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Corona in Xanten, Alpen, Sonsbeck: Hier bekommen Sie Unterstützung

Corona-Krise : Hier bekommen Sie Unterstützung

In den Kommunen läuft die Hilfe für diejenigen an, die das Haus nicht verlassen können. Drei Beispiele.

Xanten Es gibt Menschen, die daheim bleiben sollten, um keine Corona-Infizierung zu riskieren, oder die zu Hause bleiben müssen, weil sie sich schon angesteckt haben. Und dann gibt es Menschen, die gesund sind und anderen ihre Hilfe anbieten. Sie alle können sich bei Manuel ter Bekke melden – und das haben auch schon viele gemacht: „Die Bereitschaft, anderen zu helfen, ist groß.“ Er ist der Nachbarschaftskoordinator für Xanten und hat die Vermittlung zwischen Helfenden und Hilfesuchenden übernommen (Tel. 02801 772205). Bisher sammelt er vor allem Angebote.

Die Nachfrage nach Hilfe ist dagegen noch gering. Bisher ist das Virus erst bei zwei Personen in der Stadt nachgewiesen worden. Sollte die Zahl steigen, werden auch mehr Menschen in Quarantäne bleiben müssen. Bei Bedarf vermittelt ter Bekke dann Helfer, die mit dem Hund Gassi gehen, Einkäufe übernehmen oder Medikamente besorgen – wenn es die eigene Nachbarschaft nicht schon macht. Um diese Hilfe vor Ort noch zu unterstützen, hat die Stadt online Vordrucke veröffentlicht. Wir veröffentlichen einen davon zum Ausschneiden.

Die Hotline der Stadt Xanten zum Thema Coronavirus bleibt auch am Wochenende in der Zeit von 11 bis 13 Uhr für Fragen von Bürgern erreichbar, unter Tel. 02801 7721500.

Sonsbeck Lena Balzen saß in ihrer Wohnung und war frustriert – der Uni-Start war wegen des Coronavirus verschoben worden. Dann kam ihr die Idee: Warum diese Zeit nicht nutzen, um Menschen in der Not zu helfen? Getreu dem Pfadfinder-Leitspruch „Jeden Tag eine gute Tat“? Also aktivierte sie die Sonsbecker Pfadfinder, Balzen gehört zur 20-köpfigen Leiterrunde. Gemeinsam riefen sie die Initiative „Von Sonsbeckern für Sonsbeck“ ins Leben. Hilfsbedürftige soll das morgendliche Brötchenholen, der Gang in den Supermarkt, das Gassigehen mit dem Hund oder sonstigen Besorgungen abgenommen werden. „Man kennt sich in Sonsbeck“, sagt Balzen, „bei vielen älteren Menschen ist es so, dass die Kinder weit weg wohnen oder in systemkritischen Berufen arbeiten. Wir wollen diese Lücke schließen.“ Sie könnten innerhalb weniger Stunden Anfragen übernehmen, das Geld werde vorgestreckt, auf die Hygiene besonderen Wert gelegt – Desinfektionsmittel und Handschuhe seien vorhanden. „Wenn jemand besonders besorgt ist, ist es auch denkbar, die Einkäufe und das Geld einfach vor der Tür abzulegen.“ Zu erreichen sind die Pfadfinder unter: 0152 53497376.

Alpen Bundesweit gibt es Initiative „Einkaufshelden“ der Jungen Union (JU). Online kann sich jeder auf die-einkaufshelden.de melden, der helfen möchte oder Hilfe sucht. 13 Menschen der CDU und JU Alpen kümmern sich in Alpen um eine Umsetzung dieser Initiative. „Wir wollen die alten, kranken und schwachen Menschen in unserer Gesellschaft nicht im Stich lassen, das ist unser Beitrag, den Laden am Laufen zu halten“, sagt Frederik Paul von der JU. Geht ein Anruf ein, wird über eine Whatsapp-Gruppe koordiniert, wer in der Nähe der hilfsbedürftigen Person wohnt und die Besorgungen in Supermarkt, Post oder Apotheke übernehmen kann. Auch ein Fahrservice sei denkbar.

Bis jetzt gebe es noch keine Anfragen, das liege vielleicht auch daran, dass die Initiative erst seit zwei Tagen laufe und bisher nur über das Internet verbreitet wurde. Er habe mit seinen Mitstreitern überall an Supermärkten oder Sparkassen Plakate angebracht, um auf die Initiative hinzuweisen. Natürlich werde auf die Hygiene geachtet: Alle Helfer sollen bargeldlos bezahlen, den nötigen Abstand einhalten und Handschuhe tragen. Die Aktion sei auch eine Chance, wieder mehr Zusammenhalt zwischen den Generationen zu schaffen. Hilfsbedürfte aus Alpen können unter Tel. 0157 34480391 anrufen.