Tennis : Blau-Weiss Neuss gefällt sich in der Verfolgerrolle

Mit zwei Siegen am Wochenende über Iserlohn und in Berlin will der Tennis-Zweitligist den Druck auf Aufstiegsfavorit TC Bredeney-Essen erhöhen.

Auch nach fünf Siegen in fünf Spielen nimmt Marius Zay das Wort „Wiederaufstieg“ (noch) nicht in den Mund: „Die Favoritenrolle, aber auch der Druck liegt eindeutig beim TC Bredeney,“ sagt der Teamchef des Tennis-Zweitligisten TC Blau-Weiss Neuss.

Die Essener, gerade erst in die Zweite Bundesliga aufgestiegen, haben mit ihren Konkurrenten bislang kurzen Prozess gemacht: Drei Mal 9:0, zwei Mal 7:2 lauten die bisherigen Ergebnisse. Das Interesse an der mit ehemaligen Erstliga-Spielern wie Mats Moraing und Peter Torebko bestückten Truppe hält sich trotzdem in Grenzen: Zu den drei Heimspielen kamen laut offiziellen Spielberichten 900 Zuschauern, insgesamt wohlgemerkt, der „Rekordbesuch“ auf der Anlage am Zeißbogen liegt derzeit bei 350. Trotzdem ist Zay überzeugt: „Die wollen, ja die müssen aufsteigen.“

Die einzigen, die Bredeney einen Strich durch die Rechnung machen können, sind die Neusser. Nehmen sie auch die beiden Hürden an diesem Wochenende – am Freitag ab 13 Uhr an der heimischen Jahnstraße gegen den TC Iserlohn, am Sonntag ab 11 Uhr im Duell der Altmeister beim LTTC Rot-Weiß Berlin – „dann haben wir in der kommenden Woche ein echtes Finale – leider in Essen,“ sagt Zay mit Blick auf den Spielplan Um die Voraussetzungen für dieses „Finale“ zu erfüllen, hat er für das Wochenende noch mal ordentlich auf dem Markt der zur Verfügung stehenden Spieler zugelangt: In Tak Khunn Wang, Javier Barranco Cosano, Botic van de Zandschulp, Frederik Nielsen und Julien Cagnina bietet er die Nummern drei, vier, sechs, sieben und acht seines Kaders auf. Eventuell kommt im Finnen Emil Ruusuvuori noch die Nummer zwei obendrauf, ansonsten stehen Niels Lootsma und Clinton Thomson für einen Einsatz bereit.

  • Der Belgier Julien Cagnina schlägt nach
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  • Tak Khunn Wang zeigte sich am
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  • Botic van de Zandschulp musste kämpfen,
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Auf wen sie treffen, weiß Zay nicht. Der TC Iserlohn ist seit Jahren so etwas wie die „Wundertüte“ der Zweiten Liga. Mal spielt der als Nummer eins gemeldete Ex-Neusser Uladzimir Ignatik an der Spitzenposition, mal der nur auf Rang sieben gelistete Lukas Ollert. Entsprechend unterschiedlich sind die Ergebnisse: 7:2 über Wilhelmshaven, 5:4 in Bielefeld, aber auch 3:6 bei RW Berlin und gar 0:9 gegen Bredeney. „Wir wissen nicht, mit wem sie nach Neuss kommen, deshalb sind wir auf alles vorbereitet,“ sagt Zay.

Ähnliches gilt für den LTTC RW Berlin: Bietet der 13-malige Deutsche Meister seine beiden deutschen Top-Talente Rudolf Mollejker und Daniel Altmaier auf, kann’s schwer werden für den zehnfachen Meister am Sonntag.