Fußball Acht Teams aus dem Rhein-Kreis wollen in die Niederrheinliga

Rhein-Kreis · Der Fußball-Nachwuchs aus Kapellen, Reuschenberg, Weißenberg, Nievenheim und Kaarst ist ab dem 6. September in der Qualifikation gefordert.

Im Normalfall wäre die Niederrheinliga-Qualifikation schon längst gespielt – die Gruppen für die neue Spielzeit ständen schon fest. Doch in Corona-Zeiten ist alles anders, deswegen starten die Junioren erst am 6. September.

SC Kapellen: Über Jahre hinweg stellt der SC Kapellen den Löwenanteil der Teams in der Niederrheinliga-Qualifikation. Auch in diesem Jahr sollen es A-, B- und C-Jugend in die Spielklasse schaffen. Weil die Saison abgebrochen worden ist, verpassten die A-Junioren den direkten Sprung in die Niederrheinliga. Unter der Leitung der Brüder Artur und Marek Koziatek war der SCK nämlich auf dem Weg nach oben. In der „Quali“ warten im FC Kray und der SSVg Velbert jetzt zwei große Namen. „Das sind Brocken. Das ist eine sehr ambitionierte Gruppe“, sagt Jugendgeschäftsführer Daniel Schmitz. Dennoch ist er guter Dinge, dass die Mannschaft wieder den Sprung in die Niederrheinliga schafft. Bei B- und C-Junioren gesteht Schmitz: „Wir können froh sein, dass die Saison abgebrochen worden ist, sonst wären wir womöglich abgestiegen.“ Die B-Jugend, jetzt unter der Leitung von Trainer Kai Michels, trifft in der Qualifikation auf den FSV Duisburg und den DSC Düsseldorf. Die C-Junioren werden in dieser Spielzeit von Markus Jenckel trainiert. Sie müssen gegen die 1. JFA Düsseldorf, SG Essen-Schönebeck und den SSV Bergisch Born ran. Schmitz ist optimistisch, dass auch in diesem Jahr alle drei Teams den Sprung in die Niederrheinliga schaffen.

TuS Reuschenberg: Der 2002/2003er Jahrgang ist das Aushängeschild des Vereins. 2016/17 überzeugte die Mannschaft in der Niederrheinliga als Sechster bei den C-Junioren, 2017/18 verpasste man in der Qualifikation bei den B-Junioren denkbar knapp den Einzug in diese Spielklasse. Mit den ehemaligen Fußball-Profis Oliver Müller und Mike Hanke ist das Team an der Seitenlinie prominent aufgestellt. Allerdings versichert Jugendleiter Ralf Benzing: „Mike Hanke ist keine Marketingaktion. Wir konzentrieren uns auf die Jungs aus Neuss und wollen sie für den Herrenbereich ausbilden.“ In der Qualifikation trifft Reuschenberg auf den ASV Einigkeit Süchteln und den GSV Moers. Das Ziel ist klar: „Wir wollen in die Niederrheinliga“, so Benzing.

SVG Weißenberg: Bei den C-Junioren der SVG Weißenberg hatte Dirk Schneider die Truppe kurz vor der Corona-Pause übernommen und will das Team jetzt wieder in die Niederrheinliga führen. Nun geht’s gegen den FSV Duisburg, die Spvg Odenkirchen und den TSV Meerbusch. „Ich hab natürlich keine Referenzwerte, weil ich sonst immer Herren trainiert habe, aber ich habe das Gefühl, dass die Jungs gut vorbereitet sind“, erzählt Schneider. Was nun auf sein Team zukommt und wo die Jungs wirklich stehen, kann er aktuell nur nicht einschätzen. Den TSV Meerbusch sieht er aber als Topfavoriten in der Gruppe.

VdS Nievenheim: Bei den C-Junioren feiert der VdS Nievenheim eine Premiere. Noch nie war ein Team in der Niederrheinliga dabei. Beim Debüt geht es gegen den 1. FC Bocholt, SC Viktoria Anrath und den SV Budberg. Trainer Markus von Zons ist optimistisch: „Ich glaube, dass wir uns durchsetzen können. Das Ziel ist Platz zwei.“ Auch Jugendleiter Claus Unhold pflichtet bei: „Wir müssen uns nicht verstecken. Platz zwei ist realistisch.“ Der große Vorteil des Teams? Sie spielen seit der Bambini unter den gleichen Trainer zusammen – sie sind also eingespielt.“

SG Kaarst: Gleich mit zwei Teams schickt die SG Kaarst an den Start. Während die Herren des Vereins im Neuaufbau steckt, liefern die Junioren ab. „Das bestätigt die gute Jugendarbeit der letzten Jahren“, sagt Thorsten Klein, der beide Mannschaften betreut. Die B-Jugend trifft in der Qualifikation auf die SG Essen-Schönebeck, die SG Unterrath und SuS Dinslaken. Die C-Junioren müssen gegen Ratingen, den SV Sterkrade-Nord und ebenfalls gegen Dinslaken ran. Keine wirklich einfachen Gruppen. Deswegen sagt Klein: „Wir würden uns riesig freuen, wenn wir es in die Niederrheinliga schaffen, aber es ist auch kein Genickbruch, wenn es nicht klappt.“