Eintracht Frankfurt - Borussia Mönchengladbach: Zakaria rettet Fohlen Punkt

Kampf um Europa : Zakaria rettet Borussia Punkt in Frankfurt

Borussia Mönchengladbach hat bei Eintracht Frankfurt Unentschieden gespielt. Obwohl die Borussen vieles richtig machten, gerieten sie in Rückstand. Dann machte Denis Zakaria es besser als in Halbzeit eins.

Denis Zakaria hat Borussia ein 1:1 in Frankfurt beschert. Der Schweizer Nationalspieler egalisierte mit einem strammen Rechtsschuss in der 83. Minute die Führung der Frankfurter durch Danny da Costa kurz vor der Pause. Es war ein verdienter Punkte, den die Gladbacher mitbrachten aus Hessen, sie hatten über die gesamte Spielzeit mehr Möglichkeiten, die aber bis zu Zakarias Schuss ungenutzt blieben.

Hecking baute sein Team im Vergleich zum 0:3 gegen Hertha BSC ordentlich um. Jonas Hofmann fehlte verletzt, zudem gab es drei weitere Änderungen. Anstelle Hofmanns kam Denis Zakaria ins Team, er bildete mit Florian Neuhaus die Doppelacht. Dahinter spielte erstmals seit dem 1:2 bei Borussia Dortmund am 17. Spieltag Christoph Kramer als Single-Sechser anstelle von Tobias Strobl. Schon in der Hinrunde hatte es nach dem Berlin-Spiel diesen Wechsel gegeben, da machte Kramer dann auch die nächsten beiden Spiele. Vorn musste Alassane Plea auf die Bank, Patrick Herrmann komplettierte den Dreierangriff. Und rechts in der Viererkette spielte Fabian Johnson anstelle von Michael Lang.

Die Eintracht begann engagiert, lief die Borussen früh an, doch die ließen sich nicht aus der Ruhe bringen. Nach rund 20 Minuten hatten sie das Geschehen weitgehend im Griff und kamen selbst immer wieder zu gefährlichen Vorstößen auf das Tor der Eintracht. Thorgan Hazard schoss nach der Vorarbeit von Herrmann in der 9. Minuten knapp links vorbei. Acht Minuten später beförderte er einen Freistoß aus guter Position weit über das Tor. Nochmal acht Minuten später spielte Herrmann Zakaria frei, der aber allein vor Kevin Trapp zu zögerlich war und den Torhüter anschoss.

Wie in den Spielen zuvor ging Borussia mit den guten Chancen, die sie sich heraus spielte, zu schlampig um. Dabei hatte Kapitän Lars Stindl eben dies nach dem Berlin-Spiel angemerkt – nachdem Hertha dies arg bestraft hatte nach der Pause. Nun gab es auch in Frankfurt ein klares Torschuss- und Chancen-Plus, aber eben keine Tore. Und wie gegen Berlin gab es das Gegentor: Sekunden vor der Pause nutzte Danny da Costa eine Unachtsamkeit der Gladbacher Defensive, die zuvor sehr sicher gestanden hatte, zur 1:0-Führung der Frankfurter. Erneut nutzte der Gegner Borussias Abschluss-Schwäche zu seinem Vorteil.

Wie gegen Berlin liefen die Gladbacher also nach dem Seitenwechsel einem Rückstand hinterher und mussten die richtige Balance finden zwischen Aufholjagd und der Vorsicht, nicht höher in Rückstand zu geraten. In der 54. Minute hatte Patrick Herrmann die erste Chance zum Ausgleich, doch nach Hazards Flanke verpasste er den Ball. In der 57. Minute kam Oscar Wendt zum Abschluss, dieses Mal wehrte Trapp den Ball ab. Es war das Bild der ersten Halbzeit: Gladbach suchte das Glück vor dem Tor.

Hecking setzte dabei ab der 66. Minute auf einen Mann, der bis hierhin in der laufenden Saison gar keine Rolle gespielt hatte: Josip Drimc. Der Schweizer kam zusammen mit Plea aufs Feld, um die Niederlage noch abzuwenden. Dass Drmic überhaupt nochmal spielen würde für Gladbach, damit war nicht wirklich zu rechnen, doch hatte Hecking immer betont, dass der Stürmer, so lange er in Gladbach ist, auch eine Option sei. In Frankfurt war er das - zunächst auf der Bank und dann als Hoffnungsträger. Drmic kam über rechts, wo er Patrick Herrmann ersetzte, Plea spielte im Zentrum, Stindl rückte neben Denis Zakaria auf die Acht, Neuhaus ging raus.

Dann kam Zakaria. Er war zuletzt sehr unglücklich vor dem Tor gewesen, nun aber packte er alles hinein in seinen resoluten Schuss. Unter Trapps Körper hindurch landete der Ball im Netz. Borussia jubelte mit ihren 5000 mitgereisten Fans. Mit dem Unentschieden halten die Gladbacher, die 2019 auswärts unbesiegt bleiben (sieben Punkte), Frankfurt mit neun Punkten weniger auf Distanz.

Eintracht Frankfurt Trapp - Hinteregger, Hasebe, N'Dicka - da Costa, G. Fernandes (78. Willems), de Guzmán, Kostic - Gacinovic - Haller (89. Paciencia), Rebic (84. Jovic)
Bor.

Mönchengladbach Sommer - Johnson, Ginter, Elvedi, Wendt - Zakaria, C. Kramer (77. Strobl), Neuhaus (67. Drmic) - P. Herrmann (67. Pléa), Stindl, T. Hazard

Schiedsrichter Deniz Aytekin (Oberasbach)

Zuschauer 51.500 (ausverkauft)
Tore 1:0 da Costa (45.+1), 1:1 Zakaria (82.)
Gelbe Karten Gacinovic (3), Hasebe (2), de Guzmán (3) / C. Kramer (2)

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