So war der Radwandertag 2018 in Kleve

Radwandertag : Auf der „Fiets“ den Niederrhein erleben

Knapp 100 Radfahrer starteten am Sonntagmorgen von Kleve aus in den 27. Niederrheinischen Radwandertag. Im Fokus der vier verschiedenen Routen stand die Kulinarik.

„Auf die Räder, fertig, los“, hieß es am Sonntagmorgen für Radbegeisterte an der Klever Tourist Information. Im Zuge des Radwandertags starteten in der Schwanenstadt 100 von insgesamt 30.000 Teilnehmern am gesamten Niederrhein.

Damit ist die Veranstaltung das größte Radevent Deutschlands, bei dem sich 64 Städte und Gemeinde von Kleve über Kempen bis Korschenbroich beteiligen. Unter dem olympischen Motto „Dabei sein ist alles“ hatten die Radfahrer aus der Schwanenstadt die Auswahl zwischen vier Routen: die erste führte von Kleve über Kranenburg zu den Niers-Wellen in Goch, die zweite über Millingen nach Emmerich. Eine weitere erstreckte sich ebenfalls nach Emmerich; allerdings über Till. Für die schönste Strecke hält Organisatorin Isabel Opdemom von der Stadt Kleve aber eine andere: „Ich finde, dass die Strecke über die Grenze nach Millingen, vorbei am malerischen Altrhein die attraktivste ist. Aber jede hat ihren Reiz.“

Einen besonderen Fokus legten die Veranstalter bei der 27. Auflage auf die „Kulinarik“. Entlang der Strecken luden allerorts Cafés oder Restaurants zu einem besonderen Zwischenstopp ein. So bot das Haus Vossegatt in Keeken unter anderem Ermäßigungen für Suppen an, das Café im Gärtchen verteilte kostenlose Tütchen mit Plätzchen an jene Teilnehmer, die mit ihren Stempelkarten vorbeikamen. „Wir sind seit vier Jahren schon dabei. Heute ist richtiges Fahrradwetter – wäre da nicht so viel Wind. Im vergangenen Jahr haben wir zu häufig in Cafés Rast gemacht. Auch heute wollen wir Pausen machen, doch wir haben 62 Kilometer vor uns. Da dürfen wir nicht zu viel trödeln“, sagte Horst Ehrlich, der die Tour ins niederländische Millingen mit seiner Ehefrau und einem befreundeten Paar antrat. „Dafür habe ich mein E-Bike extra noch herausgeputzt. An einem Tag wie heute muss man das doch vorzeigen können“, fügte er an.

Für die technische Sicherheit beim Wandertag sorgte das Team des Fahrradhauses Daute, das mit Rat und Tat den Teilnehmern zur Seite stand und kostenlos Kilometerzähler verteilte. Ein weiterer Anreiz, die zwischen 38,5 und 63 Kilometer langen Strecken zu schaffen, war die zentrale Tombola, an der jeder teilnehmen konnte, der bis 17 Uhr seine Tour beendet und die Stempelkarte am Startort wieder abgegeben hatte.

Dass die Stadt Kleve mit dem Radfahren inhärent verbunden ist, weiß auch Pascale van Koeverden, die für ihre Initiative „Stadtradeln“ warb und zahlreiche neue Teilnehmer gewinnen konnte: „Wir leben hier in der Ebene – das ist für das „Fietsen“ natürlich optimal. Sicherlich sorgt auch der Einfluss der Niederlande dafür, dass das Fahrrad für uns eine Selbstverständlichkeit ist. Dies wollen wir immer wieder unterstreichen.“