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Ab Freitag kämpfen die Crash Eagles Kaarst um die Krone Europas.

Skaterhockey : Europacup 3.0 für Crash Eagles Kaarst

Ab Freitag kämpft der Deutsche Meister in der Schweiz um die Krone des europäischen Vereins-Skaterhockeys.

Zu Beginn der 1980er-Jahre sang die Düsseldorfer Rockband Fehlfarben: „Keine Atempause, Geschichte wird gemacht, es geht voran.“ Daran halten sich ganz aktuell die Crash Eagles, deren Teams in den Wochen vor den Sommerferien quasi im (internationalen) Dauereinsatz sind: Die Kaarster Junioren holten im schweizerischen Avenches den „EuroCup“, die Schüler mussten die europäische Krone am vergangenen Sonntag im Endspiel vor heimischem Publikum den Rødovre Red Devils aus Dänemark überlassen und die Bundesliga-Herren sind an diesem Wochenende wieder in der Schweiz im Einsatz.

Im nahe der Kantonshauptstadt Fribourg gelegenen Dorf Givisiez (rund 3000 Einwohner) spielen von Freitag bis Sonntag zwölf Topteams um den Europapokal. Dabei könnte sich schon früh entscheiden, welche Rolle die Adler beim mit der Eröffnungsfeier am Donnerstag (18 Uhr) auf die wilde Fahrt geschickten Turnier spielen werden. Denn am Freitag ab 8.50 Uhr geht es im ersten Match der Vorrunde über 2x15-Minuten gegen den Gastgeber SHC Givisiez Skater. „Keine leichte Aufgabe gegen die Heimmannschaft, die in eigener Halle noch mal stärker einzuschätzen ist“, mahnt Eagles-Trainer Georg Otten. Überhaupt rechnet er mit einer Veranstaltung auf hohem Niveau: „Biel, Rothrist, Rossemaison, Givisiez und Meister Lugano aus der Schweiz, dazu Essen, Köln und wir aus Deutschland – das sorgt für eine hohe Leistungsdichte.“ Zudem tauchen auf seiner Favoritenliste auch Titelverteidiger Kopenhagen und die London Street Tigers mit den „Tanner-Brothers“ auf. „Das sind Extrakönner, die seit Jahren für Furore sorgen.“

Seine Jungs belegten im Vorjahr den Bronze-Rang, unterlagen im Halbfinale Ausrichter SHC Rossemaison mit 1:5 und schlugen im kleinen Finale die Street Warriors mit 5:2. Als Deutscher Meister gehen die Kaarster mit breiter Brust ins Turnier, zählen, sagt Otten, gemeinsam mit Essen und Köln-West ganz sicher zum erweiterten Favoritenkreis. Die erste Pflicht sei jedoch der Einzug ins Viertelfinale, das nur die besten vier Teams jeder Vorrunden-Gruppe erreichen. „Und das wird schon schwer genug.“ Wie der Kontrahent dann im ersten K.o.-Duell heißt, interessiert den Kaarster Trainer nicht die Bohne. „Bei der Spielstärke der anderen Teams und der sehr hohen Leistungsdichte ist das fast zweitrangig.“ Aus dem Weg gehen sollten die Adler vielleicht den Rockets Essen, Pokalsieger in Deutschland und aktueller Tabellenführer der Bundesliga. Angst kennt Otten indes nicht. „Schließlich kommen auch wir langsam auf Touren.“ In der Meisterschaft gelangen zuletzt immerhin drei Siege in Folge: 9:3 gegen den Crefelder SC, 12:2 gegen die Commanders Velbert und 15:6 gegen die Samurai Iserlohn. Das langt fürs Erste zu Rang drei.

Außerdem „kennen wir die Gegebenheiten vor Ort“, sagt Otten. „Wir waren hier schon mit diversen Nachwuchsmannschaft im Einsatz. 2015 holten unsere Jungadler in Givisiez den U19-Titel – acht Jungs aus der aktuellen Mannschaften waren damals mit dabei.“ Ein gutes Omen. Die Halbfinalspiele in der Schweiz sind am Sonntag für 13.30 und 14.30 Uhr angesetzt, das Endspiel über 3x15-Minuten soll am Abend um 19.45 Uhr beginnen.