Borussia Mönchengladbach: Gegen Eintracht Frankfurt erzielte Gladbach das 13. Tor in der Schlussviertelstunde

Zakaria trifft gegen seinen ehemaligen Trainer: Borussias 13. Tor in der Schlussviertelstunde

Denis Zakaria sorgte mit seinem vierten Saisontor für den siebten Auswärtspunkt in dieser Saison. Die Gladbacher trafen erneut nicht vor der Pause, sie sind aber neben dem BVB die größten Experten für Tore in der Schlussphase.

Borussia hat die richtige Reaktion auf das 0:3 gegen Hertha BSC und somit auf die erste Heimniederlage der Saison gezeigt. Mit dem 1:1 bei Eintracht Frankfurt holte sich das Team von Trainer Dieter Hecking einen der drei verlorenen Heimpunkte zurück und liegt in der Gegenrechnung von Heim- und Auswärtsspielen nun bei einem Plus von 13 Punkten. Das ist weiterhin Champions-League-Kurs. Im Vergleich zur vergangenen Saison haben sich die Gladbacher im direkten Vergleich mit der Eintracht um vier Punkte gesteigert – in der Vorsaison gab es zwei Niederlagen gegen die Hessen, nun einen Heimsieg (3:1) und das Unentschieden am Sonntag. Nimmt man neben der Eintracht die ersten beiden Auswärtspartien in der Rückrunde gegen Schalke und Leverkusen dazu, ist der Zugewinn noch größer: Zwei Punkte gab es in der Spielzeit 2017/18 gegen die diese drei Gegner, in dieser sind es 16 (dafür gab es gegen Berlin dieses Mal keinen Punkte, während es sechs in der Vorsaison waren). Gegen Augsburg blieb alles gleich: auswärts gab es ein Remis, daheim wurde gewonnen.

Für Denis Zakaria, dessen Tor den Punkt in Frankfurt möglich machte, war es das vierte Bundesligator, zum dritten Mal gab es danach ein Unentschieden (vorher 2:2 in Augsburg und 2:2 gegen Bremen in der Saison 2017/18). Mit seinem dritten Torschuss traf er. Es war sein zweiter Treffer in dieser Spielzeit, nachdem er zuvor beim 4:1 gegen Hannover sein Tor-Debüt in dieser Saison gefeiert hatte.

Wie gegen die Niedersachsen war es auch in Frankfurt ein Distanzschuss, mit dem der Schweizer zum Erfolg kam. Damit haben die Borussen drei ihrer sechs Rückrunden-Tore aus der Ferne erzielt, für Gladbach, das eigentlich nicht für derartige Tore bekannt war in den vergangenen Jahren, ist das eine beachtliche Quote. Ebenso beachtlich ist, dass 50 Prozent der Tore des Jahres 2019 von Mittelfeldspielern erzielt wurden, auf Schalke trafen Christoph Kramer und Florian Neuhaus, nun war es eben Zakaria. Damit ist die Zentrale produktiver als die Offensiv-Abteilung, die nur zwei Tore erzielte in diesem Jahr. Alassane Plea machte das Siegtor in Leverkusen, Patrick Herrmann sorgte für den 2:0-Endstand gegen Augsburg.

Während die Borussen in der Hinrunde nur ein Standard-Gegentor bekommen hatten (der Elfmeter in Freiburg), mussten sie nun in Frankfurt schon das zweite in Folge hinnehmen. Gegen Hertha BSC hatte Davie Selke nach einer Freistoßflanke das 0:3 geköpft, nun beförderte Frankfurts Danny da Costa den Ball Sekunden vor der Pause nach einem Eckstoß ins Gladbacher Netz.

Zum vierten Mal im fünften Rückrundenspiel sind die Borussen vor der Pause ohne eigenen Treffer geblieben. Ohnehin sind sie, was die Tor-Produktion angeht, eher das Team der zweiten Halbzeit. Während es vor der Pause zwölf Gladbach-Tore in dieser Saison gab, waren es nach dem Seitenwechsel 30. Dabei haben sie oft einen langen Atem: Zakarias Tor war schon der 13. Borussen-Treffer in der Schlussviertelstunde, die vergangenen fünf passierten alle in dieser Zeit. Nur Tabellenführer Borussia Dortmund ist in der Spätphase der Spiele effektiver (insgesamt 15 Tore), wie das Portal „Opta Franz“ meldete.

Für Frankfurts Trainer Adi Hütter war es der erste Punktgewinn gegen Gladbach. Mit den Young Boys Bern hatte der Österreicher 2016 in den Champions-League-Play-offs gegen die Borussen 1:3 und 1:6 verloren, im Hinspiel dieser Bundesliga-Saison gab es mit der Eintracht ein 1:3 im Borussia-Park. Nun freute er sich über das 1:1, für das ausgerechnet sein Ex-Spieler sorgte: Zakaria ist 2017 von Bern nach Gladbach gewechselt.

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