Borussia Mönchengladbach: Alassane-Plea-Gerücht ist Preis des Erfolgs

Fohlen-Gerüchtecheck : China-Gerücht um Plea: Eberl stellt klar, dass der Stürmer bleibt

In der Fohlen-Gerüchteküche checken die RP-Reporter die neuesten Transfergeschichten rund um Borussia Mönchengladbach. Dieses Mal geht es um Alassane Plea, an dem ein Klub aus China interessiert sein soll. Doch Max Eberl stellte klar: Plea bleibt.

Das Gerücht

Die französische Zeitung „Le’Equipe“ sowie „Sport Bild“ und „Kicker“ berichten, dass der chinesische Klub Dalian Yifang Alassane Plea noch in der Winter-Transferperiode verpflichten will. Eine Abordnung des Klubs soll am Samstag beim Spiel gegen Augsburg (2:0) gewesen sein. Plea würde, so heißt es, ein astronomisches Gehalt bekommen, und Borussia habe ein erstes Angebot über 40 Millionen Euro erhalten. Doch sei der Klub auch bereit, auf 50 Millionen Euro zu erhöhen. Laut „Kicker“ sagte Sportdirektor Max Eberl jedoch, Borussia liege kein Angebot vor. Es sei schlichtweg nichts dran an der Geschichte, ist vom Verein zu hören.

Die Situation

Alassane Plea kam im Sommer für 23 Millionen Euro von OGC Nizza, er ist Borussias Rekordeinkauf. Das Geld hat sich bereits bezahlt gemacht: Der 25 Jahre alte Mittelstürmer erzielte in 19 Liga-Spielen zehn Tore und traf zudem drei Mal im Pokal. Er ist ein Mann, der aus dem Nichts Tore machen kann, so wie beim 1:0-Sieg in Leverkusen beim Rückrundenauftakt. Plea ist ein Fixpunkt im Team von Trainer Dieter Hecking geworden und mit seinen Toren wesentlich daran beteiligt, dass die Gladbacher nach 19 Spieltagen Dritter und auf Champions-League-Kurs sind.

Einschätzung des RP-Reporters

Dass Dilan Yifang, das vom deutschen Trainer Bernd Schuster betreut wird, Interesse an Plea hat und bereit wäre, viel Geld zu zahlen, ist durchaus denkbar. Allein mit Geld wäre es zu erklären, wenn Plea ad hoc nach China wechseln würde. Dass ein Profi nachdenklich wird, wenn er tatsächlich unfassbar viel Geld verdienen könnte, ist nachvollziehbar. Doch was seine Karriere angeht, wäre es sicherlich ein Schritt in die falsche Richtung. Plea ist gerade französischer Nationalspieler geworden und ist dabei, mit Borussia die Champions League zu erreichen. Er könnte dann auf der größten Fußball-Bühne der Welt spielen. Zuletzt sagte Plea in einem Interview bei „Canal +“, dass er sich vorstellen könne, für einen internationalen Top-Verein zu spielen. „Ich habe Pläne. Ich will bei den besten Klubs spielen“. Einen Klub aus der zweiten chinesischen Liga dürfte er, bei allem Respekt, da nicht im Hinterkopf gehabt haben. Pleas Ziel dürfte die EM 2020 sein. Und da ist eine europäische Top-Liga wie die Bundesliga ein besseres Medium als die League One in China.

Auch für Borussia macht ein Transfer nur Sinn, wenn unglaubliche Summen aufgerufen würden – nicht 40 oder 50 Millionen, sondern das Dreifache vielleicht. Plea ist ein Tor- und somit Erfolgsgarant, ohne ihn könnte ein wichtiger Faktor fehlen, was die sportlichen Ziele angeht. Zudem steht Plea, der Mittelstürmer, für den neuen Weg, den Trainer Dieter Hecking im Sommer 2017 eingeschlagen hat. Er ist ein zentraler Punkt im 4-3-3-System. Zudem hat Eberl im Trainingslager in Jerez klar gesagt, dass Plea nicht verkäuflich ist. „Ich kann ausschließen, dass uns Alassane im Sommer verlassen wird“, sagte Eberl sogar. Die Borussen können das Plea-Gerücht als den Preis ihres aktuellen Erfolgs einordnen: Die Spieler eines deutschen Top-Vereins sind nun mal gefragt, siehe auch die diversen Gerüchte um Pleas Sturm-Partner Thorgan Hazard. Sicherlich: Vieles ist eine Frage des Geldes, und im Fußball darf man nichts ausschließen. Doch was Plea angeht, wird er erst aus beruflichen Gründen nach China reisen, wenn die Borussen dort mal vorstellig werden im Rahmen ihres 2018 begonnenen Engagements im Reich der Mitte.„Ich möchte in die Champions League, ich brauche einen, der Tore schießt, Alassane wird nicht gehen“, stellte Eberl am Montagabend in der Sendung „100 % Bundesliga“ bei Nitro klar.

Mehr von RP ONLINE