1. Sport
  2. Fußball
  3. Bayer 04 Leverkusen

Bayer Leverkusen: Gerardo Seoane fordert mehr Cleverness von der Werkself

Vor Duell in Freiburg : Leverkusens Trainer Seoane fordert mehr Cleverness

Bayer Leverkusens Coach Gerardo Seoane will neben attraktivem Offensivfußball von seinem Team auch taktische Fouls sehen, wenn es die Situation erfordert. Am Sonntag tritt die Werkself zum Abschluss der Hinrunde beim SC Freiburg an.

Am Sonntag (15.30 Uhr) empfängt der Spitzenreiter SC Freiburg das Liga-Schlusslicht Bayer Leverkusen – zumindest wenn es nach der Fair-Play-Tabelle geht. Die Mannschaft von Trainer Christian Streich hat nach 16 Partien erst 16 Gelbe Karten gesammelt. Das Team aus dem Rheinland steht hingegen mit 39 Verwarnungen sowie je einer Gelb-Roten und einer Roten Karte am Ende der Rangliste.

Auf den ersten Blick scheint es daher verwunderlich, dass Leverkusens Kapitän Lukas Hradecky nach dem 2:2 gegen Hoffenheim davon sprach, dass die Werkself „zu brav“ agiere. Schaut man sich jedoch im Detail an, wie die Mannschaft zu ihren Karten gekommen ist, wird deutlich: Nur rund ein Drittel aller Verwarnungen fallen auf taktische Fouls oder Zeitspiel zurück. Bei allen anderen kamen die Bayer-Profis entweder einen Tick zu spät, legten sich mit einem Gegenspieler an oder begingen ein Frustfoul.

In den Augen von Trainer Gerardo Seoane muss sich die Werkself in diesem Aspekt des Spiels weiterentwickeln und „bei einem Zwei-Tore-Vorsprung wenn nötig auch mal ein taktisches Foul mehr begehen, um die Partie über die Zeit zu bringen.“ Der 43-Jährige sagte zwar, dass er von seiner Elf weiterhin „guten, offensiven Fußball“ sehen möchte, betonte aber zugleich: „Natürlich müssen wir unsere Spielweise mit anderen Zutaten anreichern und in gewissen Momenten auch andere Attribute an den Tag legen.“

Sollte das gelingen, und Bayer mindestens einen Punkt im Breisgau holen, würde Leverkusen sicher auf einem Champions-League-Platz überwintern – unabhängig davon, wie Hoffenheim am Tag zuvor gegen Gladbach spielt. Flügelstürmer Moussa Diaby fehlt der Werkself im letzten Spiel des Jahres indes gesperrt: Er hat zuletzt gegen die TSG wegen eines Frustfouls in der Nachspielzeit die Ampelkarte gesehen.