnabuliert den Hoden binnen der vorgegeben Zeit von 60 Sekunden weg. Ruland weigert sich, weil sie Vegetarierin ist und Youssefian versteht nicht so ganz, was sie eigentlich machen muss. Ihre Begründung: „Ich habe das nicht ganz kapiert, ich bin ein bisschen blond im Kopf! Ich habe das mit der Zeit nicht mitgekriegt“. Insgesamt holt die Elfertruppe fünf mickrige Sterne.

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Alle Infos zu „Ich bin ein Star - holt mich hier raus“ - bei RTL gibt es hier. 

Fiese Sprüche bei „Ich bin ein Star - holt mich hier raus“

Natürlich lassen es sich Hartwich und Zietlow nicht nehmen und ziehen in bekannter Manier über die neuen Camper her. Kein Wort verlieren sie übrigens über Christin Okpara. Dem Instagram-Sternchen Okpara wurde die „Einreise“ ins Camp wegen eines gefälschten Impfpasses nicht gewährt, sie musste unverrichteter Dinge die Heimreise antreten – Novak Djokovic lässt grüßen. Was genau vorgefallen war? Unklar. Bei der Kuppelshow-Kandidatin Okpara hatten sich laut RTL „Unstimmigkeiten zum Impfstatus“ ergeben. Ihr Vertrag wurde gekündigt.

Laut Bundespolizei wurde ein Verfahren eingeleitet wegen des dringenden Verdachts, einen gefälschten Impfnachweis vorgelegt zu haben. Medienberichten zufolge äußerte sich Okpara in ihrem geschützten Instagram-Account gegenüber ihren 84.000 Followern wie folgt: „Jetzt beruhigen wir uns erstmal. Für bestimmte Sachen gibt es eine ganz plausible Erklärung.“

Ein etwas bekannteres Gesicht trat am Freitag also in ihre Fußstapfen: Jasmin Herren, die Witwe von Schauspieler Willi Herren, der auch schon am Dschungelcamp teilnahm, ist ins Camp eingezogen. Sie ist Trash-TV erprobt, spann im „Sommerhaus der Stars“ gemeinsam mit Willi zahlreiche Intrigen gegen ihre Kontrahentinnen und Kontrahenten. Und Herren hinterließ gleich Eindruck, holte als einzige Frau in der ersten Dschungelprüfung gleich einen Stern. „Ich fühle mich geehrt, auf den Spuren meines Mannes wandeln zu dürfen“, sagt Herren im Einspieler. Sie macht klar: „Man kann mich nicht auf den Namen Herren reduzieren“. Sie sei hier als Jasmin Herren und nicht als Anhängsel. So so.

Streit gibt es schon in Folge 1. Beim Essen nach der Dschungelprüfung geraten Tina Ruland und Linda Nobat aneinander, weil unterschiedliche Auffassungen darüber vorhanden sind, ob die Vegetarier im Team ihr Tofu auch mit den Fleischessern teilen müssen. Laut Linda sei das eine Frage von Teamwork, das kann Vegetarierin Tina Ruland nicht verstehen. Der Streit endet abrupt: „I don‘t give a shit“, sagt Linda und beendet die Diskussion. 

Und der Rest? Natürlich ist auch Dschungellegende Dr. Bob, der nun auch in Südafrika für die Sicherheit der Stars verantwortlich ist, mit dabei und warnt die Stars vor den Tücken des Dschungelcamps, das ja in diesem Jahr kein Dschungelcamp ist. In Südafrika ist Dschungel eher Fehlanzeige.

Größter Favorit auf den Sieg bei „Ich bin ein Star – holt mich hier raus“

Aber wer ist nun der schillerndste Star? Um diese Auszeichnung werden sich wohl Modedesigner Harald Glööckler und Schauspielerin Anouschka Renzi und Tina Ruland  streiten, die am Lagerfeuer vermutlich die ein oder andere Geschichte aus ihrem Leben zu erzählen haben. Ob sie auch wirklich als Favoriten gelten? Fraglich. Spannend wird es, wie sich die vielen „No Names“ oder D-Promis wie Janina Youssefian schlagen werden.

Boxexperten dürften vielleicht Peter Althof auf dem Zettel haben. Genau jener Personenschützer, der Weltmeister Henry Maske stets sicher zum Ring führte, aber bisher eher mit schlechten Wortwitzen auffällt. Wahrscheinlich ist, dass der Modedesigner Glööckler es weit im Dschungel bringt.

Für eine Überraschung sorgte allerdings der Inhalt von Glööcklers Rucksack, hatte der schillernde Designer doch mehrere Push-Up-Unterhosen eingepackt. Schon 2010 sei ihm die Teilnahme an der Sendung das erste Mal angeboten worden, sagte er. Doch damals sei er noch nicht bereit dazu gewesen.

Dann kam Corona und veränderte alles. „Wenn ich im Lockwown in der Kälte im Garten sitze und keiner sieht mich, was soll das denn werden?“, begründete Glööckler, warum er in diesem Jahr nun dann doch dabei ist. Zugleich formulierte er auch die Anspruchshaltung an die Kandidaten der Show, die immer mal wieder als zu langweilig kritisiert wird oder zu redundant: „Sie können ja nicht, wenn eine schlechte Oper gespielt wird, sagen: Das Opernhaus taugt nichts.“

Erstes Fazit nach einer Show „Ich bin ein Star - holt mich hier raus“

Gleiche Gags, gleiche Dschungelprüfungen, Fokus auf Streitereien, fiese Sprüche und völlig unbekannte Prominente (zum Teil): An dem Dschungelcamp in Südafrika hat sich im Vergleich zur „australischen“ Variante nicht wirklich viel verändert. Auch nach einem Jahr Pause ist es RTL nicht gelungen die absoluten Hingucker ins Camp zu holen, abgesehen von Glööckler, Renzi und Ruland. Auch der Ablauf ist gleich, wurde nicht wirklich angepasst. Das ist enttäuschend, denn nach 14 Staffeln Down Under wäre es an der Zeit gewesen, das Konzept der Show grundlegend zu überarbeiten. Aber: Es bleiben ja noch 14 Tage, um sich ein komplettes Bild von der südafrikanischen Variante des Dschungelcamps zu machen. An Tag 2 im Dschungel muss Anoushka Renzi sich gleich beweisen. Sie wurde in die Dschungelprüfung gewählt.

Hier geht es zur Bilderstrecke: So lief Tag eins im Dschungelcamp