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Ein integratives Sportfest mit vielen Facetten auf Gut Gnadental

Tandem-Tag auf Gut Gnadental : Ein integratives Sportfest mit vielen Facetten

Nach einem Jahr Pause konnte die beliebte Sportveranstaltung wieder stattfinden. Die Erleichterung bei den Veranstaltern über die große Resonanz war groß. Teilnehmer und Besucher hatten viel Spaß.

Zu den vielen helfenden Händen, die am Samstag für einen reibungslosen Ablauf des nachgeholten Tandem-Tags auf Gut Gnadental sorgten, gehörte auch Christopher Klasmann. Der Rückraum-Shooter ist seit seiner Zeit im Trikot des Neusser HV bei der Zülow AG angestellt – und für deren Mitarbeiter ist es beinahe selbstverständlich, in irgendeiner Art und Weise zum Gelingen des integrativen Sportfestes am Firmensitz beizutragen. Besonders viel zu tun hatte diesmal Burkhard Lüpschen, der mit seinem Team für die Einlasskontrolle zuständig war und dafür sorgte, dass ohne Ansehen der Person tatsächlich nur Geimpfte, Genesene und Getestete den Innenhof und die Obstwiese betreten durften. Da passte es ausgezeichnet, dass „Buko“ beim Firmen-Sommerfest, das im Anschluss an den Tandem-Tag an gleicher Stelle gefeiert wurde, von Hausherrin Jutta Zülow für 40 Jahre Firmenzugehörigkeit geehrt wurde.                     

Eine – eigentlich längst überfällige – Ehrung gehörte auch zum Programm des integrativen Sportfestes: Thomas Gindra, Vize-Präsident von Special Olympics Deutschland und als Sportlehrer bei den Gemeinnützigen Werkstätten Neuss sowie als Kuratoriumsmitglied der Tandem-Stiftung Burkhard Zülow von Beginn an beim Tandem-Tag aktiv dabei, erhielt aus den Händen von Heinz-Peter Korte die Goldene Ehrennadel des Sportbund Rhein-Kreis Neuss (KSB) überreicht. Eine Auszeichnung, die er eigentlich schon bei der KSB-Mitgliederversammlung im Frühjahr hätte erhalten sollen, doch bei der war er „aus Sicherheitsgründen“ nur virtuell vor dem heimischen PC anwesend. Gegen die Ehrennadel hatte Gindra ebenso wenig einzuwenden wie gegen die Beurteilung von Moderator Volker Koch, der ihn flugs zum „Mister Special Olympics“ beförderte.

 Voltigier-Vorführung auf dem Holzpferd.
Voltigier-Vorführung auf dem Holzpferd. Foto: Werner Peschkes
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Trotz der Zwangspause im vergangenen Jahr entwickelt sich der Tandem-Tag von Mal zu Mal weiter. Die nachgeholte Version am Samstag konnte sogar mit zwei Olympia-Teilnehmern aufwarten: Während Turnerin Sarah Voss Teile ihrer Bodenkür aus Tokio vorführte, half Marcus Ehning bei der Verteilung der Tombola-Preise. So überreichte der Olympiasieger im Mannschafts-Wettbewerb der Springreiter von Sydney 2000 zwei T-Shirts und zwei Mützen mit den Unterschriften der deutschen Springreiter-Equipe, die vor zwei Wochen Platz zwei bei den Europameisterschaften belegt hatte, an die glücklichen Gewinner. Wobei seine eigene Unterschrift natürlich auch dabei war...

 Olympia-Teilnehmerin Sahra Voss turnte beim Tandem-Tag nicht nur, sie versuchte sich auch beim Handball. 
  Foto: Peschkes
Olympia-Teilnehmerin Sahra Voss turnte beim Tandem-Tag nicht nur, sie versuchte sich auch beim Handball. Foto: Peschkes Foto: Werner Peschkes

Ehnings Ehefrau Nadia Ehning, geborene Zülow, bewies mehr als sechs Stunden lang ihr Organisationstalent, indem sie das sportliche ebenso wie das Show-Programm am Laufen hielt.Trotzdem fand sie noch Zeit für viele Gespräche, in denen es natürlich auch um Voltigieren ging. Gesprächspartner der dreifachen Welt- und Europameisterin war neben ihrer langjährigen Trainerin Agnes Werhahn auch Janine Hartenstein, die unter ihrem Geburtsnamen Oswald gleichfalls zu den herausragenden Athletinnen auf dem nahegelegen Nixhof gehörte. Klar, dass das ehemalige Erfolgsduo besonders die Darbietungen des RSV Grimlinghausen auf dem Übungspferd unter die Lupe nahm.

 Heinz-Peter Korte (r.) zeichnete Thomas Gindra aus.
Heinz-Peter Korte (r.) zeichnete Thomas Gindra aus. Foto: Werner Peschkes

Die Verbundenheit der Tandem-Stiftung Burkhard Zülow zum Radsport kommt nicht nur im Tandem-Logo zum Ausdruck. Schließlich gehört Tandem-Fahren sowohl beim Radrennen des VfR Büttgen als auch bei der Tour de Neuss zum sportlichen Rahmenprogramm. Da war es beinahe selbstverständlich, dass Friedhelm Kirchhartz als Gesamtleiter der beiden Büttgener Radsporttage und Heinz-Peter Hegger, 2. Geschäftsführer des Neusser Radfahrervereins, auf Gut Gnadental vorbeischauten. Beide eint der Optimismus, nach zweijähriger Zwangspause 2022 wieder „ihr“ Rennen veranstalten zu können. Hegger wusste dabei von einem regen Interesse der deutschen Spitzenfahrer um den als vorerst letzten Sieger in die Annalen eingegangenen Emanuel Buchmann an der „Tour nach der Tour“ zu berichten, die nächstes Jahr am 27. Juli auf anstehen würde.