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Bayer Leverkusen: Das Spiel in Budapest hat für die Werkself Vorteile

Europa League : Was das Spiel in Budapest für Bayer noch bringt

Die Gruppenphase der Europa League ist für die Werkself entschieden, dennoch bringt die Partie bei Ferencváros Budapest Vorteile mit sich. Trainer Gerardo Seoane wird rotieren, um Leistungsträger für die Bundesliga zu schonen, viele Reservisten erhalten Spielpraxis.

Die Werkself ist Tabellenführer in Gruppe G der Europa League, Ferencváros Budapest ist punktlos Letzter. Während Leverkusen vorzeitig als Achtelfinalist feststeht und erst im März 2022 wieder in den Wettbewerb eingreift, ist das Duell am Donnertag (21 Uhr) in der ungarischen Hauptstadt für die Mannschaft von Trainer Peter Stöger der vorerst letzte Auftritt auf der internationalen Fußballbühne. Sportlich hat die Begegnung in der Groupama Aréna keine große Bedeutung, aber Bayer kann dennoch Vorteile aus dem letzten Gruppenspiel ziehen.

Rotation Gerardo Seoane hatte bereits angekündigt, dass Florian Wirtz und Patrik Schick wohl nicht im Flieger nach Budapest sitzen werden. Beide sollen mit Blick auf ihre Blessuren und das Ligaspiel am Sonntag bei Eintracht Frankfurt (17.30 Uhr) geschont werden. Schick ist nach überstandenem Bänderriss im Sprunggelenk zwar wieder fit, sagte aber nach seiner Vier-Tore-Gala gegen Fürth, dass er noch nicht komplett schmerzfrei sei. Wirtz wird ohnehin schon seit Wochen wo es geht geschont und trainiert dosiert, damit seine just überwundenen muskulären Probleme am Hüftbeuger nicht wieder akut werden. „Wir werden sehr viel wechseln, so viel wie möglich“, betonte Coach Seoane.

Praxis Es gibt einige Spieler im Kader, die in dieser Saison bislang wenig bis gar nicht zum Zug gekommen sind. Letzteres gilt für Andrey Lunev, der im Sommer von Zenit St. Petersburg ablösefrei ins Rheinland wechselte. Der 30-Jährige gibt seitdem die ruhige Nummer zwei hinter Kapitän Lukas Hradecky, der aus Schonungsgründen wohl ebenfalls nicht mitfliegen wird. In Budapest gibt Lunev sein Debüt für Bayer 04. „Andrey ist ein erfahrener Schlussmann und trainiert sehr gut. Er hat sich den Einsatz verdient“, sagte Seoane. Auch das ist eine Entlastungsmaßnahme, denn Hradecky war bislang im Dauereinsatz. Abgesehen davon dürften etwaige Reservisten am Donnerstag eine Chance erhalten, sich für weitere Einsätze zu empfehlen. Nadiem Amiri, Daley Sinkgraven, Panagiotis Retsos, Charles Aránguiz und Paulinho sind Kandidaten für die Startelf, ebenso wie Karim Bellarabi oder Lucas Alario.

Prämie Die Europa League hat nicht die Strahlkraft der Champions League. Das lässt sich auch an den leistungsabhängigen Prämien ablesen. Pro Punkt gibt es für Bayer in der Gruppenphase 210.000 Euro, bei einem Sieg also bis zu 630.000 Euro. Bislang hat die noch ungeschlagene Werkself 13 Zähler auf dem Konto, 16 könnten es am Ende im Idealfall werden. Zum Vergleich: In der Königsklasse gibt es pro Punkt 930.000 Euro in der Gruppe. In beiden Wettbewerben kommen freilich noch Startprämien, wachsende Boni für den Einzug in die jeweils nächste Runde sowie TV-Markt-Zahlungen hinzu.